#40 Warum Coca-Cola Schulden liebt

Shownotes

Warum hat sich Coca-Cola massiv verschuldet, obwohl der Konzern seit Jahrzehnten profitabel ist?

40 Milliarden Dollar Schulden. Nicht trotz des Erfolgs, sondern WEGEN des Erfolgs – denn das Geldsystem setzt die passenden Spielregeln. In dieser Folge geht es um die unbequeme Frage, warum große Konzerne und vermögende Akteure von Verschuldung profitieren, während Sparer systematisch im Nachteil sind. Und darum, was Bitcoin hier grundlegend anders macht…

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wusstest du, dass Coca-Cola rund vierzig Milliarden Dollar Schulden hat?

00:00:04: Einer der erfolgreichsten Konzerne der Welt – seit Jahrzehnten profitabel.

00:00:08: Eine der stärksten Marken überhaupt und trotzdem vierzig Millionen Dollar Schuldens.

00:00:14: Warum macht ein so erfolgreiches Unternehmen so etwas?

00:00:18: Die Antwort ist fast schon verstörend!

00:00:20: Weil Schulden im heutigen Geldsystem für große Konzerne und vermögende Akteure kein Problem sind, sondern ein gewaltiger Vorteil.

00:00:29: Und das legt ein Problem offen über das viel zu selten gesprochen wird.

00:00:34: Unser Geldsystem belohnt nicht den kleinen Sparer, sondern die, die dem Geld am nächsten sind.

00:00:40: Genau darüber sprechen wir heute!

00:00:47: Das beste Produkt, dass Coca-Cola je verkauft hat, waren ihre Anleihen – nicht ihre Cola.

00:00:54: Das sind die zugespitzen Worte von Makro-Analystin Lynn Olden.

00:00:58: Und auf den ersten Blick klingen sie absurd.

00:01:01: Denn Coca-Cola verkauft doch Getränke und Marken, Zuckerwasser und Lifestyle – vielleicht auch Nostalgie!

00:01:09: Aber Anleihen?

00:01:10: Was soll das

00:01:11: heißen?!

00:01:12: Mit Anleien sind hier Unternehmensanleihen gemeint.

00:01:15: Also Schulden von Coca-Cola, die Investoren kaufen können.

00:01:19: Denn Coke ist ein riesiger etablierter Konzern mit stabilen Geldflüssen, einer starken Marke und guter Kreditwürdigkeit….

00:01:28: Das heißt, das Unternehmen kann sich im Kapitalmarkt sehr günstig Geld leihen und zwar oft deutlich günstiger als dieses Geld über die Jahre real an Kaufkraft verliert.

00:01:38: Oder anders gesagt – Coca-Cola hat Zugang zu billigem Geld und kann dieses Geld dann nutzen um Vermögenswerte zu kaufen zum Beispiel um Aktien zurückzukaufen oder Übernahmen von anderen Firmen zu finanzieren oder sich strategisch noch stärker aufzustellen.

00:01:54: Und hier wird es brisant, denn das Unternehmen produziert dann nicht mehr nur Getränke.

00:01:59: Es nutzt ein Geldsystem in dem Schulden für große Akteure mit einem guten Zugang zum Kapitalmarkt ein strategischer Vorteil sind.

00:02:07: Denn die Fähigkeit sich dauerhaft billig zu verschulden ist im heutigen System eine Art Superkraft geworden.

00:02:15: Wenn ein Unternehmen mit starker Bonität sich zu zwei-, drei- oder vier Prozent verschuldet kann während der Geldmenge langfristiger weiterwächst und Vermögenspreise steigen, dann passiert etwas Paradoxes.

00:02:28: Schulden werden nicht nur finanzierbar – schulden werden sogar sehr attraktiv!

00:02:34: Und damit wird aus der Coca-Cola Story plötzlich keine kurioserrandnotiz mehr sondern ein aufschlussreicher Einblick in das Betriebssystem unseres Geldsystems.

00:02:44: Und hier beginnt das eigentliche Problem.

00:02:48: Das Problem ist nicht das Unternehmen Coca-Cola.

00:02:53: Coca Cola macht einfach nur das, was rationale Unternehmen in diesem System nun einmal tun!

00:02:59: Wenn du billiges Kapital haben kannst, dann nutzt Du es auch – wenn Du Dich günstiger verschulden kannst als Dein Geld an Kaufkraft verliert, dann nützt Du das eben.

