#58 Was bleibt, wenn Milliarden egal werden? | Rolf Schrömgens

Shownotes

Was kommt nach dem Erfolg? Rolf Schrömgens hat trivago mitgegründet und das Unternehmen bis an die Nasdaq geführt. Doch ausgerechnet ein Mann mit dieser Biografie widerspricht heute vielen klassischen Vorstellungen von Karriere und Unternehmertum:

Ziele haben ihn eingeengt, Kapitalmärkte sieht er kritisch – und selbst Bewertungen von drei, zehn oder zwanzig Milliarden wurden für ihn irgendwann nebensächlich.

Wir sprechen über die Krise, die trivago beinahe das Aus brachte, seine ungewöhnliche Begegnung mit dem Coinbase-CEO, Bitcoin, dysfunktionale Konzerne und die Frage, warum große Organisationen ihre Menschlichkeit verlieren…

Am Ende wird es noch grundsätzlicher: über Freiheit, Gegenwärtigkeit, Spiritualität – und darüber, was ein gelungenes Leben eigentlich ausmacht.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist eigentlich ein großer Standal.

00:00:01: Eigentlich ist es ein Riesen-Skandal und keiner spricht darüber, da fragt man sich doch warum sie smartesten Leute der Welt konsequent um dreißig Prozent vertun?

00:00:10: Was ist deine Antwort darauf?

00:00:11: Das liegt natürlich daran dass diese Banken letztendlich die signziale Anteile verschachern.

00:00:17: Die optimieren nicht darauf das es dir als Unternehmer der an die Börse geht gutgeht, die optimieren darauf dass es diesen Investoren gut geht.

00:00:24: Deswegen finde ich so eine unabhängige Währung einfach sehr sexy.

00:00:28: Also es spielt für mich eine Rolle, weil ich Gott sei Dank immer noch früh genug irgendwie auf den Zug aufgesprungen bin und ein fleißig Bitcoin gekauft habe.

00:00:35: Und das dann irgendwie auch vieles meiner anderen unternehmerischen Tätigkeiten Investitionen finanziert.

00:00:40: Also ob das jetzt nun irgendwie drei, sechs, zehn oder zwanzig Milliarden Bewertungen sind oder so.

00:00:45: Ich glaube, dass hätte für mich dann wirklich gar keine Rolle mehr gespielt.

00:00:48: Ja du brauchst unbedingt eine Vision.

00:00:50: Du brauchst unbedingte Ziele auf die du hinarbeiten musst!

00:00:53: Also meine These ist tatsächlich, dass man am weitesten kommt, wenn man keine Ziele hat.

00:00:57: Was ist heute für dich am wertvollsten?

00:00:59: Freiheit Einfluss oder Vermögen?

00:01:04: Warum erschaffen wir Konzerne, in denen am Ende kaum noch jemand gerne arbeitet?

00:01:09: Diese Frage beschäftigt mich seit meiner eigenen Zeit als Angestellte und Rolf Schrömmgens hat darauf eine Antwort, die ich überraschend plausibel finde.

00:01:18: Rolf ist Serienunternehmer und Mitgründer von Trivago der Hotelsuchmaschine, die er vom Start-up bis an den Nasdaq zu einer Milliardenbewertung aufgebaut hat.

00:01:29: Kennengelernt habe ich ihn über Brave Space wo Unternehmer und Aktivisten darüber nachdenken, wie Organisationen und Führung anders funktionieren können.

00:01:38: Was sich an diesem Gespräch extrem spannend fand Rolf hat vieles von dem erreicht was wir normalerweise erfolgen nennen und ausgerechnet bei ihm lösen sich heute viele dieser Maßstäbe auf.

00:01:50: Ziele haben ihn eher eingeengt.

00:01:52: Kapitalmärkte sieht er kritisch.

00:01:55: Geld bedeutet ihm heute etwas völlig anderes als früher.

00:01:59: Und natürlich geht es auch um Bitcoin, denn ausgerechnet der Coinbase-CEO erklärte Rolf damals persönlich was Bitcoin ist?

00:02:08: Nur wirklich überzeugt war Rolf

00:02:10: erst mal nicht!

00:02:11: Welche Rolle Bitcoin später noch in seinem Leben spielen sollte erzählt er im Gespräch viele gute Erkenntnisse mit Rolf Schrömmingens by Hard Money.

00:02:25: Angenommen, ich würde jetzt gerade mit einem deiner ältesten Freunde sprechen und würde ihn fragen wer ist Rolf Schrömmgens.

00:02:35: Was würde er antworten?

00:02:39: Der würde wahrscheinlich antwortet dass er das im Augenblick gar nicht so selbstgenau weiß weil Rolf grade glaube ich durch ganz viele Veränderungen geht und gar nicht mehr so gut einzuschätzen ist wie früher dass ich deutlich berechenbarer war vor fünf, sechs, sieben Jahren und heute einfach nicht mehr so klar bin.

00:03:09: Deutlich weniger klar in meiner Meinung als ich das früher mal war.

00:03:13: Ich glaube, früher war ich jemand der sehr überzeugt von seiner Meinung war.

00:03:18: Da würde er vielleicht sagen, heute scheint er deutlich weniger überzeugt zu sein vielleicht auch deutlich weniger davon überzeugt, was er für sein Leben braucht oder nicht braucht.

00:03:30: Also bei mir hat sich eigentlich vieles in den letzten fünf Jahren, sechs Jahren aufgelöst und ich glaube das ist auch meinem besten Freundlich ja nicht unbeobachtet geblieben.

00:03:43: Was hätte er denn dann vor fünf, sechs jahren gesagt wenn ich ihn gefragt hätte?

00:03:49: Rolf is ein sehr ambitionierter Unternehmer wahrscheinlich jemand der ein Unglaubchen-Dreif hat, möglichst erfolgreich zu werden seine Firma möglichst erfolgreich da zu bauen.

00:04:06: Ich glaube schon dass er gesagt hätte Rolf liegt zielt an Menschen, Menschen so motivieren.

00:04:12: Rolf glaubt an Menschen und der Glaube an Menschen macht aus das er durch das was er macht erfolgreich sein kann sehr verkopft sehr analytisch, sehr strategisch.

00:04:33: Ja ich glaube das wären so viele Prädikate glaube ich die damals gekommen werden.

00:04:40: Ich habe auch mal das Internet gefragt und eines der ersten Wörter über dich war Seriengründer.

00:04:47: also Rolf Schrömmgens ist ein deutscher Serien-Gründer war einer der ersten Sätze.

00:04:52: woher kam ursprünglich dein Antrieb Unternehmer zu sein?

00:04:56: Ich habe dich jetzt auch nicht gefunden, dass du jemals angestellt warst.

00:04:59: Was?

00:04:59: Ich hab mal

00:05:01: einen Praktikum gemacht.

00:05:02: Zwei!

00:05:04: Eins bei der Stadt Spakassel in Mönchengladbach.

00:05:06: da war ich irgendwie achtzehn vor meinem Wehrdienst und das zweite glaube ich ein Jahr oder zwei Jahre später irgendwo bei damals noch Mannesmann heute Vodafone damals Mannesman D-Zwei.

00:05:20: Genau da habe ich mal zwei Praktikum gemacht, Praktipk gemacht Da war ich mal angestellt.

00:05:26: Ich habe auch mal irgendwie glaube ich so ein Ferienjob beim Steuerberater gehabt.

00:05:29: Genau, ansonsten habe ich nie angestellt tatsächlich.

00:05:34: Ich glaube dass ich es lange wusste ich das selber nicht so genau.

00:05:40: Es gibt ja viele Menschen die können relativ genau identifizieren woher ihr Antrieb kommt Und oft liegt es ja irgendwie in so einem Elternhaus, dass man irgendjemand was beweisen will.

00:05:52: Sein Vater oder seiner Mutter wem auch immer... Das war nie so!

00:05:56: Also meine Eltern waren nie so performance getrieben.

00:05:59: Die haben mich eigentlich immer machen lassen.

00:06:02: Das heißt irgendwie kam das schon aus mir heraus.

00:06:05: Ich habe sehr viel später irgendwie festgestellt, dass es schon eine sehr starke Prägung gab durch interessanterweise meine Mutter.

00:06:13: also mein Vater war Unternehmer.

00:06:15: Für den war aber tatsächlich Erfolg nie so wahnsinnig wichtig.

00:06:18: Der war Unternehmer, der hatte also im Sinne von eine Gastwirtschaft und hat halt immer geschaut dass es irgendwie seinen Gästen gut ging und das er irgendwie das am Ende so viel überbleiben konnte, dass er einmal im Jahr einen Urlaub fahren konnte.

00:06:31: Aber das war jetzt niemand der noch nach großem Erfolg gestreht hätte.

00:06:37: Meine Mutter kommt aus sehr einfachen Verhältnissen.

00:06:40: Also wirklich sehr sehr einfach ja?

00:06:44: Also mein Opa hat in der Kläranlage gearbeitet, ja an den Faul-Türmen.

00:06:48: Also so ziemlich der wortwörtlich beschistendste Job, den man machen kann und für meine Mutter war das immer so dass die Menschen, die Geld haben, die erfolgreich sind, das sind die Guten.

00:07:11: Ja also total abstrus!

00:07:13: Das sind die guten Menschen.

00:07:14: Also das war ihr einziges Qualitätskriterium, weil sie da immer halt aus einer sehr unterprivilegierten Situation irgendwie drauf geschaut hat.

00:07:23: Und das war für Sie irgendwie ein sehr großer Wertmaßstab und das hätte ich nie vermutet.

00:07:31: aber dadurch war für mich tatsächlich Geld in der lange Zeit über viele Jahre einen Maßstab für eigenen Wert Und es ging mir nie darum, ich habe eigentlich nie Geld ausgegeben oder wenig.

00:07:46: Also ich hatte wirklich nie einen besonders großen Lebensstandard gehabt.

00:07:50: Ich wollte nie irgendwie teure Autos kaufen.

00:07:53: Ich hatte nie irgendwie Spaß an Markenklamotten oder was auch immer.

00:07:57: also ich hab eigentlich immer ein relativ einfaches Leben geführt.

00:08:00: aber mir war immer Geld wichtig als Maßstab für Erfolg Und da wird auch als Maßstab für mich selbst.

00:08:11: Interessanterweise habe ich irgendwann mal festgestellt, dass das durch meine Mutter passiert ist?

00:08:16: Ich finde es erstaunlich, dass deine Mutter das so sieht, weil ich erlebe das ganz anders.

00:08:21: Also ich hab das Gefühl, dass bei uns aktuell die, die Geld haben, die schlechten sind... Neben meiner Schule gibt's eine Mauer, also meine alte Schule, da steht Eat the Rich Und auch sonst habe ich das Gefühl, gerade zu Hollywood und so weiter frame'n das ja auch.

00:08:40: So wenn wir nur an Titanic denken dann sehen wir ja okay die privilegierten das sind quasi die schlechten, die bösen, die Intriganten und der... Ich glaube Jacky ist er.

00:08:53: Der ist der Lebensfrore, der Gute, der Held, der Story.

00:08:57: so ein bisschen.

00:08:59: Wie kommt es dass deine Mutter das so anders wahrgenommen hat?

00:09:06: Meine Mutter kam aus sehr einfachen Verhältnissen und sie war auch jetzt nicht intellektuell, ne?

00:09:10: Und ich glaube für sie war das der Aufstieg.

00:09:12: Also für sie wird wahrscheinlich schon durch ihre Eltern geprägt worden sein, dass das für sie immer unerreichbar war... ...und irgendwie aber auch so eine Nimbus hatte.

00:09:29: Ich habe mit ihr da tatsächlich nie drüber sprechen können!

00:09:32: Ich hätte es glaub' ich auch zu spät für mich realisiert.

00:09:35: Leider ist sie auch verstorben.

00:09:39: Aber ich glaube, für Sie hat sich die Frage nicht gestellt.

00:09:45: Es ist eine andere Generation.

00:09:47: Ich glaube, die kamen dann eher aus diesem, ich meine dies geborenen, forty-six, das heißt es war irgendwie nach dem Krieg und da hatte man glaubtig auch was jetzt irgendwie Reichtum anging noch ne sehr unvoreingenommene... Perspektive.

00:10:06: Also ich glaube, da war, glaube ich, Reichtum immer irgendwie positiv konnotiert.

00:10:12: für sie und Reichtums ist gar nicht jetzt irgendwie überbordend der Reichtume sondern irgendwie allen Menschen denen es besser ging.

00:10:20: ja die waren gleichzeitig auch bessere Menschen.

00:10:24: Ich finde das kann das teilweise nachvollziehen.

