#25 Mehr Daten – oder endlich eine neue Denkart? | Leo Mattes

Shownotes

Was wäre, wenn viele unserer wirtschaftlichen Probleme nicht an falschen Entscheidungen liegen – sondern an einer falschen Denkmethode?

In dieser Folge von Heart Money spreche ich mit Leo Mattes über Praxeologie, Inflation, Geld, Libertarismus und die Frage, warum Daten oft mehr verschleiern als erklären. Leo hat Maschinenbau studiert, ein Buch über Praxeologie geschrieben und beschäftigt sich seit Jahren mit alternativen Denkansätzen jenseits von Mainstream-Ökonomie.

Wir sprechen darüber, 🔶 warum technologischer Fortschritt zu sinkenden Preisen führen müsste, 🔶 warum Inflation kein Naturgesetz ist, 🔶 wo empirische Daten an ihre Grenzen stoßen, 🔶 was Praxeologie über menschliches Handeln offenlegt, 🔶 ob Libertarismus wirklich unsozial ist, 🔶 und warum Freiheit allein dem Leben noch keinen Sinn gibt…

Dieses Gespräch ist kein Manifest und keine Anleitung – sondern eine Einladung, grundlegende Annahmen über Geld, Wirtschaft und Verantwortung zu hinterfragen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: dass nicht die Sonne sich um die Erde kreist, sondern die Erde um die Sonne hat eben auch Weltbilder zerstört.

00:00:04: Und genauso ist es eben auch mit der Praxilogie, das eben hier festgestellt wird.

00:00:08: Es dreht sich nicht alles um die Herrschaft, sondern eben um die Videom, um die Kooperation.

00:00:14: Praxilogie

00:00:14: macht den Denkenden souverän und das ist institutionell nicht immer erwünscht.

00:00:19: Wenn wir diesen Mittelsmann oder diesen Bundestag dann rausnehmen in unseren Denken, dann ist eben die Eigenverantwortung wieder im zentralen Mittelpunkt.

00:00:27: Und das betrifft eben dann auch alle Lebensbereiche, die vermeintlich aktuell vom Staat übernommen werden.

00:00:32: Klar, Daten haben Sinn und Zweck, wenn man sie richtig nutzt, aber sie können auch missbraucht werden.

00:00:36: Ich glaube, gerade bei dem Thema Bitcoin-Energie und erneuerbare Energien ist die Lage halt nicht so klar.

00:00:41: Und dann dachte ich, in dem Fall, um zu prüfen, Anreize da sind für den Ausbau erneuerbaren Energien, ist vielleicht praxiologisch und denkweise sinnvoller, weil die kann ich nicht irgendwie manipulieren.

00:00:52: eine groß angelegte Kampagne, dass Bitcoin verfolgt werden.

00:00:56: Wer glaube ich, was mich an Bitcoin zweifeln lassen würde?

00:00:59: Aber nochmal direkt gefragt ist Libertarismus unsozial.

00:01:03: Herzlich willkommen zur ersten Folge von Hard Money im neuen Jahr.

00:01:07: Ich hoffe, du bist gut in den Jahr und hattest einen schönen Jahreswechsel.

00:01:13: Ich selbst bin leider mit einer verlorenen Wette ins neue Jahr gestartet, die mich Null, Null, Eins Bitcoin gekostet hat.

00:01:21: Nicht ganz so ideal.

00:01:22: Und deswegen bin ich dieses Jahr etwas vorsichtiger mit Preisprognosen und Bitcoin-Wetten.

00:01:28: Und wenn du wissen möchtest, wie es dazu kam, dann schau gerne in das letzte Video.

00:01:32: dass ich dir hier oben rechts verlinke.

00:01:36: Und heute geht es nicht um schneller Antworten, sondern um Denkwerkzeuge.

00:01:42: Was wäre, wenn vieles von dem, was wir über Wirtschaft,

00:01:45: Geld

00:01:46: und Verantwortung gelernt haben, auf einer falschen Methode beruht?

00:01:50: Ich habe vor ein paar Tagen mit Leo Mattes gesprochen.

00:01:54: Leo hat Maschinenbau studiert, arbeitet mittlerweile bei dem bekannten Bitcoin-Startup TerraHash Und hat ein Buch über Praxilogie geschrieben.

00:02:04: Er stellt Fragen, die man an der Uni nur selten hört.

00:02:08: Wir sprechen darüber, warum technologischer Fortschritt eigentlich zu günstigeren Preisen führen müsste, warum Inflation kein Naturgesetz ist und warum Daten manchmal mehr verschleiern als

00:02:23: offenlegen.

00:02:24: Und wir gehen noch einen Schritt weiter zu Libertarismus, Verantwortung mitgeführt.

00:02:30: Tschüss.

00:02:30: und zur unbequem Frage, ob Freiheit allein dem Leben schon Sinn gibt.

00:02:36: Dieses Gespräch ist eine Einladung anders zu denken.

00:02:40: Wenn du das Gefühl hast, dass unsere politischen Werkzeuge und wirtschaftlichen Werkzeuge nicht mehr zur Realität passen, dann wird das eine spannende Folge für dich.

00:02:49: Eine kleine Anmerkung noch, die Bildqualität ist dieses Mal leider nicht ganz so gut wie sonst.

00:02:55: Ich hab das Gespräch aber trotzdem veröffentlicht, weil es einfach so, so spannend war.

00:03:00: Und wenn du das genauso siehst, dann lass gerne ein Like da.

00:03:03: Aber jetzt erstmal viel Spaß mit Leo Mattes.

00:03:13: So Leo, ich bin super happy darüber, dass du meine Einladung gefolgt bist, weil ich nämlich als ein großen Denker war bzw.

00:03:21: du hast dich schon sehr früh mit alternativen Denkschulen auseinandergesetzt schon im Studium und das finde ich sehr beachtlich.

00:03:27: Du hast auch ein Buch geschrieben.

00:03:29: Auch sehr früh mit dem Titel einer Revolution der Denkart und da geht es um Praxilogie.

00:03:35: Und bevor wir darüber sprechen, was es damit auf sich hat und dieses sperrige Wort näher betrachten, würde ich gerne verstehen, wie es dazu kam, dass du so früh schon ein Buch über ein so unbekanntes Thema geschrieben hast.

00:03:50: Ja, gerne.

00:03:51: Ich habe ja Maschinenbau studiert und irgendwann im vierten Semester hat sich die Frage gestellt, in was ich mich denn spezialisiere.

00:03:57: Und es gab dann einfach methodische Produktentwicklungen, was sich eigentlich so vom Namen her sehr spannend fand.

00:04:04: Aber ich habe mich dann eingeschrieben und dann eben in dem Zuge dann irgendwie auch gefragt, okay, was müssen wir in Zukunft entwickeln?

00:04:10: Wie wird sich die technologische Welt weiterentwickeln?

00:04:13: Und habe dann so gemerkt, alles müsste immer günstiger werden, weil wir durch die großen Trends wie Roboter, KI, Digitalisierung, Automatisierung eben immer mehr... immer produktiver werden, und da müsste ja alles günstiger werden.

00:04:26: Und ich habe da ein bisschen rumgefragt, warum denn nicht alles günstiger wird?

00:04:30: Wie es denn sein kann, ob das nicht so sein müsste?

00:04:32: Und ich habe erstaunlich wenig Rückmeldung auf meine Idee bekommen, sodass ich dann eben selbst eine Theorie gesucht habe, die sagt, okay, Deflation ist was Gutes und auch das Normale, wenn Technologie sich fortschreitet.

00:04:46: Ja, das war so eine Phase, sag ich mal, die da ... Aber war weiter.

00:04:52: Punkt war zum Beispiel, dass mein Vater mir ein Buch geschenkt hat über ETFs.

00:04:57: Also über mögliche Altersvorsorge, weil die Zinsen eben auf null waren.

00:05:00: Es gab leichte Inflation.

00:05:03: Das Buch hat mich aber nicht überzeugt, sodass ich dann in der Folge eben gesagt habe, OK, ETFs ist auch nicht so ganz das Richtige.

00:05:09: Gold fand ich spannender als ETFs und habe dann eben dann zum Beispiel auch das damit begründet, dass ich Gold.

00:05:15: als Referenz genommen habe, eben zu dem DAX zum Beispiel und eben dann gesagt habe, ja langfristig steigt der DAX gar nicht, sondern eben im Vergleich zum Gold bleibt es gleich, das heißt nur unsere Recheneinheit, eben der Euro verschlechtert sich.

00:05:27: und so bin ich dann eben nach und nach auf die Theorie gestoßen, dass eben der Euro das Problem ist, in dem wir messen, warum nicht alles günstiger wird und wie wir eben vorsorgen können.

00:05:37: Aber war denn Praxilogie Teil dieses Fachs, was du ausgewählt hast im Studium oder bist du da auf einen anderen Weg drüber gestolpert?

00:05:44: Nee, im Studium, also an der Universität war das überhaupt gar kein Thema.

00:05:48: Ich habe jetzt auch nicht Wirtschaftswissenschaften studiert, deswegen kann ich nicht sagen, ob es dort vorkommt.

00:05:52: Was ich so gehört habe, glaube ich nicht.

00:05:55: Ich habe dann noch YouTube-Vorträge angehört über wirtschaftliche Themen und dort bin ich dann auf die Ökonomen der österreichischen Schule gestoßen, bis ich mich dann entschlossen habe, das Thema selbst dann eben von denen zu lesen, die Bücher von denen zu lesen.

00:06:07: Und da kam es dann vor.

00:06:08: Also es kam noch nicht mal in den Videos selbst vor, sondern erst, als ich dann die Primärliteratur eben... herangegriffen habe.

00:06:14: Und dort habe ich dann festgestellt, dass es eine ganz andere Methode ist, als der Empirismus.

00:06:20: Also der Praxilogie, das checkt ja schon die Logik mit drin, macht eben logische Schlussfolgerungen und nicht Messungen.

00:06:27: Und deswegen unterscheidet sie sich eben von den ganzen anderen Denkschulen, die aktuell gelehrt werden.

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00:07:55: Werbung Ende.

00:07:57: Ja, das erklärt auch ein bisschen die zweite Frage.

00:08:00: die ich an dich habe, weil wenn ich so an mein Studium zurückdenke, damit ich überhaupt nicht mit diesen Themen in Berührung gekommen.

00:08:06: Also ich bin nicht in Berührung damit gekommen, dass Inflation eventuell ein großes Problem darstellt für unsere Gesellschaft, obwohl ich ja Wirtschaft hatte an der Uni.

00:08:15: Makroökonomie, Mikroökonomie und all die Geschichten.

00:08:19: Und auch in Gesprächen mit Freunden oder mit Bekannten oder mit Kommilitonen, bin ich nie auf den Gedanken gekommen.

00:08:26: Das ist, oder ja, mit Praxilogie in Berührung gekommen.

00:08:29: Wieso glaubst du, es ist bei dir anders?

00:08:30: Und was hat dich so motiviert, dann dem nachzugehen?

00:08:34: Hast du eigentlich Zeit dafür?

00:08:36: Weil, also Zeit war auch ein Thema in meinem Studio.

00:08:40: Okay.