00:03:09: Wenn Du gelernt hast, dass Schulden in diesem system mächtiger sein können als um jeden Preis schuldenfrei zu bleiben… Dann verhältst du dich genau so.

00:03:18: In unserem Fiat-Geldsystem ist Verschuldung kein Unfall, sondern ein Geschäftsmodell!

00:03:25: Das Problem sind nicht die Unternehmen, das Problem sind die Spielregeln.

00:03:30: Denn dieses Spiel belohnt bestimmte Akteure systematisch stärker als andere und damit sind wir beim Kern der Sache.

00:03:37: Unser heutiges Geld ist nicht neutral!

00:03:41: Es ist kein unschuldiges Tauschmittel, dass einfach nur da ist.

00:03:45: es verteilt Vorteile, es verteilen Nachteile und zwar alles andere als gleichmäßig.

00:03:51: Manche bekommen neues Geld zuerst.

00:03:54: Andere bekommen es zuletzt, manche können sich zu exzellenten Konditionen verschulden andere zahlen hohe Zinsen oder bekommen gar keinen Kredit.

00:04:04: Manche kaufen sich stabile Vermögenswerte mit neuen Krediten die über die Zeit im Preis steigen.

00:04:10: Andre halten ihre harte arbeiteten Euro auf ihrem Bankkonto und werden durch die Inflation ja für Jahr indirekt und still enteignet.

00:04:20: Das Phänomen hat einen Namen, es ist der Cantillon Effect.

00:04:24: Der Cantillon-Effekt klingt erstmal technisch – ist aber eigentlich sehr einfach erklärt!

00:04:30: Die Grundidee lautet ….

00:04:32: Neues Geld verteilt sich nicht auf alle Menschen gleichzeitig und gleich stark.

00:04:37: Wenn neues Geld ins System kommt dann wird das nicht wie ein feiner Nebel gleichmäßig über die ganze Gesellschaft versprüht sondern es landet immer irgendwo zuerst Bei Staaten, bei Banken, bei großen Unternehmen, bei Finanzmärkten und bei Investoren.

00:04:53: Also bei denjenigen die sehr nah an der Quelle des Geldes sitzen!

00:04:58: Und diese Akteure können das Geld ausgeben investieren oder hebeln bevor sich die Preise in der gesamten Wirtschaft nach oben angepasst haben.

00:05:08: Das heißt sie kaufen noch zu alten Preisen während weiter hinten in der Kette die Preisbreise steigen überhaupt nachgezogen haben.

00:05:19: Und deshalb ist Inflation eben nicht nur ein Problem von alles wird teurer, sondern auch ein Problem der ungleichen Verteilung – die Ersten profitieren, die Letzten zahlen!

00:05:32: Das ist der Kantillon-Effekt und wenn du das erst einmal verstanden hast dann wirken viele Dinge plötzlich nicht mehr wie Zufall.

00:05:40: Dann verstehst du viel besser, warum Vermögenspreise wie die von Gold oder Immobilien explodieren während Löhne hinterher hinken.

00:05:49: Warum Immobilie für viele immer unerreichbar werden?

00:05:53: Warum Aktienmärkte steigen – obwohl sich das echte Leben für viele Menschen immer enger anfühlt?

00:05:59: und warum ein großer Konzern wie Coca-Cola mit Schulden oft besser fährt als ein vorsichtiger Sparer mit Rücklagen!

00:06:07: Und warum sich so viele Menschen trotz Job, trotz Disziplin und trotz Sparsamkeit so fühlen als würden sie auf der Stelle treten und einfach nicht vorankommen?

00:06:17: Denn Sie spielen oft ohne es zu merken ein unfaires Spiel dessen Regeln nie zu Ihren Gunsten geschrieben wurden.

00:06:25: Lass uns dazu ein einfaches Beispiel machen.

00:06:28: Stell dir zwei Menschen vor, Person A und Person B. Person A besitzt Vermögenswerte – vielleicht Aktien?

00:06:35: Vielleicht Immobilien?

00:06:37: Ein Unternehmen?

00:06:38: Person A bekommt problemlos einen Kredit sehr günstig langfristig mit viel mehr Spielraum als normale Menschen!

00:06:47: Person B hat ein durchschnittliches Arbeitseinkommen.

00:06:50: Ein bisschen Erspartes und versucht mit Geld verantwortungsvoll umzugehen, also das was uns lange als vernünftig beigebracht wurde.

00:06:59: Arbeiten etwas zurücklegen keine unnötigen Schulden machen.