00:10:28: Das Bild was du gerade gezeichnet hast irgendwie Titanic Und ich glaube, dass es auch häufig so ist.

00:10:37: Ich glaube wir haben letztendlich eine Gesellschaft die sehr stark darüber funktioniert, dass man eigentlich am meisten Geld dort verdienen kann in der Regel wo man Ressourcen ausbeutet.

00:10:58: Das ist leider so.

00:11:00: das liegt daran, dass die Marktwirtschaft vielleicht doch nicht so wie funktioniert wie man das denkt.

00:11:06: Aber ich glaube, dass sehr viele Menschen letztendlich die reich geworden sind und es auch gemacht haben weil sie sich auf irgendeiner Weise optimiert haben gegenüber der Allgemeinheit.

00:11:18: Und das ist zumindest meine Wahrnehmung.

00:11:22: Ich weiß nicht inwieweit das für mich gilt.

00:11:24: Das ist wahrscheinlich jetzt ein bisschen abgeschwächter in so einer digitalen Ökonomie aber ich glaube ,dass das lange Zeit schon auch so war.

00:11:33: Also ich glaube, dass Menschen die selbst sehr reich geworden sind das oft aufgemacht haben indem sie halt irgendwie Umwelt oder ihre Mitarbeiter oder irgendwelche langfristigen Effekte letztendlich ausgebeutet haben um kurzfristig Gewinn zu erzielen.

00:11:52: Ich finde jetzt nicht, dass das komplett aus der Luft gegriffen ist und deswegen kam es trotzdem nicht über einen Campshare.

00:11:56: natürlich Bevor es

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00:13:13: Was würdest du denn sagen?

00:13:14: Sind die reichen, die guten oder sind die reich und schlechten.

00:13:18: Ich habe viel weniger eine Kontaktion von gut und schlecht in letzter Zeit.

00:13:29: Ich glaube nicht dass man ultimativ schlecht ist weil man irgendwie Ressourcen hat und ich glaube auch nicht das man ultimativ gut ist wenn man keine hat.

00:13:40: Also ich glaube das kann man nicht verallgemeinern.

00:13:47: Es gibt so eine Sache, ich glaube nicht dass es so wahnsinnig viel mit mir zu tun hat.

00:13:57: Ich glaube das ist vielleicht immer hilfreich.

00:13:59: also ich merke es gibt halt viele Leute die sehr viel Geld haben und sie denken dass sie das verdient haben Und da bin ich mir nicht so sicher.

00:14:12: Es gibt einfach ganz viele Dinge.

00:14:14: Ich frage mich immer, wer das am Ende verdient hat?

00:14:16: Wo ist es, dass ich am Ende sehr viel Geld verdiene?

00:14:20: Das ist so meine Fragestellung!

00:14:24: Du hast tolle Eltern, die dir was beigebracht haben.

00:14:29: Du hattest eine tolle Möglichkeit, vielleicht ein tolles Studium.

00:14:33: Du hast jemanden wahnsinnig Spannendes kennengelernt der dich auf die richtige Schwur gebracht hat oder du hast dich zu richtigen Zeit mit dem richtigen Thema auseinandergesetzt und deswegen hast du viele Ressourcen bekommen.

00:14:46: also ich frage mich immer wo die Person ist die es am Ende verdient hat.

00:14:56: Und daraus leitet sich denn so ein Entitlement ab.

00:14:58: So nach dem Motto, ja ich hab das sehr verdient und deswegen kann ich usw.

00:15:04: Und das habe ich nicht.

00:15:06: Also ich glaube letztendlich bin ich ein Objekt ganz irgendwie von ganz vielen... zufällen von ganz vielen Dingen, die sich aus meiner Vergangenheit ergeben hat und deswegen kann ich jetzt geradezu dir sprechen.

00:15:21: Aus dieser Situation heraus, ne?

00:15:23: Aus einer Historie raus auf dich ja selber gar keinen Einfluss hatte, der sicher einfach ergebenhat so Ja Und und und deswegen und ich habe aber und und und die hatten mich hat mir halt relativ viele Ressourcen gegeben und Deswegen hab ich für diese ressourcen keine Scham Aber auch kein stolz Und so schaue ich halt drauf.

00:15:45: Deswegen sehe ich das auch nicht als beschämend an, viele Ressourcen zu haben.

00:15:49: Ich habe aber auch keinen Stolz, jede Ressource zu haben.

00:15:52: Was sich damit verbinde ist eine Verantwortung.

00:15:54: tatsächlich Also in dem Moment wo ich viele ressourcen hab, habe ich einfach einen größeren Hebel auf diese Welt als andere und daraus ergibt es sich für die Zukunft und für mein jetziges Handel eine Verantwortung.

00:16:06: Das glaube ich.

00:16:07: Ja du hast den Begriff Zufall angesprochen.

00:16:10: darüber werden wir später noch sprechen.

00:16:13: Lass uns über Trivago sprechen.

00:16:15: Du hast Trivango mitgegründet und dann auch sehr erfolgreich an die Börse gebracht, war das schon immer dein Plan?

00:16:24: Also hast du damals Trivaco mit gegründete aus der Intention heraus, dass wird groß-und international erfolgreich oder war es eher ein Zufallsprodukt?

00:16:36: Also ich wollte eigentlich... Als ich dreiundzwanzig war, habe ich meine erste Firma gegründet und das damals noch glaube ich ziemlich genau mit dieser Idee.

00:16:52: Also da war ich selber noch im Studium.

00:16:54: Ich hab irgendwie andere Unternehmer gesehen die irgendwie sehr schnell irgendwie sehr erfolgreich geworden sind.

00:17:00: Und da war die Intention glaub ich noch sehr stark irgendwie möglichst schnell Firma aufbauen, mit sich schnell verkaufen und dann finanziell unabhängig zu sein.

00:17:10: Ich glaube das war eine große starke Intention am Anfang.

00:17:16: Mit dem zweiten Unternehmen war das schon anders.

00:17:19: also der initiale Staat war für mich eigentlich ich möchte was machen mit dem ich irgendwie für mich Geld verdienen kann Also Geld verdienen im Sinne von, ich möchte eigentlich nur was haben das mir in Gehalt zahlt.

00:17:35: Und das war am Anfang waren das zweieinhalb tausend Euro im Monat.

00:17:38: also das war mein Gehalt.

00:17:41: und ich weiß noch genau mein bester Freund den du eben angesprochen hast der kam zu mir und meinte Rolf irgendwie kannst du dir vorstellen dieses Trivago-Ding dass jetzt länger zu machen?

00:17:54: Und dann habe ich gesagt, solange es mir die zweieinhalb Tausend Euro im Monat zahlt mache ich das für immer.

00:18:02: Das war auch wirklich meine Einstellung.

00:18:03: also ich hatte wirklich die Einstellung Ich möchte etwas haben was mich irgendwie am Leben hält, irgendwas Spaß macht wo ich selbst bestimmt bin und wo ich nicht darauf abhänge dass ich für jemand alles arbeiten muss.

00:18:16: und das war eigentlich so die große Motivation.

00:18:20: Und es war nicht irgendwie, das an die Börse zu bringen.

00:18:23: Es war nicht einen großen Exit zu machen und ich glaube dass war tatsächlich eine sehr gesunde Motivation aus der dann auch viel entstanden ist.

00:18:30: also ich glaube aus der Motivations eben irgendwie so ein nachhaltiges System zu bauen und Nicht zwangsläufig irgendwie ganz viel Geld aufzunehmen und schnell zu wachsen Das war der Unterschied zu meiner ersten Firma war eigentlich der Börsengang, also wir sind dann sehr schnell sehr groß geworden.

00:18:56: Wir hatten dann am Ende doch irgendwie mehrere Situationen wo wir dann irgendwie Secondaries gemacht haben und die Leute dann Secondaries mit uns gemacht haben, die wollten dann halt irgendwann natürlich auch wieder verkaufen.

00:19:12: Und irgendwann war der Bösengang eigentlich so mein einziger Weg in die Freiheit Also die Firma tatsächlich wieder zurück in die Freiheit zu führen und dachte ich zumindest.

00:19:25: Und deswegen sind wir an die Börse gegangen, ich hab mir gar nicht verkauft beim Börsengang.

00:19:29: also ich habe glaube ich fünf Prozent meiner Aktien verkauft oder so beim Bösengang.

00:19:33: das heißt für mich war das da kein Exit-Event so richtig

00:19:38: Aber trotzdem war es ja extrem hoch bewertet.

00:19:41: also jetzt für meine Empfinden wenn man das so liest ja mit drei Milliarden bewertete.

00:19:47: Ich habe jetzt unterschiedliche Zahlen gefunden.

00:19:50: Wie fühlt sich das an, wenn man so was geschafft hat und gibt es danach noch überhaupt Ziele die man hat?

00:19:57: Das war ja eigentlich nicht mal mein Ziel.

00:19:59: Also eigentlich war er nicht mehr mein Ziel!

00:20:00: Ich glaube tatsächlich damals hat das auch schon so angefangen dass für mich irgendwie Geld als Maßstab auch nicht mehr so gezählt hat.

00:20:09: also ich glaube das war vielleicht ein paar Jahre vorher noch anders.

00:20:13: die second days gemacht hatten, da hat mir durch einen Teil an Expedia verkauft.

00:20:21: Damals war das schon noch Erfolg und als Erfolg auch werthaltig für mich.

00:20:28: der Börsengang an sich hatte das viel weniger.

00:20:32: also ich glaube dass es irgendwie eine naive Vorstellung davon gibt.

00:20:39: Ich möchte mal dann irgendwie so da im Times Square sein und irgendwie in der Nest decken.

00:20:44: Und diese diesen Button drücken und entfallen die Faltersgrundpferde von der Decke und sowas ist dieses.

00:20:50: das ist ja so ein sehr... ...ikonisches Bild von so einem Unternehmer, so na?

00:20:56: Also ich wollte denn auch immer denkt irgendwie Nest Deck und nicht New York Stock Exchange weil ich das so weil ich dieses Times Square Gefühl haben wollte.

00:21:05: So und dafür Ja!

00:21:08: Also für dieses Gefühl, ne?

00:21:10: Ich wollte dieses Gefühl mal haben.

00:21:15: Und das fand ich dann irgendwie auch spannend.

00:21:17: an dem Tag und gleichzeitig bist du einfach... Du hast vorher zwei Wochen Roadshow.

00:21:23: Du bist so durch.

00:21:24: Du warst einfach zwei Wochen lang so gut wie nicht geschlafen.

00:21:29: Du wärst eigentlich froh wenn es nach Hause ins Bett ging in den Moment.

00:21:36: Das ist also deutlich weniger spaßig als man das so von außen annimmt.

00:21:42: Und genau, aber ich hatte vorher das nicht als Ziel... Ich hatte nachher auch... Es war schon eine Zeit wo ich wenig Ziele hatte.

00:21:56: Also es war ja dann tatsächlich so dass es danach auf den ersten Mal der Börsenkurs noch mal durch die Decke gegangen ist und wir da nochmal viel mehr höher bewertet waren.

00:22:09: Das hätte jetzt auch ewig so weitergehen können.

00:22:11: Ich glaube, das hätte jetzt nichts mir mehr gemacht.

00:22:14: Also ob das nun irgendwie drei, sechs, zehn oder zwanzig Milliarden Bewertungen sind oder so... ich glaube, dass hätte für mich dann wirklich gar keine Rolle mehr gespielt hat für mich aber auch vorher schon keine Rolle gespielt.

00:22:27: also es war schon die Jahre vorher waren eher dadurch geprägt wirklich noch die Erfahrung mitnehmen zu wollen Glaub ich.

00:22:36: Also irgendwie zu merken, so ah!

00:22:38: Ich möchte es mal gemacht haben.

00:22:39: Ich möchte das in meinem Leben erfahren haben.

00:22:41: Und ich möchte davon lernen und das mitnehmen.

00:22:47: Aber weniger dann tatsächlich für den Erfolg des Unternehmens oder die Bewertung in dem Moment.

00:22:53: Ich finde spannend dass du angesprochen hast, dass du nicht als Ziel hast.

00:22:58: Trotzdem ist es passiert weil ich erinnere mich an ein Real, das ich erst letztens gesehen habe auf Instagram und da hieß es ja, du brauchst unbedingt eine Vision.

00:23:06: Du brauchst unbedingte Ziele, auf die du hinarbeiten

00:23:09: musst.".

00:23:09: Und ich hab für mich jetzt gemerkt, dass ich da so einen Widerstand habe weil ich das nicht mehr wirklich für wahrhalte.

00:23:17: aber es überrascht mich, dass du das auch sagst.

00:23:20: also wie kommt man dann irgendwo hin wenn man keine Ziele hat?