00:08:41: Also im Masterstudium bin ich dann eher da privat noch mehr eingetaucht, dass ich dann eben Bücher gelesen habe, wäre eine Masterstudium privat.

00:08:48: Und da hat sich das dann auch ergeben.

00:08:50: Also ich hatte ja recht nachher einen Glück, weil ich eine Operation hatte.

00:08:53: Ich hatte viel Zeit, um diese Bücher zu lesen.

00:08:57: Und da ist dann auch sozusagen die Grundlage für das Buch entstanden, weil ich ihm gesagt habe, hey, das, was Ludwig von Mises geschrieben hat, das ist so faszinierend.

00:09:03: Das erklärt so viele Fragen, die ich hatte.

00:09:05: über die Wirtschaft, über technologischen Fortschritt, über Wohlstand, sodass ich das einfach zusammenfassen wollte und für Einsteige aufbereiten wollte und dann auch das gemacht habe.

00:09:15: Aber nee, im Süden war das überhaupt kein Thema.

00:09:18: Hast du das Buch dann im Krankenhaus geschrieben oder ernaubt deinem Krankenhaus?

00:09:22: Nein, nein,

00:09:22: nein, nein.

00:09:23: Nein, ich war da ein paar Wochen bei meinen Eltern und dort habe ich das länger.

00:09:26: Okay.

00:09:27: Und wie würdest du Praxilogie erklären für, ich sag jetzt mal deine Eltern oder deine Großbutter, falls du noch einer hast?

00:09:36: Praxilogie bedeutet ja die Logik des menschlichen Handelns so frei übersetzt.

00:09:40: Und es ist letztendlich ein Vorgehen, um zu ergründen, was wir über menschliche Handelungen wissen können.

00:09:47: Also wie können wir die Welt besser verstehen?

00:09:49: Also Ludwig von Mises hat eben angefangen, besser gesagt hat, wir brauchen erstmal die richtige Methode, um das menschliche Handel zu verstehen, bevor wir darauf losgehen quasi.

00:09:57: Also wir müssen uns erstmal methodisch fragen, wie können wir auch irgendwas wissen?

00:10:01: Und er sagt eben, der Mensch unterscheidet sich von Steinen.

00:10:04: weil der Mensch handelt.

00:10:05: Also er liegt einfach nur da, sondern er hat in prinsisch ein Bedürfnis und zeigt dann die Präferenz eben durch sein Handeln.

00:10:12: und daraus lässt sich eben sehr, sehr viel ableiten.

00:10:15: Eben wie zum Beispiel, dass er sich für die Kooperation entscheiden kann oder dass er sich für die Gewalt entscheiden kann.

00:10:20: Und je nachdem, was er tut, hat eben seine Taten eine andere Konsequenz.

00:10:23: und die Praxilogie ist eben die Wissenschaft, die sich mit den Konsequenzen auseinandersetzt, aber das Ganze eben methodisch nicht jetzt auf ein einzelnes empirisches Beispiel bezogen.

00:10:33: Also jetzt nicht, was ist jetzt, wenn wir im Bayerischen Wald ein Baum fällen?

00:10:38: Wir können das natürlich schon auch irgendwie untersuchen, aber es ist mehr die Grammatik zur Sprache als das, was gesagt wird.

00:10:46: Kannst

00:10:47: du ein Beispiel machen?

00:10:51: Zum Beispiel die Wirtschaftlichkeitsrechnung im Sozialismus ist ja nicht möglich und das ist deshalb nicht möglich, weil wenn einer alles besitzt, dann entstehen keine Tauschvorgänge, dann entstehen keine Preise, keine Wirtschaftlichkeitsrechnung und so bleibt danach unklar, was produziert werden soll und wie viel, weil eben die persönlichen Bedürfnisse nicht mehr in der Marktinformation quasi geteilt werden.

00:11:13: Und das ist ja jetzt dann erstmal egal, was das Bedürfnis an sich ist, ob jetzt jemand mehr auslöse möchte oder mehr Urlaubsparadiese oder spezielle Restaurants, sondern es ist eben die methodische Sache, dass eben wenn wir Eigentum haben passiert bestimmte Dinge oder können bestimmte Dinge passieren.

00:11:28: Und wenn wir eben kein Eigentum haben, dann können diese Dinge eben nicht passieren.

00:11:31: Beziehungsweise hat es andere Konsequenzen.

00:11:35: Ein einfaches Beispiel ist zum Beispiel immer ein Apfel.

00:11:37: Also ein Apfel kann ich natürlich jetzt essen oder ich kann den eben auch pflanzen in der Hoffnung, dass ich in zehn Jahren einen großen Apfelbaum habe und dann viel, viel mehr Apfel.

00:11:46: Und das ist halt immer so.

00:11:47: die Frage.

00:11:48: Was möchte der Mensch?

00:11:48: Was tut er?

00:11:49: Und wenn er aber jetzt den Apfel verspeist, dann kann er eben nicht damit rechnen, dass es in zehn Jahren dann auch einen großen Apfelbaum gibt.

00:11:55: Und das ist eigentlich immer so.

00:11:56: die Abwägung, welche Konsequenz möchte ich und wie kann ich das quasi beschreiben?

00:12:02: Also ich bin heute, glaube ich, das erste Mal so wirklich im Alltag mit dem Thema Praxilogie in Berührung gekommen, weil ich so ganz... Schwarz auf Weiß gesehen habe, wie schwierig es ist, manchmal Dinge mit empirischen Methoden zu beweisen oder anhand von empirischen Daten zu diskutieren.

00:12:21: und dazu ein konkretes Beispiel, dann bin ich auf deine Einschätzung gespannt.

00:12:25: Es war mein letzter Gast ja ein Bitcoin-Kritiker und auch das Thema Bitcoin-Energie sieht er ziemlich kritisch und wir haben wieder über das Thema diskutiert, heute über Signal.

00:12:40: Ich hab ihn dann erstens gefragt, aber denn die neue Studie kennt von Cambridge University, also im April ist eine neue Studie rausgekommen, die gesagt hat, ja also unsere erste Studie, die war vielleicht unvollständig beziehungsweise auch stellenweise falsch, hier ist die neue Studie.

00:12:53: Das wusste er tatsächlich nicht und seine These ist, dass es eben nicht stimmt, dass ja Bitcoin Anreize hat für erneuerbare Energien.

00:13:02: Die Cambridge Studie sagt aber, es ist so, also der.

00:13:05: Also der Anteil der erneuerbaren Energien wächst und die haben das dann auch auf Basis von Daten dargestellt, aber dann hat er damit argumentiert, dass es ja auch andere Studien gibt, also zehn weitere, die genau das Gegenteil sagen.

00:13:18: Und dann ist mir wiederum eingefallen, dass ich ja als Data-Analystin, also ich war quasi immer während meiner Zeit als Angestellte an der Quelle von Daten, immer wieder von Kunden als ich noch in der Beratung... gearbeitet habe.

00:13:30: ich wurde immer wieder gefragt ja ich möchte das und das darstellen also der der kunde hat ein bestimmtes ziel was dann im gremium erzählen möchte eine bestimmte geschichte im kopf und wollte dass ich die daten dafür finde.

00:13:42: also nicht die daten erst haben und dann gucken was können wir daraus schlussfanges anders herum?

00:13:47: und dann ist mir so richtig bewusst geworden wie also klar daten haben.

00:13:53: Sinn und Zweck, wenn man sie richtig nutzt, aber sie können auch missbraucht werden.

00:13:56: Ich glaube, gerade bei dem Thema Bitcoin-Energie und erneuerbare Energien ist die Lage halt nicht so klar.

00:14:01: Und dann dachte ich, in dem Fall, um zu prüfen, ob der Anreize da sind für den Ausbau erneuerbaren Energien, ist vielleicht praxiologisch und denkweise sinnvoller, weil die kann ich halt nicht, die kann ich hier nicht irgendwie manipulieren.

00:14:16: Siehst du das auch so?

00:14:18: Auf jeden Fall.

00:14:19: Also das Problem ist ja, dass bei empirischen Untersuchungen, wie du sagst, ich kann mir immer irgendwelche Daten rein zusammensuchen, die dann meine Theorie bestätigen.

00:14:28: und da ist eben das Problem, dass man eine Theorie hat und die Daten dann da reinpresst.

00:14:33: Aber eigentlich sollte es ja, wie du sagst, anders sein, dass man eben die Realität hat und aus der Realität eine Theorie abbildet.

00:14:39: Und genau das ist das, was eben Ludwig von Mises oder die Österreicher Schule auch kritisiert an den heutigen Ökonomen, dass sie nämlich eine empirische Sozialwissenschaft ist und keine handlungslogische a priorische Handlungswissenschaft.

00:14:52: Und das ist nämlich das, dass Mises dann eben ein Fundament aufstellt an logischen Schlussfolgerungen, die immer gelten müssen, sodass wir sagen können, wenn wir eine Theorie entdecken aufgrund von empirischen Methoden, dann muss die immer auch in dieses Grundgerüst passen der logischen Schlussfolgerung.

00:15:07: Also die sind sozusagen ein tiefes Fundament, die sein müssen.

00:15:11: Und bezüglich dem Energieverbrauch bei Bitcoin, da ist es natürlich jetzt ökonomisch so, Bitcoin braucht Energie und das ist quasi immer der Ausdruck des individuellen Miners quasi, er möchte das ja machen, weil er sich eben einen größeren Ertrag erhofft und damit er quasi dann unternehmerisch einen höheren Gewinn hat, da hat er einen Anreiz zu, sucht er die günstigen Stromkosten, das heißt.

00:15:33: Er ist auf der Suche nach der günstigen Energiequelle.

00:15:35: Und da ist natürlich dann wieder ein physikalisches Phänomen, würde ich sagen.

00:15:39: Die Frage, was ist die günstigste Energiequelle, die eben durchgehend verfügbar ist.

00:15:43: Aber den Rahmen, warum der Meiner es macht und was für Anreize der Meiner hat, der ist auf jeden Fall praxologisch begründbar.

00:15:51: Ja, eine spannende auch hier in meiner Diskussion mit meinem Gesprächspartner war, dass er meinte,

00:15:56: ja,

00:15:57: in Texas zum Beispiel ist Gas einfach die günstigste Stromquelle.

00:16:00: Und dann war meine nächste Frage, ja, aber ist das ein Marktpreis oder ist das ein subventionierter Preis?

00:16:07: Können wir wirklich sagen, dass das die günstigste Stromquelle ist?

00:16:10: Weil wenn ich an die Physik denke, etwas aus der Erde zu fördern, ist doch viel teurer, als wenn ich ein Wasserkraftwerk habe oder Strom.

00:16:19: aus Sonnenenergie.

00:16:21: Also das ist ja schon ohne, dass ich mir jetzt die empirischen Daten anschaue irgendwie logisch.

00:16:25: Oder habe ich dann Denkfehler?

00:16:28: Also, wenn du jetzt die Energiekosten betrachtest, das ist jetzt eher so ein Thema aus meiner aktuellen Arbeitsstelle, dann hast du ja operative Kosten, du hast Investitionskosten und du weißt ja jetzt nicht, was der Wasserdamm kostet zum Beispiel oder was das Solarpanel kostet.