00:07:03: Person B lebt nicht von Vermögenswerten die im Hintergrund immer weiter steigen sondern von dem was am Monatsende nach Miete Lebensmitteln und Rechnungen noch übrig bleibt.

00:07:14: Und jetzt kommt neues Geld ins System.

00:07:16: Über neue Kredite, die von Banken vergeben werden über Staaten, die mehr ausgeben als sie einnehmen und sich dafür immer weiter verschulden – Stichwort Sondervermögen!

00:07:26: – über Zentralbanken, die Zinsen drücken, Anleihen kaufen oder Märkte mit frischer Liquidität fluten.

00:07:33: und über die Finanzmärkte wo dieses neue Geld oft als erstes landet.

00:07:39: Person A kann mit billigem Geld weitere Vermögenswerte kaufen, deren Preise langfristig steigen.

00:07:45: Zum Beispiel eine neue Immobilie und Person B merkt einfach nur das Miete, Energie, Lebensmittelversicherungen usw.

00:07:54: Und irgendwann auch der Urlaub immer teurer werden.

00:07:57: Person A profitiert also von der Struktur dieses Systems während Person B verliert.

00:08:04: Und zwar nicht weil Person B etwas falsch gemacht hat Im Gegenteil, die meisten würden wahrscheinlich sagen dass ich Person B genauso verhält wie man sich das eigentlich wünschen würde sondern weil Person B zu weit weg von der Geldquelle sitzt.

00:08:20: Und hier wird die Coca-Cola Story plötzlich symbolisch, denn Coca Cola ist in diesem Bild nicht einfach nur Coca Cola.

00:08:27: Coca Cola steht für alle großen kreditwürdigen Akteure, die das System verstehen und für sich nutzen und sich darin optimal aufstellen.

00:08:36: Sie sitzen näher am Geld – und wer näher im Geld sitzt spielt nun mal ein ganz anderes Spiel!

00:08:42: Die meisten von uns sind mit einer ziemlich simplen Moral aufgewachsen.

00:08:46: Arbeiter hart, sei diszipliniert, lege etwas zurück, mach am besten keine Schulden und wenn doch dann höchstens für Wohneigentum.

00:08:55: Dann wird es dir langfristig gutgehen!

00:08:57: Das Problem ist nur – diese Moral passt immer schlechter zu einem Geldsystem das auf permanentem Kreditwachstum basiert.

00:09:05: Denn wenn neues Geld vor allem über Schulden entsteht, Das System braucht laufend neue Verschuldungen, neue Kredite, neue Liquidität, neue Nachfrage mehr Expansion und in so einem System ist der Schuldenmacher ganz klar im Vorteil gegenüber dem Sparer.

00:09:24: Und ja ich weiß das ist vollkommen kontraintuitiv weil wir was ganz anderes gelernt haben!

00:09:30: Und genau deshalb spüren viele Menschen heute diese stille Frustration.

00:09:35: Sie verhalten sich vermeintlich vernünftig und kommen trotzdem schlechter voran als jene, die Asserts besitzen und günstige Kredite nutzen!

00:09:44: Bestimmt nicht immer und bestimmt nicht in jedem Einzelfall, aber strukturell ziemlich oft.

00:09:50: Und deshalb ist die Coca-Cola Story hier so ein starker Aufhänger – weil sie einen Satz ausspricht, den viele intuitiv schon fühlen, aber selten klar formulieren können!

00:10:02: Im heutigen Geldsystem lohnt es sich mehr, sich zu verschulden als ehrlich zu sparen.

00:10:08: Und das ist nicht nur ein ökonomisches Problem – das ist auch ein gesellschaftliches Problem!

00:10:14: Viele Menschen können den Kantillon-Effekt nicht benennen aber sie spüren seine Folgen.

00:10:19: Sie sagen dann Dinge wie «Irgendwie wird alles immer teurer» oder «Ich arbeite mehr als meine Eltern und kann mir trotzdem weniger leisten».

00:10:29: Oder Warum steigen Aktien und Wohnungspreise immer weiter, während mein Alltag immer teurer wird?

00:10:36: Oder vielleicht auch warum fühlt sich alles so unfair an.

00:10:41: Diese Wahrnehmung ist meistens nicht irrational – im Gegenteil!

00:10:46: Viele Menschen spüren sehr genau, dass etwas nicht stimmt.

00:10:50: Denn wenn Geldschöpfung Vermögenspreise stärker nach oben treibt als Löhne, dann merken die meisten das ganz konkret in ihrem Alltag – sie arbeiten, sie sparen vielleicht sogar und trotzdem können Sie sich immer weniger leisten!