00:23:25: Wie bist du dorthin gekommen wo du hingekommen bist

00:23:27: ohne diesen

00:23:28: Ziel?

00:23:29: Also meine These ist tatsächlich, dass man am weitesten kommt, wenn man Und ich weiß, dass das jetzt nicht irgendwie in der Selbstoptimierung schiene.

00:23:37: Ist es vielleicht irgendwie nicht das was oft verkauft wird aber ist vielleicht meine Gegentehse.

00:23:43: also Ich glaube umso weniger ich eigentlich mich daran geklammert habe irgendwas Spezielles erreichen zu wollen und so mehr ich in der Lage war wirklich im Moment zu sein irgendwie In dem moment die Erfahrung mitzunehmen irgendwie mich... Ich hab natürlich.. Ich hatte eine Motivation immer aus jedem Moment das Beste zu machen.

00:24:07: Natürlich hatte ich es auch als Unternehmer und natürlich bin ich nicht in Meetings reingerannt und habe gedacht, jetzt war ich mal richtig ein Mist hier, sondern natürlich laufe ich in jedes Meeting rein und möchte für meine Firma oder die Menschen darin möglichst das beste

00:24:26: rausholen.".

00:24:28: In dem Moment, ja.

00:24:29: Und ich glaube das ist die beste Motivation und ich glaube... Ich glaube dass Ziele mich eher eng gemacht haben weil Ziele also zu viel, ne?

00:24:38: Also jetzt irgendwie für mich als irgendwie persönliche Ziele zu setzen hat entweder dazu geführt Dass ich gedacht habe naja gut jetzt hab ich alles erreicht.

00:24:46: Ja So, jetzt habe ich ja schon mehr erreicht als ich wollte.

00:24:50: Das ist das passiert denn immer wenn man irgendwie so ein Budget hat und dann denkt man naja gut jetzt klappt es dieses Jahr ne?

00:24:56: Dann denkt man so jetzt kann man auch so bisschen schleifen lassen oder ich hab sie nicht erreicht und da haben Sie mich noch enger gemacht weil dann habe ich gedacht um Gottes Willen was kann ich ihnen tun um sie zu erreichen?

00:25:08: und das waren ehrlich gesagt nicht die kreativsten Phasen meines Lebens Also die kreativsten Phasen waren, in denen ich wirklich im Moment sein konnte, den ich ein gutes Produkt bauen wollte.

00:25:19: In dem ich gedacht habe so okay was fehlt jetzt hier noch?

00:25:22: In der ich ein gutes Team bauen wollte und gemerkt hab oh das Team läuft nicht!

00:25:25: Was kann ich mit dem Team machen um das Team zu

00:25:27: verbessern?!

00:25:28: Ja also in dem moment wo ich wirklich in dem Moment war, in der Aktion war... ...in der Verbindung war mit Menschen, in de Verbindungen war mit dem Unternehmen und den Trouppes des Unternehmens.... ...mit den Kunden in Verbindung bin.

00:25:41: Aus der Situation kam eigentlich immer die größte Wertschöpfung.

00:25:46: Kennst du Eckhart Tolle und sein Buch jetzt, Die Kraft dagegen wartet?

00:25:50: Ich kenne ihn!

00:25:51: Und ich habe das Buch nie gelesen.

00:25:52: Ich hab ihm mal getroffen tatsächlich.

00:25:54: Du hast

00:25:54: ihn

00:25:54: getroffen?!

00:25:55: Ja, ich habe ihn auf einer Konferenz in L.A.

00:25:58: getroffen.

00:25:59: Ich habe ihn auch gehört und habe ihn noch einmal hallo gesagt.

00:26:01: danach... ...und es war dann so eine Konference wo denn auch die Speaker irgendwie immer noch so rumlaufen Genau, aber ich hab tatsächlich und dann habe ich mir sein Buch gekauft.

00:26:11: The Power of Now, ne?

00:26:12: Ja

00:26:13: genau,

00:26:14: genau.

00:26:15: Habe ich mir auch gekauft steht auf bei mir im Regal, ich hab's nie gelesen.

00:26:19: Ich finde das ultra spannend weil ich hab seinen Buch schon mehrfach erwähnt auf meinem Kanal, auch im Gespräch mit Gästen Ja, eins was mich in den letzten Wochen und Monaten sehr begleitet hat.

00:26:32: Und ich kann das total nachempfinden.

00:26:35: Ich versuche es tatsächlich jetzt auch mehr im Jetzt zu sein.

00:26:38: Sowohl privat als auch beruflich und habe dann ja auch das Thema Ziele so ein bisschen aufgegeben oder eine Vision, also fünf Jahresplan, zehn Jahresplan.

00:26:47: Fünfzig Jahresplan ist hab' ich in dem Sinne nicht mehr.

00:26:50: Und ja, spannend dass du ihn getroffen hast!

00:26:53: Wie war denn die Begegnung?

00:26:54: Also wie hast Du ihm

00:26:54: wahrgenommen?!

00:26:57: Also ich finde ja immer, wenn man so Leute trifft die ein bisschen berühmt sind.

00:27:04: Ich find das gar nicht so leicht in dem Moment authentisch zu bleiben.

00:27:11: Das war tatsächlich sogar... Da war glaube ich in einem gleichen Jahr auch irgendwie Saat-Guru da.

00:27:20: Denen von denen ihr gehört habt und wir haben glaube ich zusammen eine Session gemacht.

00:27:25: Und ich fand die beide Ich fand die beide ziemlich unantastbar.

00:27:33: Aber das kann auch da meine Projektion gewesen sein, ne?

00:27:35: Das ist doch schon ein bisschen her!

00:27:36: Das ist auch schon bestimmt fünf Jahre her mindestens nicht sogar länger... sieben Jahre her.

00:27:44: Und ich fand es also hier muss sagen ich tue mich immer wahnsinnig schwer damit.

00:27:49: Ich würde gerne eigentlich möchte gerne immer die Menschen treffen und ich habe immer das Gefühl bei so Konferenzen vor allen Dingen treffe ich immer nur So die äußere Erscheinung so was du also ist.

00:28:03: Also dann fühlt es sich auch immer ein bisschen.

00:28:08: Es ist so unnahbar an, also ich kann jetzt nichts anderes teilen.

00:28:12: Ich finde den ich fand in dem geschwandt fand was er gesagt hat machte total Sinn und ich habe irgendwie fand das irgendwie.

00:28:19: Ich hatte auch vorher mal seinen Namen gehört.

00:28:21: deswegen hab ich wahrscheinlich auch bin ich auch wahrscheinlich in seine Session gegangen aber Aber es war jetzt schon eher eher unerbar, so in dem Moment.

00:28:30: Und trotzdem ja damals habe ich noch sehr viel mitgenommen und ich kann deine Begeisterung auch total verstehen.

00:28:42: Auch wenn ich ihn nicht gelesen hab, glaube ich bezieht er sich auf viele Dinge die auch für mich total wichtig sind.

00:28:47: also ich bin ja selber relativ intensiv im Sennbuddismus verhaftet.

00:28:56: Ich glaube, dass er sich da wahrscheinlich auch einiges entglieden hat.

00:29:00: Und ich bin großer Fan von Alan Watts – ich weiß nicht ob du Alan Watts schon mal gehört hast, weil du Eckhart Tolle

00:29:04: magst.

00:29:07: Dann genau, ich bin größer von Alan Wots und ich glaube, da gibt es sehr viele Parallelen.

00:29:11: Ich glaube das Eckharttolle ist auch sehr viel darauf beruht auf den bisschen älteren Philosophen dar.

00:29:19: Du hast das Wort Unannahbarkeit erwähnt.

00:29:22: Dass du diese Menschen, wenn du auf Konferenzen bist, unnahbar findest... Geht es dir nicht andersrum auch so?

00:29:30: Wenn Menschen dich treffen und wissen wer du bist, dass sie sich ähnlich verhalten?

00:29:37: Ja genau, wahrscheinlich haben die gleiche Projektion, die ich hatte.

00:29:40: Und wahrscheinlich liegt es deswegen eher an mir in dem Moment als an ihm.

00:29:46: Ich glaube, das ist natürlich irgendwie immer mit sich bringt, dass Leute die dann auf mich zukommen auch irgendwie denn so dieses Delta diese Vertikalität wahrnehmen und das damit rein spielt.

00:30:00: Und ich das gar nicht möchte.

00:30:01: also wenn ich auf Konferenzen bin, ist es gar nicht irgendwie... Also ich möchte so nichts sein!

00:30:06: Ich möchte nicht unnahbar sein und trotzdem kann ich hinten nicht verhindern, dass ich so umfunden werde.

00:30:13: Ist aber auch mitten ein Grund warum ich das nicht mehr so mache eigentlich.

00:30:18: Ich habe mich sehr stark zurückgezogen von Konferenzen und mache wirklich immer nur noch, wenn ich wirklich immerhin gefallen schulde oder wenn es wirklich was ist das mir sehr am Herzen liegt dann mache ich das noch.

00:30:34: Und ansonsten bin ich eigentlich gar nicht mehr auf Konferenz- und Events unterwegs auch deswegen weil ich das Gefühl hab dass es selten zu wirklich menschlichen Kontakt kommt Und das liegt einfach viel an der Projektion, die andere haben, die ich habe.

00:30:55: An der Art der Begegnung und deswegen interessiert mich es einfach nicht mehr.

00:31:01: Ich will es auch gar nicht verdammen.

00:31:04: Es hat glaube ich immer noch einen großen Wert.

00:31:07: Ich hab das ja auch viel gemacht früher.

00:31:12: In L.A.

00:31:12: zum Beispiel diese Konferenz oder die Zeitgeist, also ich war ja... Ich bin früher viel auf diese Konverenzen gegangen wo es immer sehr berühmte Leute gab, die Speaker waren und ich finde das heute nicht mehr spannend.

00:31:29: Also ein sehr guter Freund von mir hat mich letzte Woche Wollte mich auf die TED-Konferenz einladen.

00:31:37: Die findet ja einmal mehr statt und ich war mal auch sehr, sehr großer Fan von TED Talks früher.

00:31:45: Also finde ich immer noch gut.

00:31:46: Ich interessiere mich halt nicht mehr so sehr aber grundsätzlich würde ich dir schon gut.

00:31:50: Aber da würden wir keine zehn Fälle hinbekommen.

00:31:53: gerade also das kannst du mir schenken und den Flug schenke usw.

00:31:58: Und ich würde es einfach nicht mehr machen.

00:32:00: tatsächlich

00:32:01: Würdest du sagen, das ist der Preis des Erfolgs?

00:32:05: Also dass man Schwierigkeiten hat wirklich Echte zwischen menschliche Beziehungen aufzubauen.

00:32:20: Ich habe in den letzten Jahren deutlich intensivere zwischenmenschlichen Beziehung aufgebaut als ich sie hier aufgebaut hab und es könnte man sagen jetzt bin ich auch nicht mehr so erfolgreich.

00:32:30: aber ich glaube daran hat's gar nicht gelegen.

00:32:37: Ich glaube, dass es schon an mir selber liegt.

00:32:41: Wenn wir uns in diese Rollen begeben, dann wird das schwer.

00:32:47: Also wenn ich mich in die Rolle begebe... ...ich bin derjenige, der euch was zu erzählen hat.

00:32:54: Weil es so wahnsinnig wichtig ist, was ich zu erzählern habe und so.

00:32:58: Und wenn ich sich in diese Rolle behebe, baue ich Distanz auf und werde die Qualität auf!

00:33:04: Und in dem Moment, wo ich mich in die Rolle des Zuhörers begebe, der irgendwie zuhört und sagt so ... Ich finde diese Person ganz toll.

00:33:14: Und ich höre da jetzt unglaublich zu.

00:33:15: In diesem Moment baue ich auch eine Wertekalität auf.

00:33:20: Das heißt ja nicht, dass es nicht was Gutes herauskommen kann.

00:33:23: Aber im seltensten Fällen glaube ich eine Verbindung.

00:33:27: weil es immer Projektion ist.

00:33:30: Also beides ist Projektion, also sowohl das ich kann dir was erzählen als auch du kannst mir etwas erzählen bis am Ende eine Projektion und ich glaube dass dazu führt, dass Verbindung eher schwindet.

00:33:42: Ich glaube Verbindung baut sich dann auf wenn ich diese Distanz, also wenn ich die Vertikalität nicht habe, wenn ich auf Augenhöhe mit ihr mache kommuniziere Wenn wir uns austauschen, wenn wir unsere Geschichten erzählen Und nicht das Gefühl haben, dass der eine was erzählen kann und der andere zuhören sollte.

00:34:03: Sondern dass wir gemeinsam Geschichten erzählen.