00:16:42: Und das ist aber ein sehr, sehr gutes Beispiel, weil insgesamt stellen wir eben fest, wir wissen so, so viel nicht.

00:16:47: von den ganzen Prozessketten, die dahinter liegen, sodass wir eigentlich nur den aktuellen Marktpreis haben.

00:16:51: Also wir bekommen eigentlich nur den Marktpreis des Energieversorgers.

00:16:54: Der hat eine bestimmte Höhe und mit der müssen wir kalkulieren.

00:16:57: Und der Energieversorger selbst wieder hat wieder die Anreize aufgrund von Technologien, dass er möglichst viel Gewinn macht, sodass er gucken muss, okay, ich möchte möglichst teuer verkaufen, möglichst günstig produzieren.

00:17:10: Das heißt, die Produktion des Strompreises an sich ist gar nicht als Verbraucher mein großes Problem, sondern das ist... ... die Herausforderung des Produzentens quasi.

00:17:20: Und der hat quasi die marktwirtschaftlichen Anreize nämlich günstig zu produzieren.

00:17:24: Und es findet er natürlich raus, wir versuchen Irrtum, also er muss sich halt ... ... dann wieder anschauen, was kostet mich ein Staudamm, was kostet mich ... ... das Solarpanel und ... ... vielleicht wird er nach zehn Jahren feststellen, okay, vielleicht hat sich ... ... das Solarpanel so sehr viel vergünstigt, dass es jetzt ... eine neue Entscheidung braucht und da muss er eben adjustieren und was Neues machen.

00:17:45: Aber das ist genau das, was der Marktprozess macht.

00:17:46: Also der geht ständig auf die Suche nach den günstigsten Preisen mit der erforderlichen Qualität und gibt es dann eben über den Wettbewerb auch bis zum Endkunden dann weiter.

00:17:56: Deswegen ist es allein die Komplexität der Frage, macht es eigentlich in so eine Diskussion sehr, sehr schwer zu einem gemeinsamen Nenner zu kommen, weil jeder quasi im Dunkeln tastet quasi.

00:18:07: Ja.

00:18:07: Und empirisch

00:18:07: starten.

00:18:08: Aber die Anreife sind trotzdem klar.

00:18:10: Ja,

00:18:10: und empirische Daten geben das auch nicht her, also empirische Daten sagen ja ganz vieles auch nicht.

00:18:15: Deswegen finde ich Praxilogisches Denken als mindestens als Ergänzung total sinnvoll, aber man kommt ja eigentlich im Alltag überhaupt nicht damit in Berührung, also weder in der Schule noch im Studium, also ich bin zumindest nicht damit in Berührung gekommen und wir auch nur auf eigenes tun.

00:18:34: Wieso glaubst du ist das so?

00:18:35: Wieso ist Praxilogie so ein Nischenthema?

00:18:40: Auf der einen Seite glaube ich, dass es natürlich erstmal an irgendjemand kommen muss, der die Relevanz hat, das einzuführen, beziehungsweise der auch an der entsprechenden Position ist, um das durchzusetzen.

00:18:51: Und da glaube ich halt, dass es viel zu wenige gibt, die einen Interesse daran haben, die Praxilegie quasi zu lernen, weil sie sagt letztendlich, der Mensch ist frei, er handelt, er trägt seine Konsequenzen und das ist... nicht so wirklich im Interesse von den Lehrenden, beziehungsweise von den Herrschenden oder den Zentralbänkern, die eben versuchen, immer an erster Stelle quasi, die versuchen zu erreichen, dass ihr Job benötigt wird.

00:19:18: Also sie würden jetzt nie was vorschlagen, was ihr selbst abschafft, aufgrund ihrer Anreize.

00:19:22: Also quasi könnte man wieder praxellurgisch erklären, warum sie nicht davon überzeugt sind, das zu tun, weil es sie selbst abschaffen würde.

00:19:32: Und das ist, glaube ich, so das große Problem, sowohl jetzt bei Professoren als auch jetzt bei Zentralbänkern oder Lehrern.

00:19:40: Ich war lange Zeit dabei, dass ich dachte, warum haben sie mir meine Eltern da nicht erklärt?

00:19:43: Weil sie hätten ja quasi dann mein Wohl im Sinn haben müssen.

00:19:47: Aber sie kannten es natürlich auch nicht oder sie kennen es jetzt auch noch nicht, weil sie sich auch noch nicht damit beschäftigt haben.

00:19:53: Und das ist dann schon krass, wie einfach die alltäglichen Dinge, die Menschen so sehr davon ablenken.

00:20:00: sich mit den Grundlagen unseres Science oder unseres Handelns auseinanderzusetzen, damit es mal ganz unabhängig davon wird, wie jetzt die Anreize im Bildungssystem oder im politischen System sind.

00:20:08: Und das fand ich dann schon krass, dass ich einer der ersten bin in meinem Umfeld, bis auf die Bitcoin-Community, der sich eben damit auseinandersetzt.

00:20:17: Und ich glaube, das kommt jetzt aber immer mehr, weil die neuen Technologien, die wir haben, Wie das Internet oder Bitcoin sind natürlich auch alle dezentral, die ermächtigen das Individuum und dementsprechend sieht man ja, wer in der Gesellschaft profitiert von diesen praxiologischen Denken und wer eben nicht.

00:20:34: Und deswegen wird sich das langfristig durchsetzen.

00:20:37: Davon bin ich überzeugt.

00:20:39: Ja, deswegen habe ich auch gesagt, dass ich finde, dass du schon zu den großen Denkern gehörst, weil es gehört viel dazu, der Erste in seiner Umgebung zu sein, der aus dem, ich sage jetzt mal, konditioniertem Denken ausbricht.

00:20:51: und sich neuen Themen öffnet.

00:20:53: Und ich habe als Vorbereitung auf unser Gespräch auch mal ChatGPT gefragt, warum Praxilogie kaum bekannt ist.

00:21:01: Ich war so erstaunt, dass ich dir jetzt ein paar Antworten von ChatGPT vorlesen möchte und auf deine Antwort gespannt bin, weil ich glaube, der Blocktrainer hat es mal an einem seiner Streams gesagt, dass er das Gefühl hat, dass ChatGPT so ein bisschen ideologisch gefärbt ist und er manchmal lieber mit Grog redet.

00:21:20: und deswegen war ich so erstaunt, weil diese ideologische Färbung habe ich halt in den Antworten, die ich dir jetzt gleich vorlese, nicht gehört.

00:21:30: Okay, also wie gesagt, ich habe gefragt, wieso, ja, wieso kommt kaum ein Mensch mit Praxilogie in Berührung?

00:21:37: und drei Stichpunkte.

00:21:40: Hörst du jetzt von mir?

00:21:41: Erstens, sie ist methodisch unzeitgemäß, Praxilogie kollidiert mit dem heutigen Wissenschaftsideal, Klammern, Daten, Messbarkeit und so weiter und das ist für viele Fakultäten ein rotes Tuch.

00:21:56: Was sagst

00:21:58: du?

00:21:58: Das ist eben die Kritik der herrschenden Ökonomie, dass man, dass sie eben sagen, ohne, man kann Praxologie quasi nicht beweisen, weil dann müsste man ja messen, aber die Praxologie sagt, man muss gar nicht messen, sondern nur nachdenken.

00:22:10: Aber das ist eben genau dieser Methodenstreit, den Ludwig von Mises eben beantwortet hat.

00:22:14: Was ist die richtige Methode?

00:22:15: Ist es die richtige Methode nachzudenken, was eine Handlung ist oder eben zu messen?

00:22:20: Und die behaupten eben quasi im Positivismus, also dass es nur Dinge gibt, die messbar sind, die real Ja, erfassbar sind.

00:22:30: Und Mises sagt eben, wir brauchen einen methodischen Dualismus.

00:22:33: Also bei in den Naturwissenschaften, da können wir Dinge messen.

00:22:36: Da ist es auch die richtige Methode, aber nicht, wenn es um Subjekte geht.

00:22:39: Wenn es um Subjekte geht, müssen wir erst mal nachdenken, was ist überhaupt ein Subjekt?

00:22:42: Und dann stellen wir eben durch Nachdenken fest, okay, es gibt gar keine Konstanten, deswegen würde ich jetzt sagen, Der, der das behauptet, der hat sozusagen den Methodenstreit oder den methodischen Dualismus nicht verstanden und auch nicht betrachtet, sondern er stützt sich eben auf das, was eben die vorherrschende Ökonomie sagt, eben die auf die, wie gesagt, eine empirische Sozialwissenschaft ist, eben Umfragen macht, Messergebnisse macht, aber das ist ja eigentlich schon klar, dass eben keine Regelmäßigkeit den menschlichen Handeln vorkommen kann, wenn man sich damit beschäftigt, was ein Subjekt ist und dass das sich eben von Steinen unterscheidet.

00:23:16: und ja.

00:23:17: Es dauert halt, glaube ich, noch bis dann auch das Anerkannt wird.

00:23:21: Ich meine, die Mathematik, die Zahl Pi kann man ja jetzt auch nicht messen, weil sie hat unendlich viele Nachkommersstellen.

00:23:27: Dann könnte ich jetzt auch sagen, die Zahl Pi gibt es nicht.

00:23:29: Aber als Mathematiker kann ich es sehr wohl Pi beweisen und dann eben auch als Formel darstellen, obwohl ich sie jetzt nicht komplett ausführen kann.

00:23:37: Aber solche Leute würden ja auch nie sagen, es gibt die Mathematik nicht oder so.

00:23:40: Aber am Ende ist es eben das gleiche Vorgehen, dass man eben nachdenkt über die Welt und dadurch schon zu Schluss Schlussfolgerung kommt.

00:23:49: Als ich auch dein Buch gelesen habe, habe ich sofort an mein erstes Semester in meinem Wirtschaftsmatte-Studium gedacht, weil wir angefangen haben mit Logik.

00:23:58: Also, man hat eine Auktion und dann folgert man Dinge daraus.

00:24:01: Genauso liest sich dein Buch.

00:24:03: Aber jetzt wird es spannender.

00:24:04: Punkt zwei von ChatGPT.

00:24:07: Die Praxilogie untergräbt Expertenautorität.

00:24:11: Wenn wirtschaftliche Zusammenhänge aus dem Handeln selbst logisch folgen, dann braucht man weniger Modellexperten, werden viele politische Eingriffe fragwürdig, Praxilogie macht den Denkenden souverän und das ist institutionell nicht immer erwünscht.

00:24:27: Also die Antwort habe ich sehr erstaunt.

00:24:30: Ja, das ist ja ungefähr das, was wir jetzt auch schon bearbeitet haben.

00:24:33: Genau,

00:24:34: was du gesagt hast.

00:24:34: Dass es Autoritätsargument eben in vielen Gründen oder Institutionen gilt.

00:24:40: eben die Praxologie aber nichts herleiten kann, sondern im Gegenteil eben die Praxologie sagt, das Individuum ist eigenständig und hat einen subjektiven Wertausdruck quasi.

00:24:49: Und deswegen gibt es individuelle Bedürfnisse und die Zentralautorität kann nie wissen, was in Dezentral alles verlangt wird und wie alles Dezentral funktioniert.

00:24:59: Und deswegen wird die Autorität immer an der Realität scheitern quasi, weil sie eben unter Unsicherheit handelt.