00:11:04: Und deshalb ist dieses Thema so brisant.

00:11:07: Weil es eben nicht nur um abstrakte Ökonomie geht sondern um Fairness, um Aufstiegschancen.

00:11:14: Um die Frage wer von diesem System profitiert und wer die Kosten trägt?

00:11:19: Und am Ende natürlich auch im gesellschaftlichen Zusammenhalt!

00:11:22: Denn wenn immer mehr Menschen das Gefühl haben trotz Arbeit und Disziplin mit ihrem Einkommen überhaupt nicht mehr auszukommen dann verliert ein System langsam seine Glaubwürdigkeit.

00:11:34: Geld ist nie nur Geld Geld bedeutet Macht.

00:11:38: Geld entscheidet über Ordnung oder Unordnung.

00:11:41: Geld ist sozusagen ein gesellschaftliches Betriebssystem und die Basis für unser

00:11:46: Zusammenleben.".

00:11:48: An dieser Stelle sagen manche vielleicht, okay verstanden!

00:11:52: Unser heutiges Geldsystem verursacht krasse Schieflagen, denn neue Geldschöpfung verteilt Vorteile ungleich, große Akteure profitieren überproportional – aber was kann man dagegen tun?

00:12:05: Und an dieser Stelle kommt Bitcoin ins Spiel, denn Bitcoin ist ein fundamentaler Gegenentwurf zu unserem heutigen Geldsystem das auf Schulden beruht.

00:12:14: Bitcoin verändert die Regeln an der Wurzel – Bitcoin isst ein Geldsystem mit festen transparenten Regeln dafür wie neue Einheiten entstehen!

00:12:23: Niemand kann plötzlich und aus dem Nichts entscheiden dass jetzt ganz viele neue Bitcoin-Einheiten geschaffen werden.

00:12:29: Keine Zentralbank kein Finanzminister keinen Bankenkonsortium Kein Rettungspaket und keine Lobby.

00:12:36: Es wird niemals mehr als einundzwanzig Millionen Bitcoin geben, das ist mehr als in Stein gemeißelt.

00:12:42: Bitcoin is absolut begrenzt!

00:12:45: Bevor es weitergeht, eine kleine Werbung mit meinem neuen Werbepartner Coinfinity.

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00:12:54: Mit Coinfinety kaufst du Bitcoin direkt in die Selbstverwahrung also in deiner eigene Wallet.

00:12:59: Du kannst dafür die Coinfinty App nutzen oder dich ganz bequem im Browser am Computer anmelden und besonders schätze ich den persönlichen Kunden-Support.

00:13:08: Und wenn du Konfinity ausprobieren möchtest, sparst du mit dem Code Nicole.

00:13:12: Einundzwanzig Prozent Gebühren in den ersten sechs Monaten Link in den Show-Notes.

00:13:16: Und um deine Bitcoin sicher selbst zu verwahren, ist eine Hardware Wallet besonders wichtig und einer der sichersten am Markt.

00:13:22: die Bitbox Null II aus der Schweiz – hier in der Nova Version kompatibel auch mit iPhone und iPad!

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00:13:34: Herzlichen Dank!

00:13:35: Nutze dazu am besten den Link in der Videobeschreibung.

00:13:39: Werbung Ende Und die Geldmenge von Bitcoin ist nicht nur begrenzt, sie ist auch vorhersehbar.

00:13:45: Das ist ein riesiger Unterschied zum Euro und zum Dollar – denn wenn neues Geld nicht nach politischem Ermessen oder nach Willkür beliebig ausgeweitet werden kann, dann verändert sich auch die gesamte Anreizstruktur mit all ihren Spielregeln!

00:14:00: Bitcoin ist auch geldpolitisch unbestechlich.

00:14:03: Niemand kann sich Bitcoin Sondervorteile verschaffen, indem einfach mehr Einheiten geschaffen werden.

00:14:09: und genau das macht Bitcoin als Geldsystem so neu – und anders!

00:14:14: In unserem Fiat-Geldsystem ist Verschuldung oft attraktiv weil das Geld, das du dir heute leist in Zukunft tendenziell weniger Kaufkraft hat.

00:14:23: Offiziell zählen Zentralbanken ungefähr auf zwei Prozent Inflation pro Jahr.

00:14:28: In der Praxis erleben Menschen aber auf deutlich stärkeren Kaufkraftverlust, je nachdem worauf man schaut – auf Konsumpreise, Mieten, Energie oder Vermögenspreise!