00:34:06: ich glaube in dem Moment Kann auch wirkliche Verbindungen entstehen und Ich würde sagen ich habe jetzt wirklich ich bin eigentlich immer besser geworden glaub ich verbindung meinem Leben aufzubauen.

00:34:16: also ich glaube es war früher viel schwieriger als heute und Genau kann es wahrscheinlich nicht, wenn ich auf eine Rolle begrenzt und reduziert werde oder wenn ich auch Rollen reduziere.

00:34:32: Ja das kann ich total nachempfinden.

00:34:34: also ich habe das auch so ein bisschen erlebt natürlich in sehr viel kleinerem Ausmaß aber im Bitcoin Space kennt man mich ein bisschen oder wenn Ich auf Konferenzen bin dann kann's schon mal sein dass sich das sehr lange dauert bis ich auf die Toilette komme weil mich Menschen ansprechen oder teilweise auch Fotos machen wollen.

00:34:54: Ich hab mich dann auch gefragt, wie ich das denn schaffe trotzdem in Kontakt zu kommen.

00:34:57: Weil das ist eigentlich für mich immer das Wichtigste gewesen auf Bitcoin Meetups und Veranstaltungen diese zwischenmenschliche Ebene zu haben Und ich habe das dann glaube ich doch trotzdem ganz gut hinbekommen indem ich Das umgedreht hat und dann Fragen gestellt habe die andere Person und dann vielmehr ein Dialog entstanden ist.

00:35:17: Ja ich habe auch im Podcast mit dir gesehen und es war der Grund warum ich dich unbedingt einladen wollte, weil ich sehr viele Fragen hatte.

00:35:25: Nachdem ich diesen Podcast gesehen habe... Ich werde ihn auch verlinken in der Videobeschreibung.

00:35:30: Es geht doch mal einen Interview bei HUGE CONVERSATIONS!

00:35:34: Ich glaube er ist gar nicht mehr aktiv der Kanal aber das Interview gibt es noch.

00:35:38: und da hast du auch darüber gesprochen dass Trivago kurz vor der Insolvenz war.

00:35:44: Gab es denn auch mal Phasen in deinem Leben wo du gedacht hast ich geb auf?

00:35:53: Also ich glaube, nicht mit so einer Dramatik von Ich gebe auf.

00:36:04: Das hat ja schon was sehr Fundamentales.

00:36:08: Aber schon Momente, die mich gefragt haben, wie geht es weiter?

00:36:18: Was müssen wir jetzt eigentlich tun damit Irgendwider wieder rauskommen?

00:36:22: oder was muss ich persönlich tun?

00:36:24: Was mache ich mit meinem Leben?

00:36:25: und so klar.

00:36:26: Und auch nicht zu knapp, da gab es viele Momente.

00:36:32: Bei Trivago gab's auf jeden Fall einige Momente die sehr schwierig waren.

00:36:38: Wo man vielleicht auch im Anfang wirklich wusste wie gehts jetzt weiter.

00:36:44: Das war sicherlich.

00:36:45: am Anfang gab's Momente Auch der möglichen Insolvenz, da gab es dann Situationen wo man sagt okay wir haben jetzt hier... Fünfzehn Mitarbeiter wahrscheinlich damals oder so.

00:36:59: Die kosten auch irgendwie Geld die müssen bezahlt werden.

00:37:03: und wenn wir jetzt irgendwie so weitermachen dann wissen wir ok wir haben noch vier fünf Monate Und in fünf Monaten müssen wir abwickeln, weil wir werden wahrscheinlich jetzt auf dem aktuellen Traction keine Finanzierungsrunde mehr bekommen.

00:37:18: Wir werden kein Geld mehr bekommen und wenn das so weitergeht dann werden wir da enden.

00:37:23: also müssen wir spätestens in zwei drei Monaten beschäftigen auch Leute zu entlassen oder es langsam einzuleiten.

00:37:35: Und genau, so eine Situation hat es gegeben.

00:37:41: Ich fand diese Situation meistens und die gab's mehrmals in meinem Leben auch... ...ich fand die meistens rückblickend auch einen guten Moment für Kreativität.

00:37:56: Also ich glaube so ist halt so ein bisschen wie so ein Reset, okay jetzt müssen wir nochmal ganz neu nachdenken.

00:38:02: Jetzt lass mal irgendwie alles das was wir vielleicht vorher irgendwie gedacht haben irgendwie nicht veränderbar ist.

00:38:09: Wenn das veränderbare ist, was machen wir dann jetzt?

00:38:14: Und es hat auch eine große Freiheit.

00:38:17: also Dinge die man vorher für nicht veranderbar hielt in Frage zu stellen hat etwas von einer großen Freiheit und ich glaube dass war oft quell der Inspiration.

00:38:27: Also ich glaube ohne diese Krise hätten wir uns damals... Wir haben uns damals in dieser Krise hingesetzt zu die grundlegende, fundamentale, strategische Richtung von Trivago festgelegt.

00:38:41: Weil wir aus der Situation jetzt wirklich uns eingestehen, was können wir nicht?

00:38:51: Was sollen die Zukunft gehen?

00:38:55: Was muss auf der Strecke bleiben und... Und das war aber fundamental, wenn wir uns damals nicht in dieser Situation, in dieser Situation der Kontraktion.

00:39:06: Wenn wir uns daken, wie die nicht gehabt hätten und es sich sehr gut fokussiert hätten.

00:39:10: also ich glaube nicht dass wir je so erfolgreich geworden werden.

00:39:13: Wir mussten uns damals fokusieren.

00:39:15: Wir musten damals irgendwie Dinge abschneiden, die uns sehr lieb waren und es hat dazu geführt, dass wir daraus wieder viel besser wachsen konnten.

00:39:22: Das ist auch das was ich versuche heute selber.

00:39:25: Ich bin ja Mentor für viele Unternehmerinnen und Unternehmer und bin ein Investor in vielen Unternehmen.

00:39:33: Und ich hatte das Letztes noch, wo ein Unternehmen zu mir kam und meinte so ist es jetzt vorbei weil wir jetzt praktisch, wir mussten jetzt ganz viele Leute entlassen.

00:39:41: Wir sind jetzt nur noch weniger als halb so groß wie vorher und dann kommt man natürlich mit ganz viel Selbstzweifel in dem Moment.

00:39:50: Ich habe gesagt ja du bist doch super!

00:39:53: Das ist doch super, dass du jetzt irgendwie hast wieder Fokus und jetzt weißt du wieder was du wirklich machen willst.

00:40:02: Ja ihr seid jetzt halb so groß aber ihr könnt euch finanzieren, ihr seid irgendwie unabhängig und aus der Situation könnt ihr jetzt wieder wachsen und jetzt wisst ihr irgendwie sehr viel besser, was ihr wollten oder nicht wollt.

00:40:13: Also ich glaube diese Phasen von dieser Bewegung, das man wieder kontaktiert und auch möglich ist, das ist total gesund finde Also, dass du immer diese pulsierende Bewegung hast.

00:40:25: Das Business kann größer werden und muss auch mal wieder schrumpfen können!

00:40:30: Und ich glaube das der größte Threat ist wenn Organisationen nicht schrupfen können.

00:40:37: Wenn sie einfach mit Gewalt irgendwie auf einer gewissen Größe festgenagelt werden weil dann kollabieren sie irgendwann komplett.

00:40:46: aber wenn Sie mal kleiner werden können dann zeigen sie eigentlich irgendwie, dass sie irgendwie... Also das ist irgendwie Lebendigkeit.

00:40:56: Die können auch wieder ruhig kleiner werden und dichter.

00:41:00: Ja deine These finde ich extrem spannend weil ich habe eine Zeit lang bei einem großen Konzern gearbeitet einer Versicherung in München Und die schüttet eine Dividende aus und das ist aus meiner Sicht genau so ein Unternehmen Das nicht schrumpfen kann weil es nicht schrunken darf.

00:41:21: Ich habe eine sehr, sehr leidige Erfahrung gemacht.

00:41:24: Also es war in meiner Zeit als Angestellte die schlimmste schlechteste Erfahrung, die ich gemacht hab im Leben deswegen sehr prägend und ich habe irgendwann verstanden... ...ich saß in diesem Bürogebäuden und habe verstanden okay, die wichtigste KPI in diesem Unternehmen ist die Dividende!

00:41:45: Und alles andere wird dem untergeordnet.

00:41:49: Und deswegen, unter anderem deswegen laufen die Dinge so wie sie laufen und ich hatte so ein extremes Gefühl der Entmenschlichung.

00:41:59: Ich habe das Gefühl oder ich hab darüber nachgedacht wie es sein kann dass wir Menschen uns solche Arbeitsumgebungen erschaffen und mitmachen obwohl die meisten, ich würde behaupten, neunzig Prozent sind unglücklich in diesen Umgebungen.

00:42:18: Wie kann das sein?

00:42:23: Also ich habe eine These, aber das hat ganz viel mit auch mit Glaubens zu tun.

00:42:28: Also ich hab' ne Tese und die Tese ist es... Das ist die Art und Weise.

00:42:33: also unsere Kapitalmärkte sind nicht menschlich.

00:42:40: Das sind Systeme.

00:42:43: Da sind Individuen dahinter, aber letztendlich gibt's da irgendwie sehr klare Mechanismen.

00:42:49: so Und du hast bei einem Unternehmen gearbeitet, wenn sie Dividende gezeigt haben die Teil des Kapitalmarktes sind.

00:42:58: Und der funktioniert halt auf eine gewisse Art und Weise.

00:43:04: Das ist einfach wahnsinnig schwer sich als Unternehmen gegen diese Mechanismen zu stellen.

00:43:12: Man wird im Endeffekt auch von diesen Mechanismens aufgefressen.

00:43:20: Also einen Grund, warum ich ja Bracespace mitgegründet habe war... ...dass ich diese Diskrepanz gesehen hab.

00:43:25: Dass ich gesehen hab das Unternehmen eigentlich nicht wirklich effektiv geführt werden.

00:43:35: Also dass die wirklich Wertschöpfung geführt wird und dass ich gemerkt hab okay sobald du eigentlich und das habe ich ja selber gemerkt am Kapitalwagt bist geht es viel weniger um Wertschäpfung sondern es geht viel mehr um Abschöpfungen.

00:43:47: also es geht eigentlich darum den den Aktionären letztendlich das zu liefern, was sie gerne sehen wollen in dem Moment.

00:43:57: Und die sind halt sehr stark darauf fokussiert, was sind denn deine Umsatzzahlen?

00:44:02: Was sind deine Quartalzahlen und so weiter?

00:44:04: Das ist das, was die Analysten schauen!

00:44:11: Die simplifizieren unter dem Leben natürlich auch sehr stark weil die haben gar nicht die Möglichkeit extrem komplexe Zusammenhänge im Detail zu erkennen.

00:44:21: Das heißt, du fängst an ein sehr komplexes Gebilde wie wahrscheinlich auch der Versicherungskonzern den Du Teil warst irgendwie immer auf immer einfache KPI zu bringen.

00:44:34: Und am Ende ist diese einfache KPI für euch Dividende.

00:44:37: Das ist der Umsatz oder Gewinn und bei euch war es Dividend.

00:44:47: Und das in Menschlicht!

00:44:48: Denn die Dividende ist einfach nicht holistisch.

00:44:51: Die Dividend hat keine Vielfalt, die hat keine Vergangenheit und keine Zukunft sondern die Divedende wird jetzt ausgeschüttet und muss halt irgendwie stabil ausgeschüttert werden.

00:45:05: Und ich glaube dass aber Wertschöpfung eigentlich in viel komplexeren Umgebungen passiert.

00:45:12: Also Wertschüpfung ist was sehr Komplexes.

00:45:14: also echte Wertschüpfung Und echte Wertschöpfung passiert halt über einen langen Zeithorizont und bei echter Wertschüpfung kommen dann auch über ein langer Zeitraum auf eine möglichst hohe Dividende zurück.

00:45:27: Aber der CEO, der heute praktisch dieses Versicherungsunternehmen dem vorsteht, ja?

00:45:39: Der ist halt nicht daran so wahnsinnig dran interessiert was die Dividend in zwanzig Jahren ist oder zehn Jahre.

00:45:48: Und das ist die Problematik, also es erfolgt eigentlich eine Entleerung.

00:45:54: Wir bauen tolle Organisationen, die wurden mit ganz viel Purpose und mit ganz vielen Reichtum geschaffen.

00:46:06: Das glaube ich auch.

00:46:06: Also auch dein Unternehmen dort in dem du gearbeitet hast wurde mal geschafft von einem Gründer mit einem ganz großen Anspruch Vielleicht sogar auch Menschen zu helfen und ein tolles Unternehmen zu bauen.