00:25:06: Und der Markt ist eben dieses Phänomen.

00:25:09: der durch ganz viele Kooperation eben dann die den Fortschritt erst möglich macht, durch ganz viele Versuche und Irrtümer, eben dann sich immer mehr annähert an der Realität, obwohl man selbst die Realität nie ganz versteht, wenn man immer unter Unsicherheit handelt.

00:25:23: Und deswegen ist eben die ganze, das was aus der Praxologie im Volk ist auch ein Stück weit ein Entdeckungsprozess, wie wir uns verbessern können, wie wir uns der Realität annähern können.

00:25:33: und Autoritäten geben halt immer vor zu wissen, was zu tun ist.

00:25:38: und genau das wird eben wiederlegt.

00:25:42: Und dann der dritte Punkt, den ich dir vorlesen möchte, die tiefere Antwort.

00:25:46: Fast niemand begegnet der Praxilogie, weil sie nicht darauf abzielt, Systeme zu legitimieren, sondern denken zu schärfen.

00:25:54: Sie fragt nicht, was sollen Menschen tun, sondern was folgt logisch daraus, dass Menschen handeln.

00:26:01: Und diese Frage ist still, radikal, dauerhaft unbequem.

00:26:09: Ja, sehr gute Antwort.

00:26:13: Also was soll ich noch sagen?

00:26:14: Deswegen heißt mein Buch ja auch eine Revolution der Denker hat, weil das ja einfach ein neues System ist, was aber durchgängig das Denken verändert.

00:26:22: Und ich habe mich an den Begriffen orientiert an der kopekanikanischen Wende.

00:26:28: Also der Idee, dass sich die Erde um die Erde kreist, sondern die Erde um die Sonne hat eben auch Weltbilder zerstört.

00:26:34: Und genauso ist es eben auch mit der Praxologie, dass eben hier festgestellt wird.

00:26:39: Es dreht sich nicht alles um... die Herrschaft, sondern eben um das Individuum, um die Kooperation, um die Präferenzen des Individuums und verändert dadurch eben die Welt und nicht aufgrund von zentraler Planung oder zentraler Ideologien.

00:26:53: Und natürlich ist es unbequem, aber man kann ja auch fragen, warum ist die Welt noch nicht so, aber man merkt eben dadurch auch, dass die Welt ständig im Wandel ist und im Prozess das neue Ideen eben sich überlagern oder mit alten Ideen und man... Also, ich finde, man merkt, dass man so Teil des Evolutionsprozesses ist.

00:27:10: Auf einmal, dass man merkt, okay, hier kommen neue Ideen hoch, hier kommen neue Technologien hoch, gibt es zum Beispiel Kryptografie, die eben dieses ganze dezentrale System hier dann eben bestärken und wie eben alles so im Wandel ist, sodass wir nicht total spannend dann, wie man eben dann die Welt total anders wahrnimmt, weil natürlich muss man dann durch die neuen Ideen auch dann eigentlich eine ganz andere Geschichte interpretieren.

00:27:33: Ja total ich hab manchmal auch das gefühl wir leben also gedanklich wir bitcoiner irgendwie in der zukunft und gerade mit solchen Denkschulen wie der Praxilogie wird es irgendwie noch mal krasser.

00:27:44: Aber siehst du irgendwo auch grenzen?

00:27:46: bei der Praxilogie gibt es etwas was sie nicht leisten erklären kann wo du dann trotzdem noch auf empirie zurückgreifen würdest.

00:27:53: Die Praxilogie beschreibt ja erstmal nur das heißt sie kann aber keine vorher sagen machen beziehungsweise nur in sehr sehr begrenzten maße wenn dann überhaupt nur.

00:28:02: Qualitativ und nicht quantitativ.

00:28:04: Das ist dann eben die Aufgabe von dem unternehmerisch handelnden Individuum, beziehungsweise von Unternehmern, um eben sich bestimmten Dingen oder Bedürfnissen oder Produkten anzunähern.

00:28:17: Welches Produkt erfolgreich sein wird, kann zum Beispiel jetzt kein Praxiloge sagen, sondern es muss eben ausprobiert werden.

00:28:24: Aber ich kann sehr wohl sagen, dass der Mindestlohn zur Arbeitslosigkeit führt zum Beispiel, weil eben dann tendenziell eben die Löhne nicht bezahlt werden können und deswegen eben die Mitarbeiter entlassen werden, weil es sich nicht lohnt oder dann durch Roboter ersetzt werden.

00:28:38: Aber gleich kann ich es nicht sagen, wie viel mehr Arbeitslosigkeit durch die Erhöhung des Mindestlohns entsteht.

00:28:44: Und wenn du entscheiden dürftest, also wo Praxilogie ab morgen mehr zum Einsatz kommt oder wer dein Buch lesen sollte, wer soll es tun?

00:28:55: Ich habe hier eine ganze Liste vorbereitet, weil du mir die Frage vorbereitet hast.

00:29:01: Ich

00:29:01: glaube nämlich, dass es sehr, sehr viele Bereiche betrifft, nämlich eigentlich fast alle Bereiche, wo irgendwelche Autoritäten meinen, sie hätten das sagen oder die Weisheit.

00:29:10: Das heißt, wir hätten einmal die Politiker, wenn sie wirklich Wohlstand und soziale Gerechtigkeit schaffen wollen, dann müssen sie eben auf die marktwirtschaftlichen Prinzipien zurückgreifen, dass eben die Produktivität möglichst hoch ist, dass eben auch gehaftet wird für Entscheidungen.

00:29:26: Das macht nämlich der Unternehmer.

00:29:27: Dann haben wir die Ökonom, die natürlich aktuell auf der falschen Methode basieren.

00:29:31: Wir haben es jetzt ein paar Mal gehabt, aber die müssen eben quasi die Theorie neu überdenken.

00:29:38: Dann haben wir den ganzen Investoren, die quasi drüber nachdenken müssen, was ist überhaupt ihre Referenzgröße für Erfolg, also quasi für die Rendite, macht es überhaupt Sinn, jetzt quasi ein inflationäres Geld zu nehmen für ihre Ja, Messbarkeit ist Erfolgs oder ist es nicht besser eine deflationäre Scale zu nehmen?

00:29:57: Wir haben die Unternehmer, die natürlich auch auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung angewiesen sind, sich natürlich auch fragen müssen, warum steigt mein Bilanzwert, obwohl ich jetzt vielleicht nicht unbedingt viel mehr verkauft habe, sondern weil einfach die Immobilienwert zum Beispiel gestiegen ist.

00:30:11: Dann haben wir die Banken, die natürlich auch das praxologische Wissen verstehen sollten, um zu verstehen, warum ein Teilreservesystem fragil ist.

00:30:22: und eben deswegen sehr unsicher ist für ihr eigenes Fortbestehen.

00:30:28: Falls jetzt ein Beispiel eben eine Liquiditätskrise kommt oder eine Bankkrise, dann haben wir die Psychologen aus meiner Sicht.

00:30:35: Also ich glaube, dass viele psychologische Probleme in der heutigen Zeit kommen, weil die Ideen der Menschen nicht zu den Taten passen oder zu dem, das was ihnen erzählt, das passt nicht zu dem, was Menschen tun und dass deswegen eine große Verwirrung entsteht.

00:30:48: Und ich glaube, dass sehr viele Psychologen eben mit der Hilfe der Praxilogie noch viel besser eben die Menschen in der Hand nehmen könnten, um die Realität zu verstehen, eben durch diese handlungslogischen Gesetzmäßigkeit.

00:31:01: Dann glaube ich, die Journalisten können davon profitieren, weil die natürlich eigentlich das Ziel haben sollten erstmal nur zu beschreiben, was denn passiert, ohne zu werten.

00:31:10: Und da gibt die Praxilogie eben aufgrund ihrer Schlussfolgerung auch eine... Also Wörter, um zu beschreiben, ganz wertneutral, um ihre Arbeit da zu unterstützen.

00:31:23: Dann haben wir die Juristen, weil natürlich stellt sich auch die Frage, was ist Recht und Unrecht.

00:31:30: Aus meiner Sicht ist es da sehr, sehr ähnlich wie bei den Ökonomen.

00:31:33: Da ist die Frage, setzen wir jetzt recht und pressen die Realität da rein?

00:31:37: Oder schauen wir uns die Realität an und legen darauf unsere Rechtsprechung aus?

00:31:43: Also quasi schauen wir, welche Handlungen möglich sind.

00:31:46: Wie lange die Liste ist, ja noch ein bisschen... Wie

00:31:48: lange ist die Liste?

00:31:49: Eigentlich könnte man ja sagen, alle sollten sein Buch lesen, Leo.

00:31:54: Ein Punkt habe ich noch.

00:31:55: Ein Punkt habe ich noch, für der vielleicht ein bisschen relevant ist.

00:31:57: Ich glaube Physiker.

00:31:59: Ich habe so ein bisschen mich mit Quantenphysik beschäftigt und da ist ja das Problem, dass die Messung des Ergebnisses beeinflusst und die Physik hat aber als Annahme, dass man Experimente wiederholen kann.

00:32:15: Und die Praxologie selbst sagt, aber es gibt nur eine Realität, die nicht wiederholbar ist.

00:32:20: Und ich glaube, die Physik stößt eben in der Quantenphysik an ihre Grenzen und könnte da eben auch durch die praxologischen Erkenntnisse, dass es nur eine Realität gibt, dass Handlungen natürlich das Ergebnis beeinflussen, weil eine Handlung eine Konsequenz hat, dass man eben da die Grundlagenphysik nochmal anders verstehen könnte.

00:32:37: Okay, spannend.

00:32:38: Ich spür schon die Kritiker, die sagen, oh, da geh ich jetzt nicht mit.

00:32:43: Aber es ist ein spannender Gedanke auf jeden Fall.

00:32:46: Ja.

00:32:47: Und zuletzt habe ich jetzt noch Eltern und Individuen, wie du sagst.

00:32:50: Und ich glaube, jeder wird dadurch reifer im Umgang mit seiner Umwelt.

00:32:55: Und bei Eltern ist natürlich dann immer die Frage, wie erziehe ich jemand, oder?

00:32:59: Weil ein Kind ist erst mal immer abhängig.

00:33:02: Genau jetzt, wo jetzt vielleicht ein Bürger erst mal abhängig ist.

00:33:06: in einem System, wo es Schulpflicht gibt oder Rentensysteme, sodass man eben auch dann als Familie überlegen muss, okay, wie kann ich jemand quasi in dieses Denken hineinerziehen, selbst nicht zu denken?

00:33:20: Das ist, glaube ich, eine super spannende Frage, wie man da quasi das Mensch sein nochmal auf eine neue Ebene bringen kann, wenn man eben dann eben lernt, sein Handeln zu reflektieren und eben nicht mehr auf Autoritäten zu hören, weil die Eltern sind natürlich immer auch eine Autorität.

00:33:36: Ja, also ich kenne jetzt keine Elternratgeber, aber ich kann mir vorstellen, dass es noch fehlt, der Aspekt.

00:33:41: Wie erziehe ich mein Kind zu selbstständigen Denken?

00:33:44: Vielleicht irre ich mich auch.