00:14:38: Wenn die Geldmenge ständig wächst dann wird die Währung strukturell weicher.

00:14:43: Das bedeutet….

00:14:44: Du nimmst heute Schulden auf, investierst in knappe Vermögenswerte wie Immobiliengold oder sogar Bitcoin und zahlst morgen mit entwertetem Geld zurück.

00:14:55: Das ist eine der Gründe, warum Schulden im heutigen System so mächtig sind.

00:15:00: In einem wirklich begrenzten Geldsystem ist das anders!

00:15:04: Wenn die Geldmenge nicht beliebig ausgeweitet werden kann und die Einheiten langfristig an Kaufkraft gewinnen statt verlieren, dann wird Verschuldung plötzlich viel unattraktiver.

00:15:16: Denn dann leistet ihr etwas was in Zukunft tendenziell wertvoller ist – nicht weniger wertvoll.

00:15:23: Schulden würden also nicht mehr automatisch durch monetäre Entwertung weginflationiert.

00:15:29: Sie würden viel schwerer wiegen und deshalb gäbe es in einem harten, begrenzten Geldsystem viel weniger Anreize für Unternehmen sich einfach aus Prinzip maximal zu verschulden!

00:15:42: Natürlich würde es weiterhin Kredite geben – auch im sogenannten Bitcoin-Standard würden Unternehmen investieren, finanzieren, kalkulieren und sinnvolle Risiken eingehen Aber der Grundcharakter wäre ein anderer.

00:15:56: Kredit wäre dann etwas, was man wirklich produktiv einsetzen muss und nicht einfach ein Spiel mit billigem Geld – nicht einfach einen Abitraschmodell gegen eine weich werdende Währung!

00:16:08: Nicht einfach ein struktureller Vorteil für die, die sowieso schon viel besitzen….

00:16:14: Mit anderen Worten Ein Geldsystem mit Bitcoin würde Schulden nicht verbieten, aber es würde Schuldennend romantisieren.

00:16:22: Und auch hier ist Präzision wichtig – der Cantillon-Effekt entsteht dort wo neues Geld zuerst bei bestimmten Akteuren landet und sich dann ungleich durch die Wirtschaft ausbreitet.

00:16:33: Im Vierheitssystem mit Euro und Dollar passiert das ständig über Banken, über Staatsverschuldung, über Zentralbankkäufe usw….

00:16:42: Bei Bitcoin gibt es diese Form der politisch-steuerbaren Geldschöpfung nicht.

00:16:46: Der Emissionsplan steht fest, neue Bitcoins entstehen nicht weil ein politisches Gremium die Wirtschaft stimulieren will sondern ausschließlich nach einem im Voraus bekannten Regelwerk und deshalb gibt es bei Bitcoin keinen Cantillon Effekt!

00:17:03: Es gibt keine privilegierten Institutionen, die per Knopfdruck neues Geld zuerst bekommen.

00:17:08: Es gibt kein Zentralbank, die bestimmte Märkte zuerst flutet und es gibt keine versteckte Umverteilung über politische

00:17:16: Geldschöpfung.".

00:17:17: Und ja, natürlich gab und gibt es bei Bitcoin Menschen die sehr früh dabei waren.

00:17:22: Natürlich konnten die Early Adopters Bitcoin zu sehr niedrigen Preisen kaufen oder schürfen – aber das ist etwas anderes!

00:17:30: Das ist nicht derselbe Mechanismus wie ein laufendes strukturelles Privileg beim Zugang zu neu geschaffenem Geld.

00:17:38: Bei Bitcoin hatten manche am Anfang einen Vorsprung weil sie früher dabei waren Aber dieser Vorteil Privileg im System entstanden, sondern durch frühes Verstehen, Frühes Mitmachen und Frühes Risiko.

00:17:53: Ob jemand Bitcoin hält oder benutzt oder komplett ignoriert ist grundsätzlich die freie Entscheidung jedes

00:18:00: Einzelnen.".

00:18:01: Im Vier-System dagegen gibt es bis heute Akteure, die dauerhaft bevorzugt werden – weil sie näher an der Geldquelle sitzen.

00:18:09: Und genau das ist der entscheidende Unterschied!

00:18:12: Bitcoin bevorzugt nicht permanent diejenigen, die am nächsten an Zentralbankenstaaten oder Großbanken sitzen, denn diese zentralen Schaltstellen gibt's bei Bitcoin gar nicht….