00:46:22: Und ich glaube, dass es einfach über diesen Kapitalmarkt halt immer, solange du am Kapitalmark bist, halt das ist immer mehr entkernt wird und menschlich wird.

00:46:33: ja also Du kannst so ein anderes Beispiel.

00:46:35: was aber eine ähnliche Richtung geht.

00:46:37: eigentlich wenn du dir diese Geschichte von Boeing anschaust sagst okay Boeing eigentlich Einfach so der Pinnacle eigentlich, der Ingenieur Kunst.

00:46:49: Dein Enziertel irgendwie die besten Leute immer geheiert, irgendwie die Besten Ingenieure haben diese Flugzeuge gebaut und waren unglaublich erfolgreich und haben ein... So eine Unternehmen über viele, viele Jahrzehnte zu dem ja eigentlich fast globalen Markt Führer und aber auch ja fast so Munipulisten gemacht in der Spitze.

00:47:18: Und man denkt so, naja gut okay da ist so viel Reichtum an Ideen in diesem Unternehmen.

00:47:25: Und irgendwann hat man dann mal angefangen und hat auf Shareholder Value optimiert also shareholder value kurzfristigen.

00:47:31: ich sage also so langfristiger shareholder Value ist ja super aber kurzfristige shareholdervalue optimiert Und hat als versucht, möglichst viel auszuschütten und möglichst gute Gewinne zu zeigen.

00:47:45: Und dann natürlich immer wieder noch mehr gewinnen, noch mehr Gewinnen, nochmal Gewinnen zeigen wollte... ...und hat das über zehn Jahre gemacht und der Aktienkurs ist explodiert in dieser Zeit!

00:47:57: Aber was auch passiert ist, dass das Unternehmen komplett enthüllt wurde.

00:48:03: Es gab halt keine Innovationen mehr Es gab halt keine Menschen mehr, die dort sein wollten.

00:48:08: Keine Menschen, die sich dafür das Unternehmen begeistert haben und auch keinen Engagement mehr wirklich gute Produkte abzuliefern.

00:48:15: Dann kannst du es über einen gewissen Zeitraum halten!

00:48:19: Und der Markt merkt es nicht.

00:48:21: Das Unternehmen steigt, die Bewertung steigt

00:48:23: usw.,

00:48:24: aber das Unternehmen wird enthüllt.

00:48:26: Das wird auch entmenschlicht.

00:48:27: Also ich wette auch dass die Leute bei Boeing in dieser Zeit gearbeitet haben dein Gefühl sehr gut teilen würden.

00:48:34: Die würden, glaube ich auch sein.

00:48:35: früher ging es ja noch darum richtig gute Flugzeuge zu bauen.

00:48:40: Und inzwischen geht's hier nicht mehr um die Leute, die gute Flugzeuge bauen und das ist leider was nicht irgendwie jetzt auf ein oder zwei Unternehmen begrenzt ist sondern das ist eine sehr, sehr fundamentale Entwicklung, die der System immer nennt bei uns.

00:48:58: Ja, ich nehme das eigentlich bei allen Menschen wahr die im Konzern arbeiten, alle erzählen mir das Gleiche.

00:49:04: Und jedes Mal frage ich mich wie kann es dann sein dass es trotzdem noch so ist?

00:49:07: erstens und immer noch so viele Menschen dort arbeiten obwohl sie ja selbst merken da stimmt was nicht?

00:49:14: Also das liegt natürlich daran dass das in irgendwann funktioniert hat natürlich über.

00:49:18: also diese Firmen haben ja auch wenn sie enthüllt sind immer noch eine lange Zeit natürlich ein Druf.

00:49:24: also das heißt Leute sagen ach guck mal ich kann aber auch hier und hier arbeiten und ist doch super.

00:49:29: Das heißt, die haben irgendwie eine Marke, die noch existiert über einen längeren Zeitraum.

00:49:35: Die arbeiten natürlich dann immer mehr mit Kompensation, das heißt sie bezahlen einfach ziemlich gut und du hast halt Systeme, die einmal aufgebaut werden in so Wertschöpfungen.

00:49:49: Was die wenigsten verschähen, Wertschöffung zieht sich über den viel längeren als man das so denkt.

00:49:55: Also teilweise wurden diese Firmen, also der große Boom in Deutschland, wo die größten, glaube ich alle, wie über sechzig Prozent, siebzig Prozent der DAX-Konzerne, waren irgendwann Ende des neunzehnten Jahrhunderts gegründet.

00:50:14: Gibt es eine Zeitschiene von zwanzig Jahren?

00:50:16: Da wurden fast alle gekründet!

00:50:19: Das trägt bis heute!

00:50:21: Diese Wertschöpfung von damals... Damals gab es ja Wertschöpfung und vielleicht auch noch fünfzig Jahre danach.

00:50:28: Und diese Wertschöffung trägt.

00:50:30: aber bis heute, also auch wenn es da immer mehr Entleerungen gibt, trägt diese alte Wertschöhfung noch.

00:50:36: Aber irgendwann hört's halt auf das merkst du jetzt in die Automobilindustrie oder so.

00:50:39: Irgendwann, wenn dann keine Innovationen mehr kommt, wenn man nicht in der Lage ist irgendwie wirklich mit der Zeit zu gehen.

00:50:46: Also ich habe letztens noch gehört Infineon von jemandem.

00:50:50: Also Infineons war tatsächlich in den neunzigern irgendwie noch auf dem Weltmarkt wirklich On-Eye Level, also mit den Amerikanern was der Halbleiterproduktion angeht.

00:51:02: Inzwischen produziert Infinion Halbleite die sind zehnmal so groß wie das aktuelle Cutting Edge.

00:51:10: Das heißt mal zehn in der Entwicklung und Innovation in den letzten irgendwie dreißig Jahren ja?

00:51:16: Also... Und haben halt gar keine Möglichkeit mehr irgendwie wirklich kompetitiv zu sein.

00:51:21: Die haben halt eine lange Zeit ja irgendwie für die Automobilindustrie irgendwie produziert.

00:51:25: Aber genau, also das zeigt dir einfach wenn du nicht wirklich kontinuierlich eigentlich in dieser Innovationsdynamik bleibst dann passiert diese Entleerungsprozesse und ich glaube dass Kapitalmärkte da einen ganz ganz großen Beitrag leisten.

00:51:46: und es passiert aber auch.

00:51:47: Kapitalmarkte gibt's ja nicht nur an der Börse sondern theoretisch.

00:51:51: Segment von Private Equity funktioniert ganz genauso.

00:51:56: Da gibt es auch eine Abschöpfungsrunde nach der nächsten.

00:51:59: Also ein Private Equity Unternehmen kauft irgendwie ein privates Unternehmen, dann werden erstmal die Hälfte der Mitarbeiter entlassen und da denkt man wow wir sind ja wahnsinnig viel effektiver!

00:52:11: Wir können mit der Hälfe der Mitarbeiter genau das schaffen was sie vorher geschafft haben.

00:52:16: Das denkt man für drei Jahre, dann merkt man dass die Zahlen nach unten gehen.

00:52:20: Dann kippt man es demnächst von Hof und der muss dann gucken, wie er mit klar kommt.

00:52:24: Und reduziert ja nochmal die Hälfte der Mitarbeiter und denkt wieder das ist wahnsinnig effektiver.

00:52:32: Das ist leider bis man irgendwann feststellt, dass man ganz am Anfang Leute entlassen hat, die eigentlich dafür da waren... Genau diese Innovation vielleicht zu treiben oder irgendwie Menschen zusammenzubringen.

00:52:44: Oder also die eigentlich... Also, die zuerst gefeuert werden sind die eigentlich für die langfristigen Effekte in Unternehmen verantwortlich sind.

00:52:53: Weil sie sehen ja so aus als würden Sie keinen Mehrwert schaffen.

00:52:58: Das heißt nicht jeder der so aussieht, als würde er kein Mehrwert schafft auch langfristige Effekten.

00:53:03: aber ganz viele von denen schaffen auch ganz langfristig Effekt Und genau.

00:53:09: Die werden natürlich zuerst gekattet und dann wundert man sich, dass nach fünf, zehn Jahren halt nichts mehr übrig ist vor dem Unternehmen.

00:53:15: Wir

00:53:16: müssen unbedingt über Geld- und Kapital sprechen.

00:53:18: aber bevor wir in dieses Thema einsteigen eine letzte Frage zum Thema Konzerne beziehungsweise Börsenutierte Unternehmen wie löst du denn dieses Problem mit Trivago?

00:53:30: Weil Du bist ja noch im Vorstand von Trivango

00:53:35: Ich bin nicht im Aussichtsrat Genau.

00:53:42: Ich muss sagen, dass wir gerade ein Team haben, also ein Management-Team haben das das wirklich extrem gut macht und dem wir glaube ich aber auch sehr gut die den Rücken frei halten.

00:53:55: Das Gute ist, dass es bei Trivago immer noch zwei große Anteilseigner ist, das ist irgendwie Expedia und das bin ich Und ansonsten gibt's halt einen relativ kleinen Freefloat.

00:54:10: Und das Gute ist auch, dass wir uns gerade in den letzten Jahren nicht mehr von dem Märkten abhängig machen und wir auch nicht mehr so ein großes Interesse dran haben wo jetzt gerade der Aktienkurs ist.

00:54:22: Also ich will meine Aktien nicht verkaufen, Expedia will die Aktie nicht verkauen und deswegen ist es doch grade nicht so wichtig wo der Aktient Kurs ist sondern uns ist wichtig irgendwie eine nachhaltiges Unternehmen aufzubauen.

00:54:34: Das war vorher ein bisschen anders da gab's mal ne Phase oder war das anders aber inzwischen ist das wieder so Und das ist wirklich auch krass zu sehen.

00:54:43: Also wenn dann irgendwie auch ein Management-Team die Freiheit hat, diese Entscheidung zu treffen und gleichzeitig auch die innere Reife hat, also auch Entscheidungen zu treffen, die sehr langfristig sind, dann ist es sehr beeindruckend.

00:54:59: Ich finde das sehr beeindruckend!

00:55:03: über eine längere Zeit jetzt die letzten drei Jahre wirklich intensiv in Marke investiert, in Menschen investiert und Produkt investiert.

00:55:11: Und jetzt sieht man es.

00:55:12: aber wir sind auch durch einen Teil der Tränen gegangen also der Thürsenkurs war noch wieder noch mehr eingestört Die Gewinne sind eingestürzt und so und dann aber irgendwie den Mut zu haben zu sagen egal ja auf wenn das so ist Wir sind auch dem richtigen Weg Wir investieren langfristig.

00:55:34: Das passiert aber auch nur in ganz, ganz speziellen Situationen und das haben wir jetzt gerade hinbekommen, ob wir das langfristigen bekommen ist noch die große Frage.

00:55:45: Aber das kann wirklich nur in besonderen Situationen passieren.

00:55:49: Und glaubst du es ist ausgeschlossen dass so etwas in einem Konzern eine Dividendezeit passiert?

00:55:56: Ich glaube, ich glaube, Die meisten Konzerne, die es dividenden zahlen sind wahrscheinlich größtenteils in Streubesitz.

00:56:04: Also das heißt sie sind größtentals verteilt und wenn das in Streube sitzt ist hast du in der Regel nicht jemand der wirklich den Mut hat das daneben umzutrempeln.

00:56:24: Ja also du müsstest ja den niemandem haben der wirklich sagt so naja gut okay Mir ist es egal, dass ich jetzt mal für die nächsten vier-fünf Jahre negative Ergebnisse zeige.

00:56:35: Weil ich investiere wirklich in Innovationen und auch wenn der Börsenkurs in das keiner erkennt... weil das ist so!

00:56:42: Das Problem ist, sagt man ja, die Börse wird das erkennen?

00:56:45: Nein, das ist Quatsch!

00:56:46: Die Börser kennt das nicht.

00:56:49: Also die Böse erkennt das nur, wenn du ihr denn wirklich genau diese Kennzahlen gibst, die die Bösse dann noch versteht.

00:56:57: Aber wenn du wirklich in Menschen investierst, in Innovationen investierest auf einmal und so weiter.

00:57:03: Das ist wahnsinnig schwer der Böse begreiflich zu machen.

00:57:06: Also diese... Und dann musst du halt jemandem haben, der sagt okay ich sitze jetzt hier für die nächsten zehn Jahre, weil wenn es die nächsten fünf Jahre den Bach runtergeht mit dem Börsenkurs zumindest, dann halte ich das aus!

00:57:22: Und ihr alle mit mir halten das zusammen aus Hier der Aufsichtsrad, die alle, wir halten das jetzt hier zusammen aus.