00:33:46: Aber streng genommen ist die Praxilogie ja keine Weltanschauung, sondern erst mal nur eine Erdenkerart oder Analyseform.

00:33:54: Aber ich kenne Praxilogie eben nur aus dem Kontext.

00:33:58: Bisher Ludwig von Mises, beziehungsweise auch im größeren Kontext Libertarismus, ist Praxilogie nur für Libertäre.

00:34:08: Also es meint, dass es mehrere Ebenen.

00:34:09: Die Praxologie beschreibt eben nur, welche Konsequenzen der Handlung sein kann.

00:34:13: Und der Libertarismus ist dann eine Theorie, die darauf aufbaut, die eben sagt, okay, dann ist die Kooperation rechtens und die Gewalt unrecht.

00:34:23: Und deswegen bauen wir darauf quasi eine Gedankentheorie auf, wie die eine gerechte Welt aussieht in der Theorie.

00:34:29: Nämlich wenn alle... das Eigentum der anderen respektieren, wenn wir nur Marktwirtschaft haben und überall kooperiert wird und jeder die Konsequenzen seiner Handlung selbst trägt.

00:34:39: So ist erstmal die Unterscheidung, ist eine beschreibt, ist andere werdet dann schon, dass man sagt, okay, dann ist ja die Kooperation das Bessere als die Gewalt.

00:34:48: Also möchte ich nur die Kooperation haben.

00:34:50: und dann schießt man sich eben drauf ein, wie kann man dann Kooperativ, Versicherung lösen, Feuerwehr lösen, Krankenhäuser lösen, den Straßenbau lösen, die Erziehung lösen und stellt halt fest, Es ist in der Theorie eigentlich auch alles möglich, denn sobald der Mensch eben es will und es tut, passiert das freiwillig.

00:35:09: Die Menschen müssen es halt wollen.

00:35:11: Aber ich persönlich finde den Libertarismusbegriff jetzt nicht so super, weil aus meiner Sicht ist der Mensch ja aufgrund der praxologischen Erkenntnisse immer schon frei in seinem Tun.

00:35:23: Also egal, welchem politischen System wir leben.

00:35:25: Also egal, ob jetzt offiziell der Kavitalismus ist oder der Sozialismus oder der Interventionismus oder die soziale Marktwirtschaft oder die Demokratie oder wie auch immer du es nennen willst.

00:35:33: Der Mensch ist ja immer frei, anders zu handeln von heute auf morgen, egal wie das jetzt von außen gebrandet wird.

00:35:40: Deswegen würde ich jetzt sagen, es ist eigentlich zu jedem Zeitpunkt bereits Anarchie.

00:35:46: Die Frage ist, warum entscheiden sich aktuellen nicht so viele in allen Lebensbereichen für die Kooperation, sondern auch für den Interventionismus, also für den Eingriff und die Kooperation.

00:35:57: Wir steigen gleich noch tiefer an das Thema Libertarismus ein, weil das sein Thema ist, was mich brennt interessiert und was ich zugegeben, glaube ich, noch nicht gut genug verstehe.

00:36:05: Aber würdest du sagen, dass man Praxilogie auch mit einem starken Sozialstaat kombinieren kann?

00:36:12: Kann man praxilogisch denken und trotzdem einen starken Sozialstaat fordern?

00:36:19: Die

00:36:19: Praxilogie ist ja unabhängig davon, ob man jetzt in der Sozialstadt will oder nicht.

00:36:23: Es ist ungefähr so, wenn ich jetzt sage, ist die Physik mit der Atombombe vereinbar.

00:36:31: Die Physik ist immer da.

00:36:32: Die Praxilogie ist auch immer da.

00:36:34: Die Frage ist halt, was man dann tut.

00:36:36: Deswegen hat es jetzt erstmal nichts miteinander zu tun.

00:36:40: Die Sozialstadt heißt halt.

00:36:41: dann mit den handlungslogischen Erkenntnissen, es wird Es werden Mittel von friedlichen Menschen abgezogen, um zu verteilen und vorgeblich für Leute, die eben in Not sind oder zuvor schon abgegeben mussten.

00:36:57: Das ist dann die Beschreibung.

00:36:58: Und ob man das jetzt will oder nicht ist, aber wieder subjektiv.

00:37:01: Die Frage ist, warum wollen's Menschen?

00:37:03: oder warum wollen's Menschen nicht?

00:37:05: Ja, das mit der Physik und der Atombom ist ein gutes Beispiel bzw.

00:37:09: ein guter Vergleich.

00:37:11: Und was ist Libertarismus für dich?

00:37:14: Der Begriff ist ja, Ich würde behaupten, in einer breiteren Bevölkerung ziemlich negativ behaftet.

00:37:23: Siehst du das auch

00:37:24: so?

00:37:26: Also es ist halt natürlich immer ein Problem.

00:37:28: Das Problem hatte Ludwig von Mises auch mit dem Praxilogiebegriff.

00:37:31: Also wenn du einen Begriff nimmst, den alle kennen, dann ist er halt schon besetzt mit irgendeinem Bedeutung.

00:37:35: Und wenn du einen neuen Begriff nimmst, dann kennt dir niemand.

00:37:38: Und so ähnlich ist es ein bisschen mit dem Libertarismus.

00:37:40: Also wenn er besetzt ist, dann ist er scheinbar negativ besetzt, weil es... den maßlosen Kapitalismus vielleicht beschreibt oder den, die komplette Marktwirtschaft, die ja auch sehr negativ besetzt ist bei vielen.

00:37:54: Deswegen verwende ich den Begriff gar nicht so gern.

00:37:56: Also ich sag, ich bin für Kooperation und gegen Gewalt.

00:37:58: Und die meisten Leute schildern auch zu.

00:38:00: Aber wenn man halt ausführt, was in unserer Gesellschaft alles nicht unter Kooperation läuft, dann zieht man erst mal wie andere Leute eben mit zum Beispiel Schulzwang oder Schulpflicht beurteilen.

00:38:12: Und dann merkt man eben, hey, die sind gar nicht immer für Kooperation, sondern in manchen Bereichen eben auch sein Fürgewalt.

00:38:19: Und ist es negativ belegt?

00:38:21: Wahrscheinlich ja, auch wegen, weil das Thema irgendwie dann schon Zeit braucht, um zu verstehen.

00:38:28: Und Überschriften oder Newsartikel haben einfach nicht diese Tiefe und dann ist natürlich einfacher, irgendwie den Menschen Angst zu machen.

00:38:35: Es ist was Neues, es ist was Unbekanntes und so werden die Themen dann eben so besetzt.

00:38:40: Es ist ja so genauso wie der Kapitalismus oder die Marktwirtschaft, die dann verteufelt werden, weil sie anscheinend unsozial sind, anscheinend ungerecht, anscheinend gierig und anscheinend nicht nachhaltig und so weiter und so fort.

00:38:52: Aber bei genauerem Hinsehen ist es halt der Gegenteil der Fall, weil die Kooperation ist sozial, die Kooperation ist nachhaltig, die Kooperation ist nicht gierig, weil beide profitieren.

00:39:02: Also eigentlich ist alles recht schnell widerlegbar, aber die Menschen glauben es halt trotzdem.

00:39:08: Und wenn du jetzt Libertarismus für diejenigen, die sich noch null damit beschäftigt haben, definieren müsstest, wie würdest du es beschreiben?

00:39:16: Ja, der Libertarismus ist ein System des Zusammenlebens, wo jeder Eigentumsrechte hat und auch seine Eigentumsrechte respektiert werden und deswegen eben durch unternehmerisches Handeln die maximale Produktivität für den maximalen Wohlstand entstehen kann.

00:39:33: Also es ist schon irgendwo eine Utopie, aber Jeder kann ja seinen Teil dazu beitragen, dass es eben auch dann zu dieser friedlichen Welt kommt.

00:39:43: Also hältst du es tatsächlich für eine Utopie?

00:39:45: Also glaubst du, es wird irgendwann, ich sag jetzt mal, in zweihundert Jahren, tausend Jahren diesen Zustand geben?

00:39:52: Oder glaubst du, es ist komplett unrealistisch?

00:39:58: Ich kann ja nur mein Handeln beeinflussen und ich kann schon dafür sorgen, dass ich möglichst oft die Kooperation wähle und nicht die Gewalt oder den Zwang und die Umverteilung.

00:40:07: Was ich aber Auch sehr ist, dass es eben immer Menschen gibt, die sagen, okay, die Gewalt ist mir wichtiger, ich hab kurzfristige Ziele, deswegen mach ich's.

00:40:17: Und ich glaub, man wird diese Menschen nie zwingen kann zur Kooperation.

00:40:22: Das heißt, es wird immer kurzfristige Konflikte geben über Ressourcen, die eben gewaltsam entnommen werden.

00:40:28: Die Frage ist halt, welche Leute haben diese Anreize, bzw.

00:40:31: wie kann man sich davon schützen?

00:40:33: Es gibt ja dieses Buch Software.

00:40:38: im Bitcoin-Bereich, wo das beschrieben wird.

00:40:44: Es werden Konfliktszenare beschrieben bzw.

00:40:46: Kriegsführung eigentlich, dass man sagt, die Kosten für die Verteidigung müssen möglichst gering sein und die Kosten für den Angriff müssen möglichst hoch sein, damit der Angriff nicht passiert.

00:40:57: Was soll ich machen?

00:40:59: Und

00:41:01: so sehe ich das auch, dass wir brauchen Technologien und Systeme, die eben einen gewaltsamen Vorgang nicht incentivieren und keine Anranze dafür schaffen, weil eben die Erfolgschancen zu gering ist und weil die Verteiligungsmöglichkeit zu einfach ist.

00:41:18: Und da glaube ich schon, dass wir als Menschheit extreme Falschrote machen werden wegen Bitcoin, wegen Kryptografie, vielleicht auch durch anderes Waffenrecht, dass eben diese Extremszenarien, dass eben extreme Bevölkerungsgruppen ausgebeutet werden oder extreme Kriege entstehen, die länger anhalten eben nicht mehr stattfinden können, weil eben die Ressourcen dafür gar nicht mehr sich zusammengeklaut werden können.

00:41:42: Ja, das ist auch ein bisschen meine persönliche Hoffnung und der Grund, warum ich mit dir über Libertarismus sprechen wollte, ist, weil ich persönlich sehe oder ich denke, dass sehen auch viele, selbst diejenigen, die jetzt vielleicht nicht so systemkritisch sind, unser System und die Art und Weise, wie Regierung funktioniert.

00:42:05: und wie der Bundestag funktioniert, ist ein bisschen klein geworden, in dem Sinne, dass Anreize da sind für Fehlverhalten, also für Unwahrheit, Sprechen,

00:42:16: Lügen,

00:42:20: Entscheidungen treffen, die nicht im Sinne, nachweislich nicht im Sinne der Bevölkerung sind, zumindest nach Wahlergebissen.

00:42:26: Solche Dinge sind ja jetzt passiert in der Vergangenheit.

00:42:29: Darauf will ich jetzt auch gar nicht ins Detail drauf zu sprechen kommen, aber ... Man sieht irgendwie sind Anreize falsch.

00:42:37: das heißt irgendwie ist das System.

00:42:41: Nicht so gut wie es vielleicht sein könnte weil.