00:18:23: Und hier beginnt für mich der eigentliche Reiz.

00:18:27: Denn was wäre, wenn Geld nicht permanent umverteilen würde?

00:18:31: Von Arm zu Reich!

00:18:33: Was wäre, Wenn Spanen nicht mehr Jahr für Jahr bestraft werden

00:18:37: würde?!

00:18:38: Was wäre – wenn du nicht gezwungen wärst zum Privatinvestor zu werden nur um deine Kaufkraft zu retten?

00:18:44: Was wäre, wenn Unternehmen nicht automatisch dafür belohnt werden würden ihre Bilanz maximal zu hebeln?

00:18:52: Was wäre – wenn Macht sich wieder Regeln unterordnen müsste.

00:18:57: Bitcoin ist für viele Menschen deshalb so faszinierend, weil Bitcoin genau diese Fragen aufwirft.

00:19:03: Es ist nicht einfach nur digitales Gold wie es oft genannt wird – es ist auch ein Gegenentwurf!

00:19:09: Ein monetärer Gegenentwurf zu einem System in dem Verschuldung normal Entwertungen dauerhaft und Umverteilung von Armzureich inklusive geworden

00:19:20: sind.".

00:19:20: Und selbst wenn Bitcoin nie das einzige Geld der Welt werden sollte, allein seine Existenz macht etwas extrem wichtiges sichtbar.

00:19:29: Nämlich dass unser heutiges Geldsystem kein Naturgesetz ist sondern ein menschengemachtes Ding mit Regeln und Interessen, Gewinnern und Verlierern und deshalb darf man es auch ausgiebig kritisieren wie ich finde!

00:19:44: Kommen wir zurück zu Coca-Cola.

00:19:46: Der eigentliche Punkt der Geschichte ist nicht, dass Coca-Cola etwas Unmoralisches tut – der eigentliche punkt ist, das Coca-cola uns zeigt wie das Spiel funktioniert!

00:19:57: Wer groß ist, wer nah am Geld sitzt, wer günstig an Kredit kommt, wer Vermögenswerte besitzt, wer Regeln besser ausnutzen kann als andere hat in unserem heutigen System einen gewaltigen Vorteil.

00:20:10: und der Rest?

00:20:12: Der Rest von uns wundert sich, warum Span nicht ausreicht, warum Vermögensaufbau immer schwieriger wird und warum sich beruflicher Fortschritt für viele nicht mehr wie wirtschaftlicher Fordschritt anfühlt.

00:20:24: Der Cantillon-Effekt ist kein unbedeutender Nebensatz.

00:20:28: Er ist eine der zentralen Erklärungen dafür, warum unser Geldsystem für viele Menschen so unfair wirkt und auch unfair ist – und Bitcoin ist für viele deshalb interessant, weil Bitcoin genau diesen Missstand aufdeckt mit begrenzter Geldmenge, mit transparenten Regeln ohne zentrale Institutionen und ohne dauerhafte Privilegien für diejenigen, die am Hebel sitzen!

00:20:52: Das heißt nicht, dass Bitcoin die Lösung für alles ist oder komplett risikolos.

00:20:57: Oder perfekt!

00:20:58: Aber es heißt das Bitcoin eine ernstzunehmende Antwort auf ein ernstes Problem ist und wahrscheinlich ist das der Grund warum immer mehr Menschen anfangen nicht nur über Bitcoin nachzudenken sondern über Geld selbst.

00:21:12: Und falls du bei Bitcoin noch ganz am Anfang stehst, aber tiefer einsteigen möchtest, dann hör auch gerne.

00:21:16: in meinen anfängerfreundlichen Podcasts Bitcoin-Kurz erklärt rein.

00:21:20: Jede Folge dauert maximal ein zwanzig Minuten.

00:21:22: Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse und kannst sofort loslegen!

00:21:25: Der Podcast ist natürlich kostenlos und du findest ihn überall wo es Podcast gibt.

00:21:29: Link in der Videobeschreibung.

00:21:30: leite ihn auch gerne an Freunde und Familie weiter.

00:21:34: Wenn ihr diese Folge gefallen hat, freu ich nicht sehr über dein Like und ein Abo.

00:21:37: Und natürlich auch über deinen Kommentar.

00:21:39: Ich spreche jede Woche über Bitcoin-Gesellschaft und das was mich bewegt.

00:21:43: Ich sage ganz herzlichen Dank fürs Zuhören!

00:21:45: Bis nächste Woche, ciao.

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