00:57:29: Und das passiert nicht!

00:57:30: Das ist halt das Problem mit Automobilindustrie oder großen innovativen Veränderungen.

00:57:37: Wenn du jetzt was hast wie Elektrobobilität, die ja wirklich noch keiner so richtig gut hinbekommen hat.

00:57:42: Sobald ich sagen kann dass wir uns da irgendwie mit Ruhm bekleckert hätten in Deutschland.

00:57:51: Das wäre halt notwendig gewesen.

00:57:52: Weißt Du?

00:57:54: Es wäre halt notwendig gewesen, dass jemand sagt ich nehme jetzt hier diese ganzen Gewinne und ich packte jetzt in eine neue innovative Idee.

00:58:05: Und weil ich weiß das es wahrscheinlich kein anderen Weg geben wird.

00:58:11: uns hat sich aber so lange niemand getraut bis eigentlich so richtig schlecht lief und dann ist es natürlich zu spät.

00:58:19: Ja, ich hoffe nicht.

00:58:20: Ich hoffe immer noch das nicht weil wir hängen ja in Deutschland irgendwie am Tropf der Automobilindustrie aber wahrscheinlich zu spät, für viele zu späht jetzt und das geht halt nur dann wenn... Das zeigt meiner Magen nach wie ineffizient tatsächlich Kapitalmärkte auch sein können dass man sagt Kapital-Märkte sind immer effizient.

00:58:44: also ich glaube auf jeden Fall schnell sich verändern Umgebung mit hoher Komplexität.

00:58:53: Es ist leider das Problem, dass wir gerade in einem sehr... sich immer schneller werdenden Umfeld oder veränderten Umfeld unterwegs sind.

00:59:00: also wir haben einfach immer kürzere Innovationszyklen und die Welt wird immer komplexer und die Wertschöpfungszusammenhänge werden immer komplexer und da müssen wir uns langsam mal drüber unterhalten ob die aktuellen Mechanismen dafür wirklich die besten sind.

00:59:21: Weil du an dieser Stelle noch dabei bist, sind Bitcoin und die großen Fragen wahrscheinlich genau dein Thema!

00:59:27: Und wenn dir solche Gespräche gefallen dann freue ich mich über ein Like und ein Abo meines Kanals Hard Money.

00:59:33: Das ist für dich komplett kostenlos hilft meiner Arbeit aber sehr Und du verpasst keine neue Folge.

00:59:39: Falls Du Hard Money darüber hinaus direkt unterstützen möchtest, dann lass auch gerne ein paar Satoshi da!

00:59:44: Lightning und Bitcoin-Adresse in der Videobeschreibung – ganz herzlichen Dank!

00:59:48: Wenn Du schon immer mal wissen wolltest was Bitcoin ist und warum Menschen auf der ganzen Welt Bitcoin nutzen, dann hör' gern in meinen anfängerfreundlichem Podcast Bitcoin-Kurz erklärt rein.

00:59:58: Jede Folge dauert maximal einundzwanzig Minuten und du brauchst keinerlei Vorkenntnisse.

01:00:02: Ist natürlich kostenlos und du findest ihn überall wo es Podcast gibt.

01:00:06: Jetzt zurück zur Folge.

01:00:07: Ja, das ist ein super Stichwort!

01:00:09: Lass uns über Geld sprechen bevor wir zu Kapitalmärkten kommen.

01:00:14: Wie ist dein Verhältnis zu Geld?

01:00:17: Weil du hast ja mit großem Summen handiert... Ich habe jetzt in der Mechuge Conversations Podcast gehört halbe Milliarde Budget allein für Google Ads und dann der Börsengang.

01:00:26: Dann bist du auch persönlich zur Wohlstand gekommen.

01:00:30: was hat sich über die Zeit verändert bei dir?

01:00:35: Ich habe relativ schnell, glaube ich eine relativ distanzierte Einstellung zu Geld bekommen.

01:00:43: Zumindest zu dem Geld mit dem ich in so einem Unternehmen operiere.

01:00:47: Das stimmt!

01:00:48: Also ich muss dir vorstellen, mein Papa in der Gastwirtschaft ging schon darum.

01:00:56: Da wurde halt abends immer irgendwie das Geld gezählt und wenn drei Euro zu wenig in der Kasse waren oder so dann wurden noch relativ lange gesucht bis die drei Euro irgendwo gefunden wurden.

01:01:07: also da gab es jetzt kein distanziertes Verhältnis zu gelten.

01:01:11: Das war schon... Geld war schon irgendwie immer präsent Und hatte auch im Kleinen immer einen Wert.

01:01:21: Das hattest du mich auf der privaten Ebeneben auch immer noch.

01:01:24: Und gleichzeitig musste ich dann relativ schnell lernen, auf dieser geschäftlichen Ebene mit diesem großen Summen zu operieren und mich von dem individuellen Wert auch zu lösen.

01:01:37: Also ich habe nicht das gleiche Verhältnis dazu den Wert gehabt.

01:01:42: Wenn ich irgendwie eine halbe Milliarde Google-Budget und im Jahr... das mit natürlich genauso angeschaut.

01:01:49: Sondern für mich war es irgendwie, wo das auf einmal eine von dem von der Wert, von dem was man damit tun kann entleerte Größe.

01:02:00: Ich glaube auch dass das so in gewissen Maße irgendwie wichtig ist um gute Entscheidungen treffen zu können weil dann geht's halt einfach am Ende noch.

01:02:07: darum Ist das jetzt irgendwie... Na?

01:02:10: Ist das eine gute Entscheidung?

01:02:13: Hat das einen hohen positiven Erwartungswert oder hat das einen negativen Erwartungswert?

01:02:18: Und genau und für mich ist ganz spannend eigentlich, weil jetzt habe ich natürlich auch relativ viele Ressourcen auf der privaten Ebene.

01:02:30: Und das ist wahrscheinlich, hab' ich da immer noch so ein Zwiegespaltenes-Verhältnis?

01:02:34: Also es ist doch ganz schwierig zu sagen also ich find's dann irgendwie schon... Ich frag mich denn schon irgendwie muss ich jetzt in einer Wohnung irgendwie leben die irgendwie zweieinhalb Tausend Euro Miete kostet oder so.

01:02:51: Ja, also ist das jetzt... Da denke ich schon darüber nach.

01:02:58: Und gleichzeitig mache ich dann mal wieder hier und da und so was wenn ich investiere in Startups irgendwie ein paar Millionen im Jahr.

01:03:12: Wo ich auch nicht weiß ob da jemals wieder etwas zurückkommt.

01:03:16: So, weißt du?

01:03:18: Beides habe ich aber!

01:03:22: Also ich hab sowohl auf der einen Seite irgendwie frag' ich mich dann schon, ob ich bestimmte Ausgaben machen muss oder ob jetzt keine Ahnung.

01:03:32: Ob ich das teure Steak esse?

01:03:35: Gestern war ich essen mit meiner Familie im Steakhouse und gab's so Wagyu und habe mich schon gefragt, ob wir jetzt zweihundert oder dreihundert Gramm nehmen.

01:03:46: Nein wirklich!

01:03:49: Das mache ich immer noch.

01:03:51: Also das ist jetzt auch, ich bin noch nicht geizig.

01:03:54: Ich glaube schon großzügig mit dem Geld aber es ist jetzt so, dass es im Kleinen wer viel Wert hat und im Großen ich trotzdem irgendwie sehr unabhängige Entscheidungen davon treffen kann.

01:04:07: Ja

01:04:08: ja ich finde das spannend weil ich habe Bitcoin Space Menschen kennengelernt die finanziell unabhängig geworden sind durch Bitcoin.

01:04:16: Das sind teilweise ganz wertschätzend gemeint sagen, das sind dann IT-Nerds oder so.

01:04:23: Und die kommen halt immer noch im Konferenzt-T-Shirt zur Konferenz und gucken dann ja genau wie du sagst ob sie jetzt zweihundert oder dreihundert Gramm nehmen sollen.

01:04:34: Das finde ich schon erstaunlich weil man das als jemand der diesen Status noch nicht erreicht hat sich gar nicht so wirklich vorstellen kann.

01:04:43: aber hast Du Dir mal die Frage gestellt was Geld ist?

01:04:49: Ist sie mal in deinem Kopf geschwebt?

01:04:53: Also tatsächlich

01:04:54: auch,

01:04:55: als ich mich mit Bitcoin auseinandergesetzt habe.

01:04:57: Da ist zum ersten Mal auf dieser Geld-Betriebe für mich irgendwie so ein bisschen in den Fokus gerückt, weil ich irgendwie Bitcoin besser verstehen wollte und dann irgendwie... Ich hab noch nie einen Buch über Geld gelesen Aber ich würde schon sagen, dass ich mir über Geld und die Geld irgendwie funktioniert Gedanken gemacht habe.

01:05:21: Du hast huge conversations podcast eine Story erzählt, die mich total begeistert zurückgelassen hat.

01:05:31: Die würde ich gerne ein bisschen besser verstehen.

01:05:34: Und zwar meintest du, dass du auf einem Event warst, auf nem Google-Event und dort hat dir zum ersten Mal jemand erklärt was Bitcoin ist und zwar war das der Coinbase CEO persönlich.

01:05:45: Wie ist dieses Gespräch verlaufen?

01:05:47: Kannst du dich noch erinnern?

01:05:50: Also ich glaube es war viel kleiner als es jetzt so rüber kommt.

01:05:53: dann am Ende.

01:05:53: Aber es ist immer so Google lädt jedes Jahr einmal ein zu einem Event, wo es wirklich sehr spannende Persönlichkeiten zusammenbringt.

01:06:07: Auf der einen Seite wirklich so Vordenker, Wissenschaftler, Innovatoren, Autoren, Schauspieler usw.

01:06:14: und auf der anderen Seite Leute wie ich die nur reinkommen weil sie halt eine halbe Milliarde im Jahr bei Google ausgeben.

01:06:21: sonst würde ich da ja auch nicht eingeladen werden.

01:06:23: Und dabei war's noch ein bisschen weniger glaube ich aber gar nicht so viel weniger Genau, und dann wird man halt eingeladen.

01:06:33: Dann war ich da irgendwo in Phoenix, glaube ich.

01:06:41: Und es ist eine relativ kleine Runde.

01:06:45: Das heißt also eigentlich jeder neben dem man sitzt ist irgendwie spannend.

01:06:57: Es sind so... das sind so dreihundert bis fünfhundert Leute dran!

01:07:03: Und genau und dann halten halt natürlich viele die denn auch im Plenum sitzen, dann später Vorträge.

01:07:09: Genau das war jetzt so dass ich da neben jemand gesessen habe.

01:07:11: Das war ein junger Typ!

01:07:13: Ich bin mir gar nicht so...ich kann mich wirklich nicht mehr so genau daran erinnern.

01:07:19: Aber dann hab' ich halt so gefragt was der macht damals und es war, ich weiß es gar nicht, zwanzig vierzehn oder so fünfzehn?

01:07:24: Ich weiß es garnicht sowas in der Art ja.

01:07:27: Und dann hab ich so gefragt, was er macht.

01:07:31: hat er so ja Bitcoin und so weiter.

01:07:35: Und dann, ich kannte damals Bitcoin noch gar nicht so.

01:07:38: Vielleicht habe ich es mal gehört.

01:07:40: Aber ich hab da so ... Dann habe ich halt gefragt was ist denn Bitcoin?

01:07:45: War der aber super nett?

01:07:47: Hat mir das alles so erklärt oder was er macht?

01:07:49: Ich fand das alles ein bisschen abstrus damals und hab gedacht, das ist ja also meine Güte!

01:07:55: Was alles so gibt.

01:07:58: So war eigentlich, und es kam halt so die irgendwie jung und irgendwo dieses Ding was ich einfach nicht irgendwie verstanden hab.

01:08:07: Und dann hat er aber tatsächlich ist der denn irgendwann aufgestanden und hat den vor einen Vortrag gehalten?

01:08:13: Und dann dachte sie so okay als scheint ist das mehr als ich gedacht hätte.

01:08:19: Und so bin ich eigentlich, dass das meine erste Kontakt mit Bitcoin.

01:08:23: Das war glaube auch... Ich habe ja diese Konferenzen über längeren Zeitraum mitgemacht und zum ersten Mal ist Bitcoin als Thema aufgetochtes Auf der Zeitgeistkonferenz.

01:08:39: Ja, also so bin ich da eigentlich.

01:08:40: So bin ich daran gekommen.

01:08:41: Aber das war jetzt kein... Wir haben jetzt nicht irgendwie ewig gesprochen oder wir haben halt irgendwie nebeneinander gesessen und uns über Bitcoin unterhalten.