00:42:45: Ich kann mir schon vorstellen dass wir mal in einem System wie auch immer das aussieht leben in dem es.

00:42:52: In dem derjenigen Vorteil hat der die Wahrheit spricht.

00:42:55: also ich kann mir das zu mir vorstellen.

00:42:56: ich weiß nur nicht wie man es durchsetzen könnte oder wie es.

00:43:00: durch, ich sage jetzt mal, innere Prozesse dazu kommen könnte, dass wir irgendwann da landen.

00:43:04: Weil, wenn ich jetzt an die nächste Bundestagswahl denke, dann kann ich mir vorstellen, was passieren wird.

00:43:08: Also rechte Parteien werden immer stärker, vor allem auch, weil die Menschen unzufrieden sind.

00:43:13: So, und angenommen, die AfD käme jetzt in den Bundestag.

00:43:16: Was passiert dann?

00:43:17: Naja, ich befürchte, dass die Probleme der Menschheit und die Probleme Deutschlands so groß sind, dass auch diese Partei sie nicht lösen wird.

00:43:24: Und was passiert dann?

00:43:26: Also diese, die Antwort habe ich nicht.

00:43:28: Und dann... Ja, gebe ich mich mit Bitcoin an.

00:43:31: Viele davon nicht alle, aber viele davon sind lieber deren Gedanken nicht abgeneigt.

00:43:39: Ist das eine Richtung, in die wir denken sollten?

00:43:42: Und Libertäre würden sagen, ja, auf jeden Fall.

00:43:45: Ich bin mir da nicht sicher.

00:43:46: Ja, ich würde es einfach nur besser verstehen.

00:43:50: Ich denke, dass wir uns grundsätzlich für neue Denkrichtungen öffnen sollten.

00:43:57: Kannst du das ein bisschen nachvollziehen?

00:43:59: Ja, auf jeden Fall.

00:44:00: Also vor allem dieses Argument, dass im Bundestag quasi die Anreize falsch sind oder zunehmend falsch.

00:44:07: Die Frage ist ja, war sie jemals richtig?

00:44:10: Das ist, glaube ich so, eher das große Problem, weil, oder das große Frage stellen, weil

00:44:15: eine

00:44:16: Zeit, also Demokratie kommt ja auch von Herrschaft, Grad hier heißt Herrschen und eigentlich seit es die Demokratie gibt, ist ja quasi, ist ein Herrschaftsprinzip und kein Kooperationsprinzip.

00:44:27: Und aus meiner Sicht sehen wir eben jetzt nur die Auswüchse im Extremstadium, sodass die für jeden offensichtlich sind.

00:44:32: Aber es war ja eigentlich schon von Anfang an quasi immer so, dass die Mehrheitsmonopole Privilegien sich gegeben hat und durchgesetzt hat.

00:44:43: Deswegen glaube ich schon, dass wir, wie du sagst, eben komplett neue Denkweisen brauchen.

00:44:48: Und der Libertarismus spricht sich eben dann auch für Dezentralität aus, eben durch die Bestärkung des Individuums.

00:44:55: Und ich glaube, Wenn wir diesen Mittelsmann oder diesen Bundestag dann rausnehmen in unseren Denken, dann ist eben die Eigenverantwortung wieder im zentralen Mittelpunkt.

00:45:05: Und das betrifft eben dann auch alle Lebensbereiche, die vermeintlich aktuell vom Staat übernommen werden, wie die Bildung, die Vorsorge, die Altersvorsorge, die Familien, die Sicherheit des Eigentums.

00:45:19: Überall kann man sich ja überlegen, okay, wie würde ich das jetzt selbst machen, wenn ich es machen muss oder wenn ich wirklich vom Staat verlassen werde.

00:45:26: Ich glaube, gerade auch wir als junge Generation, wir stellen in den nächsten Jahren noch viel häufiger fest, dass hier sehr, sehr wenig für uns läuft, weil die Immobilien werden teuer.

00:45:38: Wir zahlen die Rente ein und kriegen keine.

00:45:39: Es werden immer mehr Rentner, die sich natürlich bei den Wahlen wieder so positionieren, dass ihnen weniger weggenommen wird, also weniger Ansprüche weggenommen werden, die sie vermeintlich haben.

00:45:50: Und deswegen stellt sich schon die Frage, wie gehen wir junge Generation damit um?

00:45:53: Und ich glaube, eine friedliche Lösung ist eben dass wir mehr Dezentralität und mehr eigene Initiative einbringen, nicht politisch, nicht durch Petition, nicht durch Wahlen, nicht durch Demonstration, sondern eben durch produktives Dezentrales Handeln, eben dadurch, dass wir eigene Familien aufbauen, dadurch, dass wir Freundschaften pflegen, Freundschaften aufbauen, uns Lager, Lager, Lager, ich weiß nicht, was der Blur ist, dass wir uns Sicherheiten als Bestand aufbauen.

00:46:26: Lager klingt richtig.

00:46:29: Ja, ich weiß das noch aus dem Maschinenbau.

00:46:31: Als eine ist das, was ich präte, und das andere ist der Schuppen.

00:46:37: Oder also zum Beispiel auch diese Begriffe Parallelgesellschaft oder gated community, die sind auch so negativ belegt, aber eigentlich, wenn Menschen die Wahl haben, dann ist es ja genau das, was entsteht.

00:46:48: Es entstehen verschiedene Vereine, es entstehen verschiedene soziale Strukturen, es entstehen verschiedene Lebensarten.

00:46:53: Und das würde ich dann, glaube ich, anstreben.

00:46:57: Also nicht versuchen wollen, die Politik zu beeinflussen, weil das ist aus meiner Sicht verlorene Lebensmüh.

00:47:04: Einfach guckt, wie man sich selbst in dem System zurecht

00:47:07: sehen kann.

00:47:08: Ja, wenn ich jetzt auf mein altes Umfeld blicke oder an Kommiliton denke aus meinem Studium oder einfach nur so ein bisschen die Medien beobachte, dann habe ich nicht das Gefühl, dass das eine Denkrichtung ist, in die die meisten gehen.

00:47:22: Und gerade... Frauen, so nehme ich es zumindest wahr, öffnen sich dem Gedanken quasi überhaupt nicht.

00:47:31: Und ich kann mir vorstellen, dass es damit zusammenhängt, dass es halt viele negative Klischees gibt zum Libertarismus, die stimmen oder auch nicht, aber die... Zumindest das Gefühl hinterlassen, dass Libertorismus oder Libertäres denken, nur was für Egoisten ist.

00:47:49: Kein Raum hat für Mitgefühl, kein Raum hat für Nächstenliebe.

00:47:54: Um das, um den Begriff auch zu verwenden, würdest du dem zustimmen?

00:47:58: Oder kann man es vereinbaren?

00:48:03: Also, der Libertorismusbegriff schreckt schon ab.

00:48:05: Das kann ich schon verstehen, weil er natürlich auch sehr theoretisch, der Begriff ist wahrscheinlich, womit man sich tiefer beschäftigen müsste oder was einfach... begrifflich schon belegt ist.

00:48:15: Aber das kann natürlich auch unsere Aufgabe sein, dass wir genau das irgendwie anders frame, also dass wir aufzeigen, dass die Kooperation sozial ist.

00:48:24: Zum Beispiel, also wie soll eine Kooperation asozial sein?

00:48:27: Oder wie soll eine dezentrale friedliche Lebensform unsozial sein oder die Gemeinschaft, die Gesellschaft zerstören gegen das Gemeinwohl, wenn doch alle davon profitieren?

00:48:39: Da kann man glaube ich schon Geschichten erzählen oder Argumente.

00:48:44: Emotional aufladen, sag ich mal, die das Ganze dann eben umkehren.

00:48:49: Und natürlich können die Menschen weiterhin daran glauben, dass es nicht so ist, aber dann werden sich halt auch wieder ihre Konsequenzen davon ertragen müssen.

00:48:58: Weil was ist, was ist die Alternative, dass sie sich nicht damit beschäftigen, dass sie dann weiter an den Start glauben und sich weiter darüber aufregen, dass nichts, das Geld und ihre Ressourcen vorne und hinten nicht reichen, dass sie im Alter einsam sind.

00:49:12: Also Klar, man kann lang so eine Illusion aufrechterhalten, aber empfiehlt sich halt nicht, oder?

00:49:18: Ja, aber nochmal direkt gefragt, ist Libertarismus unsozial?

00:49:24: Ja, in der Theorie nicht.

00:49:26: Also in der Praxis aber auch nicht, weil es ja die Kooperation, also ob du sagst unsozial oder ressourcenverschwenderisch, aber es ist ja immer das Gegenteil, es besteht immer die Anreize zur Kooperation.

00:49:38: weil durch Kooperation profitiert man.

00:49:39: Das sind ständig Anreize für Ressourcen schones Handeln, weil dadurch der Gewinn maximiert wird, indem man Ressourcen einspart.

00:49:48: Also wenn du genauer hinschaust, dann ist nichts wahr, was man dem Libertarismus vorwirft.

00:49:53: Das Einzige, was richtig ist, ist, dass es eben Eigenverantwortung gibt.

00:49:57: Und dass das eben viele Menschen abschreckt.

00:49:59: und dann eben sie sagen, das wollen sie nicht.

00:50:05: Wenn sie keine Eigenverantwortung wollen, dann wollen sie, dass man ihnen was gibt und das muss dann halt Gewalt sein und passieren.

00:50:10: Das ist wieder diese logische Argumentation.

00:50:13: Es gibt nur diese zwei Wege.

00:50:14: Entweder du handelst eigenständig und kooperativ oder eben du zwingst andere dazu, Gewalt zu verüben, dass du das bekommst, was du willst.

00:50:24: Aber es gibt keinen dritten Mittelweg.

00:50:25: Das ist irgendwie auch so die harte Wahrheit.

00:50:29: Ja, es ist spannend, sich das mal so vor Augen zu führen.

00:50:33: Und ich glaube, das zeigt auch gut, wie wenig Libertarismus eigentlich verstanden wird.

00:50:38: Was sind denn aus deiner Sicht die größten Klischees, die nicht stimmen über den Libertarismus?

00:50:45: Ja, dass der Unternehmer der Gierige ist und seine hohen Preise durchsetzt.

00:50:51: Das ist, glaube ich, immer so.

00:50:52: das Gängigste, das eben... ... als Feindbild gesehen wird, ... ... obwohl er eigentlich der ist, ... ... der ganz viele Kooperation organisiert, ... ... der im Wettbewerb steht, ... ... der im Risiko steht, ... ... der Innovation hervorbringen muss, ... ... der auch organisatorische Dinge zu bewältigen hat.

00:51:07: Und deswegen ist ... ... das sagt auch die Praxologie eben der Unternehmerisch, ... ... ist der da gestaltet, ... ... der der eben ... ... sehr sehr wichtig ist für eine funktionierende Wirtschaft, ... ... weil er eben Verantwortung übernimmt ... ... und die Entscheidung dann auch ... ... mitträgt beziehungsweise dafür haftet.

00:51:20: Und ... ... das ist quasi so die andere ... Denkrichtung, auf die man sich erst mal einlassen muss, dass der Unternehmer nicht der Böse ist, sondern dass der der Gute ist.