01:08:51: Kannst du dich dran erinnern wie er Bitcoin erklärt hat?

01:08:54: Und was er für einen Vortrag gehalten hat?

01:08:56: Nee, kann ich tatsächlich wirklich nicht mehr!

01:09:00: Ich weiß dass ich den Vortragt nicht verstanden habe damals.

01:09:04: Also ich weiß, dass er mir das erklärt Und dass sich irgendwie noch ein Grundsätzlich, irgendwie ... Digitale Währungen und so weiter.

01:09:15: Klasische Schlagworte damals sind da hängen geblieben aber ich hab's nicht verstanden.

01:09:21: Ich hab es viel später verstanden auf der Konferenz nicht verstanden.

01:09:24: Ich habe glaub ich auch noch bestimmt zwei Mal Vorträge über Bitcoin nachgehört weil dann wurde das ja irgendwann... Also das war wirklich das erste mal.

01:09:32: das Aufgetauchte ist Mehrfach noch, natürlich größer Thema irgendwann später dann auf dieser Konferenz.

01:09:45: Und genau und ich habe es glaube ich viel später verstanden.

01:09:48: also ich musste glaube ich wirklich auch noch zwei drei Vorträge hören bis ich... also Blockchain natürlich das ganze Konzept natürlich aber dass sich das besser verstanden hat.

01:10:02: Was ist Bitcoin heute für dich?

01:10:03: Spielt es irgendwie eine Rolle in deinem Alltag als Unternehmer?

01:10:09: Es spielt für mich eine Rolle, weil ich Gott sei Dank immer noch früh genug auf den Zug ausgesprungen bin und fleißig Bitpoint gekauft habe.

01:10:23: Wahrscheinlich im Verhältnis dann immer noch ein bisschen früher war als viele anderen Und ist dann irgendwie auch vieles meiner anderen unternehmerischen Tätigkeiten Investitionen finanziert.

01:10:33: So, also... und war ich denn schon noch immer wieder ein bisschen was Abstoße und dann irgendwie aus anderen Bestmits mache?

01:10:45: Ansonsten habe ich das einmal gekauft und seitdem gehalten.

01:10:49: Also ich traite nicht!

01:10:55: Also ich hab's einmal gekauft, seitdem in kleinen Teilen verkaufe ich hier und da mal was.

01:11:02: Und siehst du Bitcoin dann eher als Investment?

01:11:05: Oder siehst Du auch eine relevante Komponente für die Gesellschaft gerade wenn es um das Thema Kapital geht oder die Frage wie Geld aussehen sollte?

01:11:17: Genau!

01:11:21: Es hat schon ein bisschen ideologische Komponenten für mich.

01:11:25: Also ich halte jetzt nicht irgendwie wahnsinnig viel Liquidität, sonst.

01:11:30: Für mich ist so Bitcoin schon auch eine Art von Liquidität tatsächlich und ansonsten halte ich tatsächlich relativ wenig Liquidität.

01:11:38: Ich halte relativ wenig Geld.

01:11:39: Ich habe relativ viel Geld im Firmen, in unterschiedlichsten Firmen.

01:11:43: Ich hab relativ wenig geld als Geld

01:11:46: irgendwo.

01:11:47: Das hat wahrscheinlich auch Gründe oder?

01:11:49: Kaufverlust

01:11:50: zum Beispiel.

01:11:51: Genau genau das sind natürlich Gründe Und ich finde als jemand, der sehr viel die Unzulänglichkeiten von Kapitalmärkten kennengelernt hat.

01:12:06: Ich habe jetzt noch nicht alle Stories ausgepackt.

01:12:09: also wenn du über Börsengänge sprichst und so das ist schon unglaublich eigentlich wie ineffizient das ist.

01:12:20: Das wirkt halt alles von außen professionell Analytisch und wenn man umso mehr das Thema reingeht, also diese Kapitalmärkte.

01:12:34: Umso mehr man das Thema rein geht merkt man halt irgendwie wie unglaublich naiv und professionell das ganze Thema eigentlich von ganz vielen beackert wird Und auch wie viele Gatekeepers da gibt die sich irgendwie die Taschen voll machen.

01:12:55: und so ist es also unglaublicher eigentlich

01:12:58: Während eines Börsengangs.

01:12:59: meinst du jetzt konkret?

01:13:00: Ja,

01:13:01: auch natürlich.

01:13:02: Ich finde das immer.

01:13:05: die spannendste Kenngröße für mich bei einem Börsegang ist ja... Das wo sich irgendwie immer viele mit Brüsten ist.

01:13:18: wie viel höher ist die Erstmutiz vom Bookbuilding.

01:13:22: Beim Börsengang funktioniert es ja immer so dass es ein Bookbuilding gibt.

01:13:25: Zudem gehen die Aktien an ersten shareholder.

01:13:31: Und dann tagt man an zu handeln und dann gibt es eine erste notiz.

01:13:37: Und davon profitiert auch von der erst profitiert das Unternehmen gar nicht mehr, weil das Unternehmen gibt ja praktisch vorher seine Anteile ab beim buchbilden an die an die investoren und dann wird getradet.

01:13:51: und dann praktisch und dann gibts den ersten rotiz.

01:13:57: Interessanterweise beschäftigst du vor dem Börsengang.

01:13:59: beschäftigste über Ja lang, ja.

01:14:03: Beschäftigst du Menschen die sollen für dich herausfinden?

01:14:07: Wo ist der optimale Preis für dein Unternehmen?

01:14:09: Also wo ist der faire Preis, der exakt faire Preis für den Unternehmen?

01:14:15: Die besten Experten der Welt, die smartesten Leute der Welt?

01:14:18: beschäftigst Du, die das rausfinden sollen.

01:14:19: Wo ist Der beste Preis deines Unternehmens?

01:14:24: So!

01:14:25: Und gleichzeitig ist es so, wenn du dir irgendwie Technologie-Konzerne, ich weiß nicht ob dies heute ist.

01:14:29: Aber damals als wir in die Börse gegangen sind war's so... Wenn du Technologiekonzerne anschaust und die an die Böse gehen oder Technologienunternehmen mit der Börsel gehen dann ist diese ersten Notiz glaube ich im Durchschnitt zwischen zwanzigund dreißig Prozent höher als der Preis im Buchbilden.

01:14:52: Da fragt man sich doch warum sich smartesten Leute der Welt Konsequent um dreißig Prozent für tun.

01:15:00: Was ist deine Antwort auf?

01:15:02: Naja, also ich frage mich immer warum sich niemand die Frage stellt.

01:15:06: Also es ist wirklich unglaublich dass sie eigentlich nie jemand die Frage gestellt.

01:15:10: wie kann denn das sein dass sich die besten Experten der Welt heirat und die eigentlich sich in Durchschnitt um dreizig Prozent verschätzen Ja, in eine Richtung.

01:15:20: Also man könnte ja sagen mal nach oben, mal nach unten und so und irgendwann gibt es einen Erwartungswert und er pendelt sich aus.

01:15:25: aber zu sagen der Erwartungswert also der Durchschnitt ist das dreißig Prozent höher So, das liegt natürlich daran dass diese Banken letztendlich die signziale Anteile verschachern.

01:15:40: Das heißt die Konsozialbanken, die Banken die ich an die Börse bringen, verschacheren diese Anteiler möglichst gewinnbringend an andere Investoren, denen sie idealerweise gefallen schulden.

01:15:56: Und die wollen dass es den gut geht.

01:15:59: Diese Banken wollen vor allen Dingen.

01:16:00: das ist diesen Investoren diese Aktien abkaufen.

01:16:03: am Anfang wo du dich reinkommst ich nicht reinkomme.

01:16:07: keiner von uns hat eine Chance in dieses Buckbuilding reinzukommen.

01:16:10: Die wollen dasses diesen Investor entgeht weil die halt auch noch anderes Geschäft mit denen machen und so.

01:16:17: Und deswegen, und das ist darauf optimierend.

01:16:20: Die optimieren nicht darauf, dass es dir als Unternehmer, der an die Börse geht gutgeht, die optimieren darauf, so dass es diesen Investoren gut geht.

01:16:29: Und deswegen vertun sie sich konsequent um dreißig Prozent.

01:16:32: Das ist eigentlich ein großer Standal.

01:16:36: Eigentlich ist es ein Riesen-Skandal und keiner spricht darüber.

01:16:40: aber solche Dinge, ich wollte quasi nur sagen, solche Dinge passieren wirklich ganz abstruse Dinge.

01:16:47: Und deswegen, weil ich wirklich so auf Fremd will mit diesen Kapitalmärkten und es wirklich auch denke, da passiert so viel Mist.

01:16:57: Deswegen finde ich eine unabhängige Währung einfach sehr sexy.

01:17:02: Leider ist sie ja nicht mehr so unabhängig wie früher aber... Ja,

01:17:07: das sind Themen, die wir auch noch aufmachen könnten.

01:17:10: Aber wollen wir schon über ne Stunde sprechen?

01:17:13: Eine Frage, wo ich deine Einschätzung wirklich gerne hören würde.

01:17:19: Du hast öfter mal Kapitalismuskritik geäußert so indirekt also jetzt in unserem Gespräch das Kapitalmärkte kritisiert aber auch im Gespräch.

01:17:29: Huge Conversations und Bitcoiner haben viele Thesen ja und sehen das Geldsystem genauso fragwürdig also unabhängig ob es jetzt um Börsen gehen geht oder ganz allgemein wie du.

01:17:42: Eine These, die Bitcoiner haben ist eigentlich leben wir gar nicht im Kapitalismus.

01:17:48: Ja also Kapitalismus sind im Grunde einfach freimärkte privates Kapital mit dem umgegangen wird und mit dem wertschöpfend umgegang wird sondern wir leben in sogenannten Kreditismus denn wir haben ein Geld das beliebig vervielfältigbar ist und über das eine kleine Gruppe entscheidet ja wie es ausgeweitet wird oder wie viel davon hergestellt wird.

01:18:12: Und würden wir Kapitalismus mit einem begrenzten Geld ausleben, was wir schon in der Vergangenheit getan haben also unter einem Goldstandard.

01:18:21: Dann würden viele Dinge ganz anders funktionieren.

01:18:24: kannst du damit hier sowas anfangen?

01:18:26: Ja ja kann ich absolut etwas anfangen es macht doch total Sinn.

01:18:31: Am Ende des Tages ist das auch natürlich auch mit dem Grund warum ich irgendwie eher in Bitcoin mein Geld hat als in Dollar oder Euro Weil das natürlich so ist, dass das komplett politischen Interessen unterworfen ist.

01:18:47: Das sieht man jetzt ja auch gerade.

01:18:49: Es wird ja auch grade nochmal umso krasser eigentlich mit dem Druck der auf die Fett von Trump aus geübt wird und so weiter und sofort.

01:18:56: Also es wird immer ein politischer System.

01:19:02: Und tatsächlich glaube ich auch... Ich bin zum Beispiel gar nicht so ein Kapitalismus-Kritiker.

01:19:08: Ich glaube halt wir machen's nicht richtig!

01:19:14: Kapitalismus hat deswegen vor allen Dingen auch einen schlechten Ruf, weil er so unglaublich ausgebäuterisch unterwegs ist.

01:19:22: Und das ist halt die Problematik, was ich am Anfang gesagt habe.

01:19:26: Wenn wir ein ordentlichen Kapitalmarkt hätten, der irgendwie nicht so viel funktioniert wie du es gerade beschrieben hast und wenn wir alle externen Effekte ordentlich einpreisen würden... in unser unternehmerisches handeln.

01:19:44: Dann sind Märkte super, also super um Innovationen abzuwickeln

01:19:51: usw.,

01:19:52: aber das haben wir halt nicht.

01:19:55: Wir haben nicht wirklich einen sauberen Kapitalmarkt und dahin geht meine Kritik.

01:20:01: Ich gehöre weniger zu den Leuten die sagen der Sozialismus ist jetzt die bessere Alternative.

01:20:07: Das glaube ich nicht.

01:20:07: Ich glaube, dass wir einfach einen sehr, sehr dysfunktionalen Kapitalmarkt haben.

01:20:13: Ja!

01:20:14: Ich weiß es nicht, ob sich meine Thesis jetzt mit den meisten Bitcoinern am Ende irgendwie alleint?

01:20:19: Ich glaube da gibt's vielleicht auch noch Unterschiede.

01:20:21: Ich bin jetzt auch nicht... Bin ich libertär ne?

01:20:25: Also ich glaube das ist halt irgendwie wirklich... Es braucht eine Bepreisung von externen Effekten.

01:20:30: die sind irgendwie super schwer zu bepreisen Aber die braucht es meiner Meinung nach und das müssen wir uns auch als System drauf einigen, wie wir das bepreisen wollen.