00:51:27: Und dass der die zentrale Planwirtschaft eben nicht die Guten sind, die hier Sicherheit für Sicherheit sorgen, sondern es sind die, die eben alle anderen quasi ständig gängeln und was wegnehmen und eingreifen in denen ihre unternehmerische Freiheit.

00:51:44: Und das ganze dann eben auch noch als als gut und richtig und wichtig und sozial und nachhaltig frame.

00:51:50: Aber.

00:51:51: Die sowohl die Logik als auch mittlerweile die Empirie über die vielen sozialistischen Versuche zeigen eben, dass es eben nicht stimmt.

00:51:58: Es hat immer zu Massenarmuts und Kriegen und massiven Konflikten geführt.

00:52:03: Und deswegen... Also die Logik, die Empirie, viele Religionen, Glaubensreligionen sagen ja auch alle, z.B.

00:52:12: durch die zehn Gebote, du sollst nicht stehlen.

00:52:14: Und in so vielen Dokumenten liegt eigentlich schon die Wahrheit drin.

00:52:18: Du kannst zum Beispiel auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung nehmen.

00:52:22: Wo als erstes drin steht, jeder darf sagen, was er will und jeder darf sich selbst verteidigen.

00:52:28: Also es ist ja in so vielen Dokumenten der Menschheit, wo es immer wieder darum ging, sich aus der Knechtschaft zu befreien steht drin, du sollst nicht stehlen, sondern du sollst friedlich sein und dann kommen halt immer wieder neue Bewegungen, die das Gegenteil behaupten oder behaupten, sie könnten es besser machen, aber es stimmt halt nicht.

00:52:47: Ja, auch das, was du anfangs angesprochen hast, dass der Unternehmer als Feindbild gesehen wird.

00:52:52: Jetzt, wo ich selbstständig bin, spüre ich das tatsächlich noch mehr.

00:52:55: Ich habe das Gefühl, wenn ich mit Behörden telefoniere, dann bin ich immer jemand, der nicht dazugehört.

00:53:01: Also ich habe das Gefühl, man lässt mich das auch spüren.

00:53:04: Und auch die Diskussionen, die ich so in den Medien verfuckt habe, also Bundestagsdiskussionen auch, die fand ich super erschreckend.

00:53:10: weil da tatsächlich ein ganz großes Feindbild aufgebaut wurde in meiner Wahrnehmung zum Thema Unternehmertum.

00:53:15: Das ist krass, weil ja, wie soll man denn ein Sozialstaat, wenn man ihn denn will?

00:53:21: Ja, das sage ich jetzt ganz wertfrei.

00:53:23: Wie soll man das denn aufrechterhalten und eine funktionierende Wirtschaft ohne Unternehmer, die Arbeitsplätze schaffen, Wohlstand schaffen?

00:53:29: Das ist ein Riesenwiderspruch.

00:53:32: Ja.

00:53:34: Also die graben halt an, wie sagt man, an der Hand, der sie füttert und das kann eigentlich gut gehen.

00:53:40: Ja.

00:53:41: Ich stelle jetzt noch mal eine hypothetische Frage.

00:53:43: Wenn du jetzt morgen anfangen könntest, Entscheidungen hinzutreffen und die Verantwortung hättest, wo würdest du lieber ihre Ideen als erstes umsetzen, an welchen Stellen?

00:53:57: Ja, es widerspricht nicht so ein bisschen, weil man hat natürlich

00:54:00: nicht... Ja, stimmt.

00:54:02: Ich habe ja nicht die Macht, etwas umzusetzen oder zu planen, aber ich könnte natürlich mich an einem Ort platzieren, wo ich viel Reichtweite habe, vielleicht.

00:54:09: Also, wenn du mich jetzt fragen würdest, ich hätte die im Lillian Fernsehen, wenn man das jetzt noch gibt, dann wäre wahrscheinlich schon das Thema Zins und Geld das prägnante Thema, weil daran orientiert sich halt die komplette Gesellschaft, die komplette Wirtschaft.

00:54:25: Ich hatte zum Beispiel jetzt über Weihnachten das Thema Übernachhaltigkeit wieder mit einem Verwandten und es ging halt darum, wenn er wirklich für Ressourcenschonung ist, dann muss er ja auch für einen hohen Zins sein, weil dann lohnt es sich nicht, das Geld auszugeben oder für Ressourcen auszugeben, sondern eben einfach nur zu sparen, hat er dann auch verstanden.

00:54:45: Und das sind, glaube ich, so die Dinge, dass eben wenn wir Nachhaltigkeit wollen, wenn wir sozialen Frieden wollen, wenn wir Kooperation und Wirtschaftlichkeitsrechnungen wollen, wenn wir Produktivität wollen, dann brauchen wir ein stabiles Geld.

00:54:57: Und das würde ich, glaube ich, noch emotionaler an entsprechenden Stellen platzieren, dass eben das Thema Deflation, was mir auch persönlich wichtig ist, dass das eben einzugutekommt.

00:55:09: eben den Schwächeren, aber auch den Gen-Starken.

00:55:12: Dadurch, dass eben alles günstiger wird und wir uns allgemein immer mehr leisten können, weil wir die höhere Produktivität haben.

00:55:19: Ja, die Gedanken, die du gerade erzählt hast, die sind Bitcoinern, glaube ich, gut bekannt.

00:55:25: Aber was müsste passieren, dass diese Gedanken breiter verstanden werden?

00:55:30: Würdest du sagen, unsere Gesellschaft ist schon bereit dafür?

00:55:34: Die Frage ist, wird sie jemals aus... Also wird sie jemals aus... aus, wie sagt man, aus Neugier lernen oder immer, oder muss es der Schmerz sein?

00:55:44: Das glaube ich eher so.

00:55:45: die Frage, weil wenn du sagst, du gehst mir jetzt den, den besten, die beste Sendezeit, dann muss ich ja auch davon ausgehen, dass die Leute bereits sind, zu lernen, zu wollen.

00:55:55: Das sehe ich aber auch nicht so in der Breite, weswegen sie schalten dann ab oder lassen sich eben von anderen Sachen berieseln.

00:56:00: Deswegen glaube ich, braucht es oftmals erst in Krise.

00:56:04: So auch dieses Mal, glaube ich.

00:56:06: Ja.

00:56:08: Also, ich glaube, wir können nicht mehr machen, aber es ist einfach nur die guten Ideen verbreiten und aufzeigen, dass wir durch unser Weltverständnis eben jetzt erfolgreich sind bzw.

00:56:18: jetzt keinen größeren Nachteil erfahren als Sie.

00:56:22: Weil das ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn wir uns vom deflationären Geld abwenden, ist, dass wir auch wieder nur vom inflationären Geld sind.

00:56:29: Und dann haben wir die gleichen Probleme wie Sie.

00:56:31: Dass eben alles teurer wird, dass wir uns nichts sparen können, dass die Vorsorge schwieriger wird.

00:56:36: die Finanzierung der Familie schwieriger wird.

00:56:38: Also durch eine deflationäres Asset, was man sich selbst wählt, hat man erstmal nur Vorteile bzw.

00:56:44: eine weitere Option, um nicht garantiert zu verlieren, sag ich mal.

00:56:55: Also würdest du sagen, nein, die Gesellschaft ist nicht bereit, aber die Krise wird sie bereit machen?

00:57:00: Das habe ich so ein bisschen rausgehört

00:57:01: bei dir.

00:57:02: Also die Krise wird sie auf jeden Fall bereit machen.

00:57:04: Die Frage ist halt, wie viele schaffen es davor?

00:57:07: Ich könnte jetzt die Archenoa zitieren, oder?

00:57:09: Das haben auch nicht alle Tiere auf die Arche geschafft.

00:57:12: Ja, die Einhörner vor allem nicht.

00:57:15: Ja.

00:57:17: Ja.

00:57:18: Ich habe einen interessanten Tweet oder Post gesehen auf X. Damals hat man ja noch Tweet gesagt, heute sagt man Post.

00:57:25: Und der hat mich ein bisschen irritiert.

00:57:27: Also du hast ja viele, viele gute Posts auf X schon veröffentlicht.

00:57:32: Also große Empfehlung, die auf X zu folgen.

00:57:36: Ja, den Link, den verlinken wir in der Videobeschreibung.

00:57:39: Bin mal gespannt, was du jetzt dazu sagst.

00:57:41: Ich übersetze, du hast ihn auf Englisch gepostet.

00:57:46: Weder Bitcoin noch Libertarismus liefern die Antwort, ruhig auf dem eigenen Grundstück zu sitzen, verleiht dem Leben keinen Sinn.

00:57:55: Sind wir bereit für diese Diskussion?

00:57:58: Was ging dir durch den Kopf, als du das gepostet hast, Leo?

00:58:03: Es war wahrscheinlich irgendwann... rund um die Zitadelle, weil ich eine spannende Diskussion hatte auf der Fahrgemeinschaft.

00:58:10: Und zwar ging es halt auch um Glauben und Gott.

00:58:14: Und die andere Person konnte damit gar nichts anfangen.

00:58:17: Und ich habe gesagt, das hat schon wichtige Züge, damit Gesellschafts funktionieren kann.

00:58:23: Und anschließend, als ich darüber nachgedacht habe, wie ich das jetzt nochmal erklären wollen würde, habe ich eben so ein drei-Schicht-Modell für mich entworfen, dass eben ganz unten ist die Praxilogie, die eben jetzt nur... Handlungen beschreibt, aber noch nicht bewährt ist.

00:58:37: Drüber steht dann eben der Libertarismus, der sagt, die Kooperation ist recht und die Gewalt ist unrecht.

00:58:43: Also quasi die Frage beantwortet, was ist recht?

00:58:48: Also die Faxologie beantwortet, was ist der Libertarismus beantwortet?

00:58:52: Die Frage, was ist recht?

00:58:53: Und dann brauchen wir aber immer noch einen Gedankenkonstrukt, was beantwortet, was gut ist.

00:59:01: Natürlich im Rahmen des Libertarismus oder einer freien Gesellschaft könnte ich auf meinem Grundstück sitzen, die ganze Zeit Burger essen, Zucker in mich hineinstopfen, die Nächte durchmachen, laute Musik hören.

00:59:11: Ich hätte nichts Unrechtes getan quasi in dem Sinne, aber ich würde mir selbst schaden.

00:59:16: Weil ich eben ständig kurzfristige Ziele anstrebe, also den kurzfristigen Konsum und keine langfristigen Ziele.

00:59:24: Und es braucht aber aus meiner Sicht eben auch noch langfristige Ziele, damit eben so was funktioniert wie ... Familie, Altersvorsorge oder dass eben auch Gemälde oder Kunst entsteht, weil du musst es ja nicht machen.

00:59:40: Du kannst ja einen Libertärismus in deiner Lebenhütte sitzen, deinen Affebaum haben und nichts weiter tun.

00:59:48: Aber Schönheit und das Gute und Kunst und Kultur braucht aber, glaube ich, noch mehr als jetzt nur das Recht auf Eigentum, sondern es braucht noch eine weitere Theorie.

01:00:00: der wir anhängen bzw.

01:00:01: noch ein Verständnis, was wir als gut und schön empfinden.

01:00:07: Ja, spannend.