01:20:40: Also wenn wir jetzt irgendwie... Wir können nicht auf der einen Seite unsere Abgase in die Luft jagen und auf der anderen Seite dann irgendjemand anderes auf der Welt die Zeche dafür zahlen lassen.

01:20:53: Das ist auch nicht Kapitalismus.

01:20:54: Weißt du?

01:20:55: Das funktioniert nicht!

01:20:56: Sondern wenn wir unsere Abgese in die luft jagen, dann müssen wir wissen hat das ein Preis für uns als Gemeinschaft, als Weltgemeinschaft und den müssen wir auch gemeinsam tragen.

01:21:07: Und dann würde es glaube ich auch funktionieren.

01:21:10: aber das ist...

01:21:13: Ja die Bitcoiner würden da ziemlich sicher widersprechen mit dem Argument naja dass der Markt das regeln wird und zwar in dem Sinne wenn du jetzt zum Beispiel schlechte Luft einpreist, dass da Konsumenten sind die breit sind für gute Lüfte zahlen Und dass dann Innovationen entstehen, die dazu führen.

01:21:34: Also man sieht jetzt zum Beispiel auch so ein bisschen in Ländern wo Luftverschmutzung ein Problem ist.

01:21:40: da wird es zwar meistens auch über staatliche Verordnungen gelöst aber es gibt ja eine Nachfrage nach guter Luft und die These ist das würde sich halt regeln auch ohne staatlichen Eingriff.

01:21:53: Ja genau, also da würde ich... also am Ende des Tages höre ich mir das gerne an Aber das wäre jetzt zumindest nicht meine Tese.

01:22:02: Weil ich glaube, dass die Luft ja am Ende ... Wenn ich die Bitcoiner dann irgendwie sagen könnte... Ich packe euch alle mit so einer großen Fabrik, packe ich euch in so einen fünf Quadratkilometer großen Cube Dann würde es funktionieren!

01:22:20: Das würde ich dann mal machen und dann würde ich schauen okay?

01:22:23: Dann gibt's auf jeden Fall ein Markt für gute Luft Wenn die Luft irgendwo da oben in die Strategie geht und irgendwie ein paar Tausend Kilometer weiter was anrichtet, dann ist also so effektiv.

01:22:38: Ist der Markt ja nicht glaube ich?

01:22:40: Glaubst du dass Bitcoin in sagen wir zehn Jahren eine relevante Rolle spielt und Bitcoin so normal wird in nah oder ferner Zukunft wie heute das Internet ist?

01:22:53: Ich hoffe!

01:22:59: Und gleichzeitig bin ich mir nicht so sicher, wo uns dieser ganze AI-Wahnsinn überhaupt hintreiben wird in zehn Jahren.

01:23:07: Ich finde das kann man wahnsinnig schwer voraussagen.

01:23:15: Dass ich es hoffen würde, dass eine unabhängige Währung von Regierung deutlich bedeutungsvoller wird als... Mechanismus.

01:23:28: Das würde ich mir wünschen, aber ja...

01:23:33: Ja wir sprechen schon, ich glaube, achtzig Minuten.

01:23:36: Lass uns noch über das Thema Zufall sprechen, dass du am Anfang unseres Gesprächs öfter mal erwähnt hast.

01:23:42: Hast Du für Dich einen Sinn des Lebens gefunden?

01:23:45: Glaubst Du, dass Dein Leben ein Zufalls war?

01:23:48: Ich habe keinen Sinn des Lebens!

01:23:53: Ich glaube auch nicht an Zufälle.

01:23:56: Ok, es kommt jetzt unerwartet.

01:24:01: Also, ich glaube das was ich eben sagen wollte mit dem Zufall war eigentlich dass ich nichts dazu weit weiß wo die Person herkommt die was dazu beigetragen hat.

01:24:12: Wenn ich jetzt bestimmte Dinge in meinem Leben hinbekommen habe dann hatte es ganz viel damit zu tun wo ich vorher war wer Einfluss auf mich hatte und so weiter und sofort.

01:24:23: Das ist kein Zufalls.

01:24:24: Also ich glaube, dass es im Zweifel nicht wirklich Zufall ist.

01:24:27: Aber das hat auch nicht so wahnsinnig viel mit mir zu tun und beides kann richtig sein.

01:24:33: Es kann auf der einen Seite kein ZufAll sein oder es kann nicht so sehr viel mit ihr zu tun haben.

01:24:39: Und ich glaube... Ich weiß nicht was für eine Idee, was für ein Sinn das Leben haben soll.

01:24:51: Ich wüsste es nicht!

01:24:53: Und deswegen fühle ich mich wohl hier zu sein und jeden Tag wirklich ganz zu leben.

01:25:04: Das heißt nicht, dass ich die ganze Zeit auf meinen Glücksgefühl optimiere.

01:25:10: Das kann auch sehr schnell nach hinten losgehen aber ich versuche immer voll da zu sein oder präsent zu sein jeden Moment mitzunehmen und das irgendwie... Das ist für mich irgendwie, wie ich lebe.

01:25:26: Ist das der Sinn des Lebens?

01:25:29: Da habe ich wirklich gar keinen Bezug zu!

01:25:31: Das soll ein anderer sagen.

01:25:31: was den Sinn des Lebens ist Ich hab kein...

01:25:35: Als wir unser Vorgespräch hatten für dieses Interview bist du gerade aus Indiens zurückgekommen Und ich meine mich zählern dass du dort warst um zu meditieren.

01:25:43: Bist du ein spiritueller Mensch?

01:25:48: Ja wahrscheinlich schon.

01:25:49: Also es ist wahrscheinlich auch das erste Mal, dass ich diese Frage so klar mit Ja beantworte.

01:25:53: Aber ich glaube schon, inzwischen glaube ich schon an viele Dinge die jetzt nicht unser wissenschaftliches Weltbild irgendwie nicht beweisen kann.

01:26:08: Zum Beispiel?

01:26:09: Und damit bin ich wahrscheinlich spirituell.

01:26:14: Ich glaube zum Beispiel... unsere individuelle Vorstellung von ich, dass das eine Illusion ist.

01:26:27: Also ich glaube wir sind irgendwie alle miteinander verbunden.

01:26:30: Ich glaube, dass wir uns was vormachen und es hat eine Funktion, dass sich irgendwie wahrnehmen, dass ich jetzt in diesem Körper bin Und gleichzeitig glaube ich, daß es eine große Illusion isst.

01:26:44: Das kann ich aber wissenschaftlich nicht beweisen.

01:26:49: Deswegen ist das glaube ich schon spirituell.

01:26:53: Und dann ist es tatsächlich so, dass ich auch irgendwie in der letzten Zeit immer weniger Probleme damit habe.

01:26:59: Irgendwie sowas wie das Göttliche zu integrieren und zu sagen ja also was gibt's schon für mich?

01:27:08: Es gibt schon sowas als das Götliche des Universums.

01:27:12: Das gibt irgendeine höhere Instanz Und da habe ich sehr, sehr lange Schwer getan und eine starke Allergie dagegen gehabt.

01:27:22: Aber inzwischen würde es sagen, dass ich mich da ganz gut mit Darung schieren kann.

01:27:26: Ist da was Spezielles passiert oder wie bist du zu dieser Erkenntnis gekommen?

01:27:30: Nee, ich glaube das ist für mich eher ein sehr kontinuierlicher Weg weg ist.

01:27:34: Das ist irgendwie nicht irgendwie ein Moment gewesen.

01:27:37: Es sind irgendwie viele Momente gewesen im Leben die sich da übereinander gelegt haben dann irgendwie so ein Bild irgendwann intensiviert haben.

01:27:48: Oder auch einfach eine generelle Abneigung abgebaut haben, ne?

01:27:54: Also ich war wirklich lange Zeit.

01:27:55: in meinem Leben habe ich sehr... Ich schaue auch immer noch sehr kritisch auf Religionen also fast auf alle würde ich sagen.

01:28:08: und aber dieses Bild von Religion hat glaube ich sehr stark mein Bild von Spiritualität beeinflusst Und das ist nicht mehr so.

01:28:17: Also ich glaube, es gibt eine Spiritualität auch jenseits von Religion und ja...und das nehme ich mir immer mehr an!

01:28:27: Ich habe zum Schluss unseres Gesprächs noch drei schnelle Fragen an dich.

01:28:32: aber bevor wir dazu kommen, gibt es irgendwas was du gerne los werden würdest?

01:28:36: Was ich dich aber nicht gefragt

01:28:37: habe?!

01:28:40: Nein, gibt's nicht!

01:28:43: Okay dann starten wir mit den letzten drei Fragen.

01:28:48: Frage Nummer eins.

01:28:49: Gibt es etwas, was du noch gerne herausfinden möchtest in diesem Leben?

01:28:58: Ähm... Nein!

01:29:16: Du hast gerade gelacht also ich habe das Gefühl du hast dann etwas gedacht.

01:29:22: Nee ich hab wirklich darüber nachgedacht.

01:29:24: gibt es wirklich was was ich noch rausfinden will?

01:29:27: und äh und ich... Also im Moment denke ich ne es ist mir wirklich echt Ich muss gar nichts mehr, also dass ich eine starke Motivation hätte nochmal irgendwas rauszufinden.

01:29:39: Vielleicht würde ich gerne Klavier spielen können.

01:29:42: Also ich weiß nicht ob das als Rausfinden gilt?

01:29:44: Ich würde gerne herausfinden wie ich Klavier spielen kann.

01:29:48: Das wäre super!

01:29:49: Okay, Tristan, das passt vielleicht auch zur zweiten Frage.

01:29:53: Frage Nummer zwei angenommen es gibt Wiedergeburt und du dürftest jetzt dein nächstes Leben zusammenstellen.

01:30:01: Was würdest du wählen?

01:30:02: Also was für ein Geschlecht, was für einen Land.

01:30:04: Was für Lebensumstände oder Talente?

01:30:17: Das wäre mir wirklich so Schnuppe.

01:30:20: Kann ich ja gar nicht sagen die Schnupper mir.

01:30:23: Ich könnte jetzt sagen, ich möchte jemand ganz anderes sein.

01:30:26: Das war mein erster Gedanke gerade.

01:30:28: Ich möchte auf jeden Fall kein Mann sein!

01:30:30: Ich möchte irgendwie einen anderen Lebensumstand großzahlen.

01:30:33: Aber auch wenn es wieder gut geben würde, ich würde das ja nicht wissen... Ich weiß es ja jetzt auch nicht.

01:30:39: Ich weiß ja nicht, wo ich vorher war.

01:30:41: Also irgendwie denke ich so... also ich kann dir nur sagen, ich bin eigentlich in meinem Leben sehr happy.

01:30:46: Also würde ich wahrscheinlich einfach genauso wiedergeboren werden und ich würd's ja nicht merken.

01:30:50: Wahrscheinlich ist auch das was passiert?

01:30:52: Wahrscheinlich werden wir einfach immer nur unendlich oft einen gleichen Leben wieder geboren.

01:30:56: Man guckt immer was passiert mir jetzt.

01:30:59: Ja

01:31:03: okay spannend!

01:31:05: Dann kommen wir zur letzten Frage Was ist heute für dich am wertvollsten?

01:31:10: Ist es Freiheit, Einfluss oder Vermögen.

01:31:15: Also von den dreien ist es sehr klar die Freiheit und ob das unbedingt was ist, was in der... also irgendwie so eine dominante Rolle einnehmen sollte in meinem Leben.

01:31:28: Das ist gerade ein sehr wichtiges Thema für mich weil ich bin sehr freiheitsliebender Mensch inwieweit das auch irgendwie schon eine Abhängigkeit kreieren kann.

01:31:40: Aber Freiheit von den Dreien auf jeden Fall mit weitem, weitem Abstand.

01:31:46: Ja lieber Rolf ich danke dir sehr herzlich dass du die Zeit genommen hast für dieses Gespräch.

01:31:51: Ich hab dich jetzt besser kennenlernen dürfen und habe sich in diesem Gespräch auch recht nah war erlebt Und ich finde es ist das Besondere an dir.

01:31:59: also ich kenn tatsächlich Sonst wenige Menschen, die so erfolgreich sind und dann trotzdem so nah war.

01:32:06: Und ich hoffe du kannst dir das bewahren beziehungsweise ja, ich mein weiß nicht, ob du das willst aber das wäre mein Wunsch an dich und ansonsten wünsche ich dir ganz viel Spaß, Erfolg, Vergnügen und Freiheit bei allem was du machst in den nächsten Monaten und Jahren.

01:32:22: Vielen Dank!

01:32:23: Ja vielen Dank.

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