01:00:08: Würdest du sagen, das ist dann die spirituelle Komponente?

01:00:11: Oder wie würdest du es zusammenfassen?

01:00:13: Würdest du ein anderes Wort verwenden?

01:00:14: Ja, ich habe da mal Metaphysik zugesagt.

01:00:17: Kannst aber auch Spiritualität sagen.

01:00:21: Ja, Spiritualität ist ja... Vor

01:00:23: allem die... ...belastet

01:00:24: auch.

01:00:26: Ja, vor allem die im Christlichen Glauben, die die Tod zünden.

01:00:30: Und die Kardinaltuchungen fand ich sehr spannend, weil die eben schon eine Richtung vorgeben.

01:00:36: Beziehungsweise Gebote ist jetzt auch kein Verbot oder ein Muss, sondern ein Gebot ist erst mal eine Empfehlung, beziehungsweise ein guter Rat.

01:00:48: Und so sehe ich eben auch zum Beispiel die Kardinaltuchungen oder die Tutschen, dass man sich eben tendenziell selbst schadet, beziehungsweise selbst weiterkommt, wenn man sich daran hält, ohne dass man jetzt damit anderen, um sich rumschadet, mit den Mitteln, die man hat.

01:01:06: Ja, spannend.

01:01:06: Ich glaube, das gibt Gesprächsstoff für eine ganz eigene Folge.

01:01:09: Vielleicht machen wir in Zukunft auch noch mehr Folgen.

01:01:12: Wir hätten theoretisch auch noch über das Powerlaw und Preismodell und so was sprechen können.

01:01:18: Hätte ich auch große Lust drauf, aber mit Blick auf die Zeit würde ich jetzt tatsächlich zum Schluss kommen.

01:01:24: Und weil diese Folge hier wahrscheinlich... ... am ersten Sonntag des neuen Jahres, ... ... im Jahr zwanzig, sechsundzwanzig online geht, ... ... würde ich gerne noch mit dir über die Zukunft sprechen, ... ... über das Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.

01:01:37: Wie glaubst du, wird das Jahr verlaufen ... ... aus Sicht von Bitcoinern?

01:01:43: Ja, passend zum Thema würde ich jetzt noch mal sagen, ... ... ich spreche jetzt natürlich im Folge nicht als Praxiologe, ... ... sondern als ... ... als individuelles Individuum, ... ... wenn ich hier versuche, ... ... die Aussage über die Zukunft zu machen.

01:01:55: Ja, ich weiß, exakt kann man es nie vorher sagen, oder?

01:01:57: Also langfristig ist es natürlich so, dass die Inflation zunehmend wird, die demografische Ungleichgewichte werden zunehmend.

01:02:05: Die EU wird aufgrund der Regulierung weniger wettbewerbsfähig und es wird natürlich auf die Wirtschaft drücken.

01:02:12: Und es ist halt die Frage, wie lange es dauert, bis da eine große Wende kommt oder bis irgendeine Technologie oder irgendeine Bewegung... durchsetzt, die einen Wandel hervorruft.

01:02:25: Deswegen kann es kurzfristig auf die nächsten Jahre gesehen schon nach unten gehen, auf jeden Fall.

01:02:30: Um bezüglich Bitcoin ist es ähnlich.

01:02:32: Also langfristig sehe ich in einem deflationären S&T-Lösung für unser Geldsystem, an dem das Individuum sich eben orientieren kann, indem wir unsere wirtschaftliche Keitsrechnung orientieren können.

01:02:41: Aber kurzfristig, aufgrund der wirtschaftlichen Lage, kann ich mir schon vorstellen, dass auch der eine oder andere eben abverkaufen muss bzw.

01:02:48: dass Liquidität dem Markt fehlt und deswegen viele ... verkaufen müssen, um eben ihre Schulden zu tilgen ... ... oder ihre ... ... ja, alltäglichen Ausgaben zu meistern.

01:03:00: Ich glaube, deswegen ist es bleib wohl ertil, ... ... aber langfristig bin ich da sehr optimistisch.

01:03:06: Und ... ... war das

01:03:07: nicht die Aussage, die du haben wolltest, ... ... ich weiß schon, aber

01:03:09: ... Nee, deswegen frage ich jetzt auch

01:03:11: noch mal ... Weißignak kann ich dir nicht geben.

01:03:15: Dass wir jetzt bei der nächste Frage gewesen sind, ... ... wir in einem Bull Run, ... ... in den zwanzig, sechsundzwanzig ... ... oder im Bärenmarkt.

01:03:23: Also ich bin ja schon optimistisch, dass wir da steigen.

01:03:26: Allein weil immer mehr Leute, glaube ich, erkennen, dass das System grundlegend nicht reformierbar ist oder grundlegend reformiert werden muss und nicht nur durch eine bestimmte Wahl oder Demonstration.

01:03:38: Und da werden sich, glaube ich, immer mehr Menschen, die auch Kapital haben, überlegen, wie sie das schützen können, gerade für ihre Altersvorsorge der nächsten Generationen oder für die nächste Lebenshälfte.

01:03:49: Und deswegen glaube ich schon, dass eben ... bei Edelmetallen und bei Bitcoin da eben ... ... Potenzial ist, ... ... während jetzt bei Immobilien in Ballungsräumen ... ... ich jetzt eher kein großes Potenzial sehe, ... ... dass die nominal gegenüber den Edelmetallen ... ... oder Bitcoin eben beformen werden.

01:04:05: Das heißt, Leo ist bulisch, ... ... kann man das so sagen?

01:04:08: Ja, kann man schon sagen, ... ... aber als Überschrift reicht es nicht, glaube ich.

01:04:13: Hast du schon Angst vor dem Thumbnail?

01:04:15: Leo ist bulisch.

01:04:17: Das wird nicht das Thumbnail, ... ... das kann ich dir jetzt schon versprechen.

01:04:20: Sehr gut.

01:04:22: Okay, dann zum Schluss noch drei schnelle Fragen.

01:04:26: Du darfst ganz schnell antworten und ich werde auch keine Rückfragen stellen.

01:04:30: Frage Nummer eins, bist du bereit?

01:04:34: Ja.

01:04:35: Stell dir vor, YouTube wird gehackt und es gibt einen Tag lang nur ein einziges Video auf YouTube, das alle sehen können.

01:04:43: Was für ein Video wählst du, wenn du aussuchen dürftest?

01:04:49: Früher hätte ich auf diese Frage... mir mehrere Kategorien überlegt, wie ich das bewerten kann, was das wirklich beste Video ist.

01:04:55: Aber mittlerweile weiß ich, solche Fragen dienen einfach nur der Unterhaltung.

01:04:59: Deswegen kann ich nicht sagen.

01:05:04: Ein inspirierendes Video finde ich den Song einer kanadischen Band, der heißt Degeneration.

01:05:10: Und da geht es darum, wie über die letzten hundert Jahre, sagen wir mal, eben von Generation zu Generation die Lebensumstände sich massiv verändert haben.

01:05:17: Nämlich einmal vom Landbesitz zur Stadtwohnung.

01:05:21: von zehn Kindern pro Familie zu null Kindern im Extremfall.

01:05:27: Und das finde ich sehr beeindruckend, wenn man sich diesen Songtanks durchliest, wie all dieses gesellschaftliche System eigentlich schon seit vielen Jahren in der Vaterpengigkeit ist oder diese Veränderungen sich anbahnen und dass sie jetzt nicht erst seit der aktuellen Regierung oder seit Corona stattfinden, sondern dass es ein jahrzehntelanger Prozess ist, der sich eben immer weiter in die Gesellschaft reinschleicht.

01:05:51: und eben zu großen Veränderungen führt.

01:05:53: Und der dient, glaube ich, der Songtext zum herauszumen, um nochmal zu sehen, wie groß die Herausforderung ist, die wir allgemein haben, bezüglich unserer Lebensform und Lebensweise.

01:06:05: Ja, das ist doch voll deep.

01:06:07: Das ist ja auch unterhaltsam, aber vor allem deep verlinken wir

01:06:12: auf einen

01:06:12: Fall in der Videobeschreibung.

01:06:14: Da gibt es auch noch andere, aber there's no second best video.

01:06:19: Ja, verlinken wir auf jeden Fall.

01:06:21: Dann Frage Nummer zwei.

01:06:23: Was müsste passieren, dass du an Bitcoin zweifelst?

01:06:29: Ich glaube, eine groß angelegte Kampagne, dass Bitcoin verfolgt werden, wäre, glaube ich, was mich an Bitcoin zweifeln lassen würde.

01:06:38: Weil geschichtlich gesehen war es, glaube ich, immer so, dass die Gruppierungen oder Religionen, die eben Ideen hatten, die zur Realität passen, eben dann auch erfolgreich waren und dann eben auch gegen die Autorität waren, quasi weil sie erfolgreich waren, weil sie eben Praxilogisches Denken hatten und dass die eben immer von der Autorität irgendwo angegriffen wurden.

01:07:02: Und da ist meine Befürchtung eben, dass das global passieren könnte.

01:07:06: Und das wäre, glaube ich, was, wo die Bitcoin-Bewegung sehr schwer haben könnte, wenn man wirklich physisch durchgreift.

01:07:20: Aber

01:07:20: ich meine, dann ist die Frage, was ist die Option?

01:07:25: Also, wird man halt mehr Thürer oder, ja, was macht man dann mit seinem Leben, wenn es nicht wert ist, für die Kooperation zu leben?

01:07:37: Ich habe ja versprochen, keine Rückfragen zu

01:07:39: stellen.

01:07:40: Oder wenn versucht wird, Ideen und Mathematik zu verbieten.

01:07:43: Also, was ist dann noch lebenswert, wenn man im großen Schild dann angegangen wird?

01:07:49: Ja, auch wieder deep.

01:07:51: Kommen wir zur dritten Frage, weil ja, ich hatte ja gesagt, ich stell keine Rückfragen.

01:07:57: Woran würdest du merken, dass Bitcoin wirklich in der Gesellschaft angekommen ist?

01:08:03: Ich glaube vor allem dann, wenn Bitcoin Rechneinheit ist.

01:08:05: Also wenn Bitcoin als Orientierung dient für den Zins, für die Wirtschaftlichkeitsrechnungen, für die Renditeberechnung, dann ist glaube ich, dass die Gesellschaft wieder auf einem soliden Fundament und dann hoffentlich auch die Krise vorbei.

01:08:19: Ja, ich bin sehr gespannt, wann das passieren wird.

01:08:21: Ich bin auch optimistisch, dass es passieren wird.

01:08:24: Wahrscheinlich auch zu unseren Lebzeiten.

01:08:27: Leo, vielen Dank.

01:08:29: Es war ein super spannendes Gespräch für mich.

01:08:31: Ich hoffe, die Zuschauer waren es mindestens genauso spannend.

01:08:33: Ich danke dir sehr für deine Zeit.

01:08:35: Und ich denke, wir werden uns in den nächsten Jahren wiedersehen, wenn du Lust hast.

01:08:40: Schauen wir mal.

01:08:44: Ja,

01:08:44: frohes neues Jahr.

01:08:46: An die Zuschauer und dir guten Rutsch, Leo.

01:08:49: Danke, auch gerade die Zuschauer.

01:08:50: Ciao!

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